In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal versucht, den Steirischen Ölkürbis (Cucurbita pepo subsp. pepo var. styriaca) anzubauen.

Schon seit einiger Zeit hatte ich darüber nachgedacht, einmal Kürbis nicht in erster Linie wegen des Fruchtfleisches, sondern zur Gewinnung der Kürbiskerne anzubauen. Als ich dann eher zufällig Bio-Saatgut vom Steirischen Ölkürbis entdeckte, habe ich die Gelegenheit genutzt und eine Tüte Saatgut gekauft.
Wir haben schließlich drei Pflanzen gesetzt. Die Entwicklung der Pflanzen hat uns dabei durchaus überrascht. Alle drei sind sehr gut gewachsen und bildeten zahlreiche lange Ranken mit ausgesprochen großen Blättern. Viel Aufmerksamkeit haben wir ihnen nicht geschenkt. Lediglich in der ersten Zeit wurden die Pflanzen einige Male gegossen, danach konnten sie sich weitgehend selbst überlassen werden.

Das Beet hatten wir bereits zu Beginn des Jahres vorbereitet und dabei Pferdemist vom Nachbarhof eingearbeitet. Bei der Pflanzung bekamen die jungen Kürbispflanzen zusätzlich etwas Schafwolle mit ins Pflanzloch. Die Wolle soll nicht nur langsam Nährstoffe liefern, sondern kann im Boden auch Feuchtigkeit halten. In unserem Fall schien sich diese Vorbereitung jedenfalls bewährt zu haben.

Interessanterweise wuchs zwischen den Kürbispflanzen außerdem eine Sonnenblume. Von einigen Sonnenblumensamen, die wir dort ausgesät hatten, war tatsächlich eine Pflanze aufgegangen. Sie entwickelte sich zu einem besonders kräftigen Exemplar mit einer riesigen Blüte, die schließlich zwischen den ausladenden Kürbispflanzen stand.
Nun sind wir natürlich besonders gespannt darauf, wie sich unser erster Versuch bei der Kernbildung und beim späteren Ertrag schlagen wird. Gerade die Frage, wie viele Kerne sich mit nur drei Pflanzen gewinnen lassen, interessiert mich dabei besonders. Wenn die Ernte zufriedenstellend ausfällt, könnte der Steirische Ölkürbis durchaus einen festen Platz in unserem Garten bekommen.


