2. Wachtel Kunstbrut 2020 (SSC Blue Selection)

Nach­dem aus unse­rer 1. Kunst­brut in die­sem Jahr nur 3. Wach­teln (1/2) ent­stan­den sind, war das ja doch etwas wenig. Gera­de für Ter­ror unse­ren Hahn sind 2 Hen­nen deut­lich zu wenige.

Daher waren wir ja zur Vogels­ber­ger Wach­tel­zucht gefah­ren und hat­ten spon­tan drei Gold­spren­kel Hen­nen gekauft. Aber der eigent­li­che Grund war das wir Brut­ei­er woll­ten und das letz­te Mal hat der Ver­sand mit der Post ewig lan­ge gedau­ert. Das hat­te den Brut­ei­ern ganz offen­sicht­lich nicht gut bekommen.

Also hat­ten wir auch 12 Brut­ei­er in der Far­be “SSC Blue Selec­tion” gekauft und direkt mit­ge­nom­men. Zwei hat­ten sie zuviel ein­ge­packt, die hat­ten wir dann so noch mit­be­kom­men. Also konn­ten wir mit 14. Brut­ei­ern heimfahren.

Es wur­de eigen­lich ein Groß­ein­kauf, wir haben Fut­ter, Zube­hör und noch einen extra Hygro­me­ter gekauft. Mit dem Hygro­me­ter erhof­fen wir uns die Feuch­tig­keit noch­mal genau­er mes­sen zu kön­nen im Flächenbrüter.

Es war schon sehr inter­es­sant mal so einen gro­ßen Händ­ler von Wach­tel und Hüh­ner Zube­hört zu besu­chen und dort zu stö­bern. Jetzt auch nicht so weit weg das man nicht mal hin­fah­ren kann, ist also sicher das wir wie­der­mal hinfahren.

Wach­tel­brut-Tage­buch:

Nach Ankunft der Brut­ei­er haben wir sie, auf der Spit­ze lie­gend, erst­mal 24 Std. ruhen las­sen. Bevor wir sie in den Brut­au­to­ma­ten ein­ge­legt haben. Der Auto­mat hat­te natür­lich wie­der eine ange­mes­se­ne Vor­lauf­zeit, damit sich Tem­e­ra­tur und Feuch­tik­eit ein­spie­len können.
09.07.2020 — haben wir die 14 SSC Blue Selec­tion Brut­ei­er auf der Wen­de­h­or­de des Brut­au­to­ma­ten plat­ziert. Dann sol­len die Eier ja auch die 60 Std. im Brü­ter ruhen, danach wer­den sie 2x täg­lich gewen­det. Wir hal­ten uns dabei an die Bedie­nungs­an­lei­tung unse­res BRUJA 400 D.
Täg­lich kon­trol­lie­ren wir nun Tem­pe­ra­tur und Feuch­tig­keit. Bei Bedarf wer­den die Was­ser­rin­nen nach­ge­füllt und ein­mal am Tag wird der Brü­ter für 10. min. zum Lüf­ten geöffnet.
18.07.2020 — Heu­te wur­den die Brut­ei­er, mit­tels Spalt­lam­pe, geschiert. Von 14 Eiern waren 11 Stück befruch­tet. Das ist doch schon mal eine sehr gute Quo­te. Ich den­ke das sel­ber holen und nicht über den Post­weg zusen­den las­sen bringt einiges.

23.07.2020 — Die Brut­ei­er wur­den auf die Schlupf­hor­de umge­legt, nun bleibt der Brü­ter zu und wir war­ten auf den Schlupf der Küken.

Ab jetzt muss auch die Luft­feuch­tig­keit deut­lich, laut unse­rem Brü­ter auf 70–75%, erhöht werden.
27.07.2020 — Heu­te waren dann die Küken alle da. Sie sind die­ses Mal über Nacht geschlüpft.
Aus allen 11. befruch­te­ten Eiern ist ein Küken geschlüpft. Lei­der hat­te eines sehr gro­ße Schwie­rig­kei­ten mit sei­ner recht dicken Eischa­le und brauch­te sehr lan­ge für den Schlupf. Die­se Küken muss­ten wir nach dem Schlupf lei­der auch erlö­sen. Da es nicht nur, nicht lau­fen konn­te, es hat­te auch ande­re moto­ri­sche Aus­fäl­le und konn­te sei­nen Kopf nicht anheben.
Alle ande­ren Küken sind wohl­auf und schon sehr mun­ter. Wir hat­ten natür­lich auch in die­sem Schlupf wie­der eine “Schrei­kind” dabei, dass solan­ge geplärrt hat bis man es end­lich aus dem Brü­ter raus­ge­holt hat.
Es war eine her­vor­ra­gen­de Schlupf­quo­te, wir sind echt begeis­tert. Das wird jetzt span­nend wie­vie­le Häh­ne sich dar­un­ter befinden.
Nach­dem wir Küken aus dem Brü­ter geholt haben kamen sie in die, wie­der vor­be­rei­te­te, Küken­box. Die ers­ten zwei Wochen wie­der auf Küchen­pa­pier und natür­lich wie­der mit der Kunst­glu­cke (Wär­me­plat­te).
Als Fut­ter gibt es in der Anfangs­pha­se wie­der den Kücken­star­ter, getrock­ne­ten Ore­ga­no und Blau­mohn. Dazu immer mal ein hart gekoch­tes Ei. Das hat bei der letz­ten Kunst­brut ja auch sehr gut funktioniert.
Spä­ter wer­den die Küken auch regel­mä­ßig Vit­amin B und Ore­ga­no-Öl über das Trink­was­ser erhalten.
Vit­amin B, Ore­ga­no-Öl und Apfel­es­sig gibt es auch für die gro­ßen Wach­teln bei uns regel­mä­ßig. Damit fah­ren wir bis­her sehr gut und hat­ten noch kei­ne der Man­gel­er­schei­nun­gen, von denen wir so häu­fig bei ande­ren Wach­tel­bru­ten gehört haben.
Die Wär­me­plat­te haben wir schräg gestellt, da sie immer zum Rücken der Küken rei­chen soll und die ja oft unter­schied­lich groß sind. Die Plat­te wird auch täg­lich etwas nach oben ver­stellt um sozu­sa­gen mitzuwachsen.
Die Zeit ver­geht wie­der wie im Flu­ge, die klei­nen Scheis­ser wach­sen und die Federn sprie­ßen. Bald ist es dann soweit sie dür­fen Tags­über schon mal Frisch­luft schnappen.
Dann kön­nen sie auch bald ganz raus auf den Bal­kon und sich an das Leben drau­ßen gewöh­nen. Ihre Fähig­kei­ten des im Ein­streu schar­rens, sand­ba­dens trai­nie­ren und an ver­schie­de­ne Fut­ter­quel­len gewöhnen.
Groß sind sie schon gewor­den, rich­ti­ge jun­ge Wach­teln. Sehr leb­haft und wenig Schreck­haft sind sie, der Groß­stadt Bal­kon här­tet offen­bar tüch­tig ab.
Bald ist es soweit und aus dem Wach­tel Kin­der­gar­ten sind Teen­ager gewor­den und sie wer­den in den Gar­ten umziehen.
Aber erst­mal wer­den wir durch­se­hen was sich alles als Hahn outet, die blei­ben erst­mal auf dem Bal­kon. Zumin­dest alles was zu vie­le wer­den, einen wer­den wir aber wohl behalten.
Zwei der Hen­nen, eine Tenebro­sus und eine Hell­graue, die sich sehr gut ver­ste­hen, wer­den zu Ter­ror und sei­nen Tenebro­sus und Gold­spren­kel Hen­nen ins Gehe­ge ziehen.
Die rest­li­chen Hen­nen zie­hen erst­mal in den Küken­stall, bis das sich im Bau befind­li­che zwei­te Wach­tel Gehe­ge fer­tig ist.
Wir haben uns also einen Tag Zeit genom­men und immer eine Wach­tel aus dem Bal­kon Gehe­ge genom­men und allei­ne ins Wohn­zim­mer gesetzt. Das hat super funk­tio­niert, denn sie woll­ten alle frü­her oder spä­ter zu ihren Geschwis­tern und die Häh­ne haben das alle brav mit Krä­hen kund getan. Auch wenn sie vor­her noch nie gekräht haben, bis auf den ganz wei­ßen (John Schnee genannt). Der war das Schrei­kind und hat sich als sehr domi­nant allen ande­ren gegen­über gezeigt. Am Ende der Test­rei­he hat­ten wir 5 Häh­ne und 5 Hen­nen. Also wie­der eins á den 50% Schnitt erreicht bei die­sem Schlupf.
Bil­der­ga­le­rie unse­rer zwei­ten Kunst­brut: (KLICK)

Bilder: 2. Wachtel Kunstbrut 2022 (SSC Blue Selection)

Foto­al­bum zu unse­rer zwei­ten Wach­tel Kunst­brut im Jahr 2022. Aus den SSC Blue Selec­tion Eiern sind  sind 10 Küken erfolg­reich geschlüpft.

Schlupf:

 

Küken­heim:

Die Küken kom­men auf den Bal­kon und zie­hen dann in den Gar­ten. Acht Küken bewoh­nen dort erst­mal das Küken­ge­he­ge und zwei Hen­nen (Tenebro­sus und Hell­blau) sind zu unser Tenebro­sus Grup­pe aus der 1. Kunst­brut gezo­gen. Sie haben sich auch sehr gut dort eingefunden:

 

Wachtelgehege Einzug (2020)

20. August 2020 — Die jun­gen Wach­teln aus unse­rer ers­ten Kunst­brut und die drei zuge­kauf­ten Gold­spren­kel Hen­nen konn­ten Heu­te in das neu gebau­te Wach­tel-Gehe­ge einziehen.

Nach­dem wir das Gehe­gen end­lich fer­tig gebaut hat­ten, haben wir es ein­ge­rich­tet und mit Natur­bo­den, Rin­den­mulch und Hanf­ein­streu in der Box ein­ge­streut. Dazu haben wir eini­ge Häus­chen und Nes­ter, die wir neu gekauft haben, mit Heu bestückt.

Für die Was­ser- und Fut­ter­spen­der haben wir klei­ne Haken in die Decke gemacht um sie aufzuhängen.

Nun kön­nen die Wach­teln ein­zie­hen. Sie haben die Fahrt in den Gar­te in der Trans­port­box sehr gut über­stan­den. Sie haben sich ganz ent­spannt her­aus­ho­len und ins Gehe­ge set­zen las­sen. Erstaun­lich wie ent­spannt sie dabei sind, über­haupt nicht ängst­lich haben sie ihr neu­es Zuhau­se gleich mal aus­ge­kund­schaf­tet und sich dann über das Fut­ter her gemacht.

Ter­ror hat auch gleich mal eine Mot­te erbeu­tet, die sich ins Gehe­ge ver­irrt hat­te. Erstaun­li­cher­wei­se hat er sie nicht gefres­sen son­dern sei­ne Mädels geru­fen und die haben die Mot­te bekom­men. Er ist echt ein total tol­ler lie­ber Hahn.

Auch das Aus­lauf­git­ter haben wir an das Gehe­ge ange­stellt und die Tür geöff­net. Damit die Wach­teln auch das ers­te Mal Gras ent­de­cken konnten.

 

Auch die­sen zusät­li­chen Aus­lauf haben sie spon­tan angenommen.

 

 

 

 

Bil­der:

Wachtelgehege bauen 2020

Unse­re Wach­teln sol­len ein Gehe­ge im Gar­ten bekom­men. Das Küken­ge­he­ge wird deut­lich zu klein und die Wach­teln brau­chen mehr Platz.

Arvid hat beim abend­li­chen Gas­si neu­lich auf dem Sperr­müll ein altes Schuh­re­gal aus Holz gefun­den. Das ist sehr sta­bil und die Idee das als Box umzu­bau­en, damit die Wach­teln einen geschütz­ten Rück­zugs­ort im Gehe­ge haben war sofort da. Also haben wir uns das Teil mit­ge­nom­men und es erst­mal ordent­lich mit Lein­öl behandelt.

Dann kam hin­ten eine Klap­pe dran, als öffen­ba­re Rück­wand. Vor­ne haben wir auch ein Brett ein­ge­schraubt mit einer klei­ne­ren Öff­nung, als Durch­schlupf. Eine Git­ter­tür haben wir dar­an ange­bracht, falls wir es mal ver­schlie­ßen müs­sen. Da wir das Gehe­ge mobil bau­en wol­len. Ein kür­ze­res Brett haben wir in die Box ein­ge­baut, als Wind­fang. Damit die Tie­re sich dort auch zug­frei auf­hal­ten kön­nen. Außen her­um kam wie­der Volie­ren­draht, wegen der Rat­ten. Als Wet­ter­schutz bekam die Box noch ein Welldach.

Dann kam Teil zwei mit dem eigent­li­chen Gehe­ge. Wir haben im Bau­markt einen 10er Pack Dach­lat­ten gekauft und aus die­sen das Gerüst für das Gehe­ge gebaut. Das soll ja, wenn es nicht die 2m Meter hat in denem man selbst lau­fen kann, nicht über 50cm hoch wer­den. Da sonst die Ver­let­zungs­ge­fahr der Wach­teln, bei evtl. Auf­flie­gen, zu groß ist. Also haben wir uns an die­se 50cm Vor­ga­be gehal­ten und das Gehe­ge in die­ser Höhe gebaut, für die Gehä­ge Län­ge haben wir die kom­plet­te 3m Län­ge der Dach­lat­ten genutzt. Auch das Gerüst haben wir natür­lich mit Lein­öl behan­delt. Eine klei­ne Sei­ten­tür haben wir noch ein­ge­baut um die Wach­teln immer mal auf die Wie­se las­sen zu kön­nen, wofür wir eine Kanin­chen Aus­lauf­git­ter zum anstel­len haben.

die Rück­wand des Gehe­ges haben wir Wind und Wet­ter geschützt mit zwei OSB Plat­ten. Danach haben wir den Boden und die rest­li­chen Sei­ten­wän­de mit Volie­ren­draht bespannt, auch über die OSB Plat­ten umd den Rat­ten kei­ne heim­li­chen Ansatz­punk­te zu bieten.

Als Abschluss haben wir das Dach gemacht, aus vier Tei­len alle als Klap­pen. Damit man zum Säu­bern auch über­all gut ran kommt.

Die bei­den hin­te­ren Klap­pen haben wir aus OSB Plat­ten gemacht, damit der hin­te­re Teil des Gehe­ges etwas mehr Wet­ter­schutz bie­tet. Die vor­de­ren Klap­pen wur­den mit Volie­ren­draht bespannt, damit es auch aus­rei­chend hell im Gehe­ge ist.

Zu guter Letzt haben wir die Box und das Gehe­ge mit­tels Schar­nie­ren ver­bun­den. Somit lässt sich das Gehe­ge bei Bedarf aus­ein­an­der bau­en und auf dem Grund­stück auch auf einen ande­ren Platz stellen.

Wir sind nun also gespannt wie gut es mit unse­rem Selbst­bau Gehe­ge klap­pen wird.

Bil­der: