Ordnung im Gartengeräte Chaos

Jetzt ist es pas­siert unse­re chao­ti­sche Samm­lung an Gar­ten­ge­rä­ten mit Stil hat sich ver­selb­stän­digt. Schon die gan­ze Zeit woll­ten wir da mal in der Hüt­te wei­ter für Ord­nung sor­gen, aber haben das so vor uns her­ge­scho­ben.

Auf­hän­ger hat­ten wir schon eini­ge besorgt und woll­ten immer mal die Din­ger an der Wand befes­ti­gen um die Stil-Gerät­schaf­ten auf­hän­gen zu kön­nen. Die stan­den die gan­ze Zeit ein­fach so hin­ter der Tür rum.

Am letz­ten Sonn­tag kamen wir in den Gar­ten und wun­der­ten uns war­um eine der Fens­ter­schei­ben kaputt war. Waren denn schon wie­der wel­che da die ver­sucht haben ein­zu­bre­chen?

Zum Glück hat man mit nicht ver­sucht in die Hüt­te ein­zu­bre­chen. Die Schei­be war von innen her­aus­ge­drückt und lag zer­bro­chen vor der Hüt­te im Blu­men­beet.

Unse­re Gar­ten­ge­rä­te mit Stiel haben ganz offen­bar kol­lek­tiv einen Aus­bruchs­ver­such gestar­tet und haben sich von innen gegen die Schei­be fal­len las­sen.

Na gut, wir waren ja auch schon seit einer Woche nicht mehr im Bau­markt, konn­te wir also Mon­tags gleich hin fah­ren. Bevor der Bau­markt evtl. noch ne Ver­miss­ten­an­zei­ge auf­gibt, konn­ten wir dem somit zuvor kom­men. Wir haben also schnell mal ne Sili­kon­tu­be und Spritz­pis­to­le geholt, denn das mit dem Kitt war ja beim letz­ten Mal ein nicht so dol­les Ergeb­nis gelie­fert hat.

Jetzt ist erst­mal die neue Schei­be drin und wir haben gleich mal die Gerä­te Auf­hän­ger ange­bracht. Nun hängt schon mal ein Teil der Gerä­te an der Wand. Ein paar Auf­hän­ger müs­sen wir aber ganz offen­sicht­lich noch kau­fen.

Tomaten fürs neue Tomatenhaus

Nach­dem wir ja flei­ßig unser Toma­ten­haus gebaut haben, könnt Ihr hier noch­mal nach­le­sen: Pro­jekt: Toma­ten­haus 2019, haben wir  nun soweit alles vor­be­rei­tet damit die Toma­ten­pflän­zen ein­zie­hen kön­nen.

Arvid hat flei­ßig die Gras­nar­be abge­tra­gen und den ver­här­te­ten Boden dar­un­ter umge­gra­ben, sowie so gut wie mög­lich das Unkraut ent­fernt.

Danach haben wir Kom­post, einen Eimer Pfer­de­äp­fel und Horn­spä­ne im Toma­ten­haus ver­teilt.

Das Dach hat noch zwei Dach­lat­ten erhal­ten, die zum einen die Folie noch mehr stüt­zen, zum ande­ren aber haupt­säch­lich dafür gedach sind dort Haken anzu­brin­gen. An wel­chen wir die Toma­ten-Schnü­re befes­ti­gen wer­den.

Am Sonn­tag den 19.05.2019 haben wir dann die Toma­ten­pflänz­chen, die wir auf dem Pflan­zen­markt im Hes­sen­park gekauft hat­ten gepflanzt.

 

 

Toma­ten Sor­ten 2019 — Toma­ten­haus:

Che­ro­kee Pur­ple — his­to­ri­sche pur­pur-rot­braun-vio­let­te Fleisch­to­ma­te aus Ten­nes­see (USA), wo sie schon vor 1890 von den Che­ro­kee India­nern ange­baut wur­de. ‘Che­ro­kee Pur­ple’ ist eine spä­te Sor­te und braucht nach der Blü­te noch 70 bis 80 Tage bis zur Ern­te.

Black & Red Boar — braun-grün gestreif­te gestreif­te Fleisch­to­ma­te aus den USA. Sie ist eine von vie­len her­vor­ra­gen­den Züch­tun­gen von Brad­ley Gates aus den Wild Boar Farms in Kali­for­ni­en. Sie ist eine eher spät­rei­fe Sor­te mit einer Frucht­grö­ße bis zu 250 g.

Honig­sü­ßer Erlö­ser — honig­gel­be Och­sen­herz-Toma­te aus Russ­land. Sie soll eine zei­ti­ge Frucht­rei­fe haben, bei einer Frucht­grö­ße von etwa 50 bis 200 gr. Wir sind sehr gespannt, wir ken­nen sie über­haupt nicht und haben sie nur wegen des lus­ti­gen Namens mit­ge­nom­men.

Kasach­stan Rubin — wie der Name schon sagt eine Toma­te aus Kasach­stan. Eine flach­run­de, rote Sor­te mit einer Frucht­grö­ße von etwa 50 bis 200 gr.

Tai­wan Teard­rop — eine mit­tel­frü­he hell­rot ova­le Strauch­to­ma­te, mit einer Frucht­grö­ße von ca. 10 bis 50 gr.

Yel­low Sub­ma­ri­ne — gel­be, Bir­nen­för­mi­ge Strauch­to­ma­te mit mit­tel­frü­her Rei­fe. Sie ist eine sehr robus­te Sor­te und trägt klei­ne Toma­ten mit einer Frucht­grö­ße von etwa 20 gr. bis zum Frost. Sie ist eine unse­rer Lieb­lings­sor­ten und wir haben sie auch schon erfolg­reich im Frei­land gehabt. Da wir dort wo wir sie gekauft haben Töpf­chen mit meh­ren Pflan­zen bekom­men haben, wird es auch von ihr zwei Pflan­zen wie­der drau­ßen im Gemü­se­gar­ten zusätz­lich geben.

Pfaffenhütchen-Gespinstmotte (Yponomeuta cagnagella)

Die Pfaf­fen­hüt­chen-Gespinst­mot­te (Ypo­no­me­u­ta cagna­gel­la) ist ein Schmet­ter­ling (Nacht­fal­ter) aus der Fami­lie der Gespinst- und Knos­pen­mot­ten (Ypo­no­me­uti­dae).

Die Pfaf­fen­hüt­chen-Gespinst­mot­te ist ein sehr klei­ner mit einer Flü­gel­spann­wei­te von 18 bis 24 Mil­li­me­tern.

Die­se Art ist in Euro­pa weit ver­brei­tet und vor­al­lem auf kalk­hal­ti­gen Böden anzu­tref­fen wo ihre Wirts­pflan­zen gedei­hen.  Oder wie bei uns, an dem klei­nen Pfaf­fen­hüt­chen das wir an unse­rer Hecke gepflanzt haben.

Das Pfaf­fen­hüt­chen ist die die Haupt­nah­rungs­pflan­ze die­ser Gespinnstmot­ten Art. Sie legt ihre Eier in Grup­pen von 50 bis 100 Stück an den Zwei­gen der Rau­pen­nah­rungs­pflan­zen ab.

Die Eirau­pen über­win­tern nor­ma­ler­wei­se, um dann im Mai des nächs­ten Jah­res in einem end­stän­di­gen Blatt zu minie­ren, wel­ches dadurch ver­welkt. Von Mai bis Juni leben die Rau­pen gesel­lig in weit­läu­fi­gen fei­nen Gespins­ten, wobei häu­fig gan­ze Büsche über­zo­gen und ent­blät­tert wer­den. Die Rau­pen bena­gen die Rin­de der Zwei­ge. Sie stel­len das Fres­sen unge­fähr vier bis fünf Tage vor der Ver­pup­pung ein. Die Ver­pup­pung fin­det von Juni bis Juli in einem dich­ten wei­ßen Sam­mel­ge­spinst statt. Die senk­recht hän­gen­den Kokons sind nur undeut­lich aus­ge­bil­det und von­ein­an­der getrennt. Sie schlüp­fen 10 bis 20 Tage nach der Ver­pup­pung.

Jetzt hof­fen wir mal das auch unser noch sehr klei­ner Busch den Kahl­frass der Rau­pen über­le­ben wird. Wie man an dem Bild glaub ich ganz gut erken­nen kann, es ist eigent­lich nichts mehr dran an unse­rem Pfaf­fen­hüt­chen.

Gartenmelde (Atriplex hortensis)

Die Gar­ten­mel­de (Atriplex hor­ten­sis) ist eine Pflan­zen­art aus der Fami­lie der Fuchs­schwanz­ge­wäch­se (Ama­ran­t­haceae).

Die Gar­ten­mel­de ist eine der ältes­ten Kul­tur­pflan­zen und wur­de im Jahr 2000 vom NABU zur Nutz­pflan­ze des Jah­res gewählt.  Seit alters­her wird sie als Gemü­se, Salat, Hei- und Fär­ber­pflan­ze ver­wen­det.

Sie ist eine ein­jäh­ri­ge krau­ti­ge Pflan­ze, die eine Wuchs­hö­he bis zu 2,5m errei­chen kann. Die wech­sel­stän­dig ange­ord­ne­ten Laub­blät­ter sind in Blatt­stiel und Blatt­sprei­te geglie­dert. Die läng­lich-ova­len bis drei­ecki­gen Blät­ter errei­chen eine Län­ge von 5 bis 25 Zen­ti­me­tern und einer Brei­te von 3 bis 18 Zen­ti­me­tern. Im Lau­fe der Aus­bil­dung von Blü­ten und Samen ver­än­dert sich die Blatt­form hin zu schma­le­ren ova­len Blät­tern.

Es gibt ver­schie­den­far­bi­ge Zucht­for­men der Gar­ten­mel­de, wie grün, gelb und rote Varie­tä­ten.

Die Gar­te­mel­de blüht zwi­schen Juli bis Sep­tem­ber. Die grü­nen oder roten Blü­ten sind männ­lich, weib­lich oder zwitt­rig.

Ver­brei­tet ist die Gar­ten­mel­de in ganz Euro­pa, über das gan­ze Mit­tel­meer­ge­biet bis nach Chi­na. Ihre Hei­mat ist Vor­der­asi­en und der Ori­ent. Archäo­lo­gi­sche Fun­de las­sen dar­auf schlie­ßen, dass sie bereits seit Jahr­tau­sen­den kul­ti­viert wird. Als Wild­form wird die Art Aucher-Mel­de (Atriplex auche­ri )ver­mu­tet, die in Mit­tel­asi­en vor­kommt.

Schon bei den Grie­chen war die Gar­ten­mel­de eine kul­ti­vier­te Nutz­pflan­ze, die mit den Römern ihren Weg bis zu uns gefun­den hat. Die frü­hes­te Beschrei­bung stammt von Theo­phrastos von Ere­sos (371–287 v. Chr.).

Die Ver­wen­dung der Gar­ten­mel­de als Nah­rungs­mit­tel in Euro­pa wur­de erst durch Ein­füh­rung des Spi­nats um etwa 1200 zurück­ge­drängt.

Inhalt­stof­fe:

Die Gar­ten­mel­de ist reich an Vit­ami­nen (A, C), Mine­ral­stof­fen (Kal­zi­um, Kali­um, Magne­si­um, Phos­phor) und Pro­te­in. Wie beim Spi­nat auch ent­hält die Gar­ten­mel­de Oxal­säu­re, aber in gerin­ge­rer Men­ge als der Spi­nat.

Kul­ti­vie­rung:

Die Samen wer­den in Direkt­saat ab Febru­ar mit 30 bis 60 cm Abstand an offe­ner Stel­le 2 cm tief in den Boden gesteckt, spä­ter wird aus­ge­dünnt. Die Gar­ten­mel­de wird als Jung­pflan­ze ver­wen­det, also etwa nach 40 bis 60 Tagen je nach Wet­ter. Eine wie­der­hol­te Aus­saat ist daher sinn­voll. Bei vol­ler Son­ne wächst sie am bes­ten, braucht dann aber auch ent­spre­chend Was­ser — bei tro­cke­nem Wet­ter wach­sen die Pflan­zen lang­sa­mer und bil­den frü­her Samen.

Die Gar­ten­mel­de wird häu­fig von Blatt­läu­sen befal­len. Ein Pro­blem das bei uns auch regel­mä­ßig auf­tritt. Aktu­ell pro­bie­ren wir es mit Brenn­nes­sel­jau­che zu besprü­hen.

In die­sem Jahr (2019) haben wir kei­ne Gar­ten­mel­de gesät, aber da Arvid in den letz­ten 3–4 Jah­ren immer mal wie­der ver­schie­de­ne Sor­ten hat­te spros­sen im Früh­jahr mal wie­der über­all im Gemü­se­gar­ten Jung­pflan­zen. Wir haben sie jetzt ein­fach mal über­all da wo sie uns gera­de nicht stö­ren ste­hen las­sen. Eine ein­zi­ge rote Pflan­ze ist sogar gewach­sen, kei­ne Ahnung war­um. Die rote Sor­te gab es mal vor 3. Jah­ren hier.

Wir ver­wen­den die jun­gen Blät­ter sehr ger­ne im Salat und ansons­ten ver­wen­den wir sie als Gemü­se, ähn­lich wie Spi­nat.

Porree und Lollo Rosso (2019)

Auf dem Früh­jahrs-Pflan­zen­markt im Hes­sen­park haben wir je 5 Pflan­zen Por­ree und Lol­lo Ros­so gekauft und abwech­selnd in eine Bee­trei­he gepflanzt. Haben wir bei­des noch nicht gehabt und mal schau­en sie sol­len ja gute Beet­nach­barn sein,  soweit ich gele­sen habe.

Seit zwei Wochen sit­zen sie nun im Beet und  leben noch, also wir sind gespannt wie sich die­se  Misch­kul­tur ent­wi­ckeln wird.

Motorsense mit Dickichtmesser

Habe die Tage mal den Faden­kopf gegen das Dickicht­mes­ser getauscht. Ich woll­te ein­fach mal das Dickicht­mes­ser aus­pro­bie­ren bevor ich mich dem­nächst mal dar­an mache das Gestrüpp hin­ter dem Gar­ten kurz zu mähen.

 

So lang­sam macht es mir mit der Motor­sen­se mehr Spaß auf unse­rem schon recht schma­len Rasen­stück, als wenn ich da mit dem Rasen­mä­her drü­ber muss und da immer rum­ran­gie­ren muss mit dem Ding. Es klappt also immer bes­ser mit dem Umgang mit der Motor­sen­se.

Die Wie­se ist ja wei­ter­hin eh immer noch eher ein Ungraut­feld.  Aber da wir jetzt einen Teil unse­res Gemü­ses auf die vor­de­re Wie­se ver­bannt haben, wird eh ein Teil der Wie­se wei­te­rer Anbau­flä­che zum Opfer fal­len.

Brennnessel-Jauche

Her­stel­lung und Ver­wen­dung von Brenn­nes­sel-Jau­che:

Wir nut­zen zum Dün­gen unse­res Gemü­ses, beson­ders der Stark­zeh­rer selbst­ge­mach­te Brenn­nes­sel-Jau­che.

Her­stel­lung:

Wir ver­wen­den ein 30L Maischefass, das wir mit grob geschnit­te­nen Brenn­nes­sel Stän­geln locker befül­len. Ver­wen­den kann man hier­für die gesam­ten über­ir­di­schen Pflan­zen­teil. Häu­fig wird gesagt man sol­le dar­auf ver­zich­ten die Samen­stän­de mit in die Jau­che zu geben, aus Angst die Samen könn­ten den Jau­che­pro­zess über­ste­hen und man wür­de sich so vie­le Brenn­nes­seln ins Beet holen. Dazu kann ich bis­her noch nichts sagen, ich habe es noch nicht pro­biert.

Zu den Brenn­nes­seln gibt man 1Kg Urge­steins­mehl, wel­ches auch ver­hin­dert das die Jau­che unan­ge­nehm anfängt zu stin­ken. Dann füllt die Ton­ne mit nicht zu kal­tem Brun­nen- oder Regen­was­ser auf und rührt das gan­ze gut durch.

Die Ton­ne stellt man an einen war­men, son­ni­gen Platz und deckt sie etwa mit einem Git­ter oder Netz ab, damit kei­ne Tie­re hin­ein­fal­len und ertrin­ken kön­nen. Wir haben uns ein­fach damit behol­fen den Deckel des Maischefas­ses mit ein paar Löchern zu durch­boh­ren. Oben auf die Brenn­nes­seln haben wir einen Stein gelegt, damit das Kraut auch gut unter Was­ser bleibt.

Die Jau­che soll wäh­rend des Gär­pro­zes­ses regel­mä­ßig, am bes­ten sogar täg­lich, umge­rührt wer­den. Der Gär­pro­zess lässt sich sehr gut anhand der Schaum- und Bla­sen­bil­dung erken­nen. Wenn die Jau­che nach eini­ger Zeit kei­ne Bla­sen mehr bil­det ist der Pro­zess abge­schlos­sen und die Jau­che ist fer­tig.

Inhalts­stof­fe:

Die Brenn­nes­sel lagert gro­ße Men­gen an Stick­stoff ein, sowie Phos­phor und diver­se Spu­ren­ele­men­te wie Kali­um und Eisen. Wäh­rend des Gär­pro­zes­ses wer­den die­se Inhalts­stof­fe aus der Pflan­ze her­aus­ge­löst und in das Was­ser abge­ge­ben, auf die­sem Pro­zess beruht die Dün­ge­wir­kung der Brenn­nes­sel-Jau­che.

Ver­wen­dung:

Zur Dün­gung der Stark­ze­her, wie etwa Kreuz­blüt­ler (z.B. Kohl), Nacht­schat­ten­ge­wäch­se (z.B. Toma­ten, Tabak), Kür­bis­ge­wäch­se (z.B. Gur­ken, Zuc­chi­ni), Rüben (z.B. Man­gold, Rote Bee­te) oder auch Lauch, Möh­ren u.a., setzt man eine Ver­dün­nung von 1:10 ( 1l Jau­che auf 10l Was­ser) an. Die­se wird dann mit der Gieß­kan­ne an die Pflan­zen gebracht.

Schäd­lings­be­kämp­fung:

Mit Brenn­nes­sel-Jau­che kann man auch gegen Schäd­lin­ge wie Blatt­läu­se, Amei­sen und auch Mehl­tau ver­wen­den, da sie eine anti­fun­ga­le Wir­kung hat. Hier­für die Jau­che in eine Sprüh­fla­sche fül­len und damit die Blatt­läu­se oder den Mehl­tau besprü­hen.

Illus­tra­ti­on: Otto Wil­helm Tho­mé (1840 — 1925)

Kohl im Folien-Pflanztunnel

Wir wol­len es die­ses Jahr das ers­te Mal mit Kohl pro­bie­ren. Mal mit ein paar Pflan­zen nur, da wir schon etwas Beden­ken wegen dem Auf­wand haben den die Kohl­flie­gen ger­ne berei­ten.

So haben wir Anfang Mai eine Rei­he blau­en Kohl­ra­bi direkt ins Frei­land gesät. Es sind klei­ne Pflan­zen gekom­men und die ers­ten Blät­ter wur­den schon gleich ange­fres­sen, kaum das sie aus der Erde her­aus gelugt haben. Aber immerhn fünf Pflänz­chen haben das Über­lebt.

Also fix im Bau­markt einen Foli­en-Pflanz­tun­nel mit vier Draht­bü­geln mit­ge­nom­men um die Pflan­zen abde­cken zu kön­nen.

Da nun ja unter dem Tun­nel noch frei­er Platz ist haben wir auf dem Pfan­zen­markt im Hes­sen­park noch 6 Schwarz­kohl Jung­pflan­zen mit­ge­nom­men. Die Emp­feh­lung mal unbe­dingt den Schwarz­kohl zu pro­bie­ren beka­men wir letz­ten Monat am NABU-Stand auf der grü­nen Bör­se des Pal­men­gar­ten in Frank­furt.

Ein biss­chen Horn­spä­ne haben sie noch als Dün­ger bekom­men und haben nun alle ein Plätz­chen unter der Pflanz­fo­lie.

Wir hof­fen das der Pflanz­fo­li­en­tun­nen nicht auch einen Frei­flug­schein macht wie das Popup-Gewäch­säu­schen im letz­ten Monat.

Die Folie hat nur vier dün­ne Draht­bö­gen und zwei Zelt­ha­ken, die sie hal­ten sol­len. So ein Quatsch, das hält die Folie doch nie­mals am Boden. Wir haben sie nun rund­um mit Stei­nen und an der Sei­te wo wir sie zum Öff­nen anhe­ben mit dem Beet­brett beschwert. Nun müs­sen wir schau­en ob die­se Kon­struk­ti­on zum einen sich nicht vom Wind ver­we­hen lässt und zum ande­ren wirk­lich die Kohl­flie­gen fern hält.

Was´n Das? Da wächst ein Objekt!

Was´n Das da? War­um ist das so? … und wo kommt das her …

Wir waren am letz­ten Sams­tag im Hes­sen­park auf dem Pflan­zen­markt. Die­ses Jahr soll­te es auch ein biss­chen Gar­ten­de­ko wer­den und nicht nur Pflan­zen. Dafür hat Clau­dia extra was ange­spart. Neben­bei woll­te sie noch ein Flecht­körb­chen für die Ern­te unse­rer Kräu­ter haben, da die sonst immer beim Heim­trans­port irgend­wo rein­ge­quetscht wer­den.

Ok, also war­um nicht auf dem Pflan­zen­markt nach einem sol­chen Körb­chen schau­en. Unse­ren gefloch­te­nen gro­ßen Ern­te­korb haben wir güns­tig im letz­ten Jahr auch dort gekauft.

Aber das ers­te wo wir dran hän­gen geblie­ben sind waren selt­sa­me Flecht-Objek­te aus Wei­de, die aus alten Milch­papp­tüten wuch­sen. Wir in etwa so: “Was´n Das da? War­um ist das so und muss das so?

Ja und wie ist das so mit selt­sa­men Objek­ten? Kennt man ja auch von so Shop­ping-Tou­ren in gewis­sen Schwe­di­schen Möbel­häu­sern. Da gibt es auch immer selt­sa­me Objek­te, die man kauft und eigent­lich nicht so genau weis war­um und vor­al­lem was man damit will.

Genau, man kann es sich schon den­ken. Wir haben das wach­sen­de Wei­den-Objekt jetzt neben der Gar­ten­hüt­te ste­hen.

Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium)

Der Hirsch­zun­gen­farn (Asple­ni­um sco­lo­pen­dri­um) ist eine Pflan­zen­art aus der Fami­lie der Strei­fen­farn­ge­wäch­se (Asple­niaceae).  Durch sei­ne ganz­ran­di­gen Blatt­we­del ist der Hirsch­zun­gen­farn leicht von allen ande­ren euro­päi­schen Far­nen zu unter­schei­den, die in der Regel ein- bis mehr­fach gefie­der­te Wedel auf­wei­sen.

Die Hierschzun­ge ist eine aus­dau­ernd wach­sen­de mehr­jäh­ri­ge Pflan­ze. Aus ihrem Wur­zel­stock wach­sen unge­teil­te, ganz­ran­di­ge, läng­lich-zun­gen­för­mi­ge, am Grund über dem Blatt­stiel herz­för­mi­ge, vor­ne ver­schmä­ler­te und zuge­spitz­te, glän­zend grü­ne Blatt­sprei­ten, wel­che 15 bis 45 (sel­ten über 60) Zen­ti­me­ter groß wer­den kön­nen.

An der Unter­sei­te der win­ter­grü­nen Blät­ter befin­den sich sich läng­lich-linea­le, rost­bräun­li­che Dop­pel-Sori (Grup­pen von Spo­ran­gi­en, wel­che die Spo­ren ent­hal­ten), die schräg zur Mit­tel­rip­pe par­al­lel über die Sei­ten­ner­ven ange­ord­net sind. Die Spo­ren­rei­fe fin­det in den Mona­ten Juli bis Sep­tem­ber statt.

Hirsch­zun­gen­farn kommt beson­ders an lich­ten bis schat­ti­gen, sicker­feuch­ten, nord­ex­po­nier­ten Steil­hän­gen kalk­bö­di­ger, basen- und humus­rei­cher Schlucht­wäl­der mit Eschen, Ahorn und Lin­den vor.

Hirsch­zun­gen­farn steht unter Natur­schutz (u. a. „beson­ders geschützt“ nach der Bun­des­ar­ten­schutz­ver­ord­nung) und steht auf der “roten Lis­te”.

Die Blät­ter der Hirsch­zun­ge (oder latei­nisch sco­lo­pen­dria in der phar­ma­zeu­ti­schen Lite­ra­tur des Mit­tel­al­ters) fan­den frü­her als Wund­mit­tel und bei Milz­krank­hei­ten Ver­wen­dung.

Es gibt zahl­rei­che in Gär­ten kul­ti­vier­te Zier­for­men der Hirsch­zun­ge und wir haben unse­re Hirsch­zun­ge bei einem spe­zia­li­sier­ten Farn-Züch­ter gekauft. Den wir 2019 auf dem Pflan­zen­markt im Hes­sen­park getrof­fen haben.

Illus­tra­ti­on: Otto Wil­helm Tho­mé (1840 — 1925)