
Claudia und Arvid waren mal wieder in der Stadt zum Einkaufen und schauten dabei auch bei Samen Andreas vorbei. Im Hinterhof, wo die Stauden und anderen Pflanzen angeboten werden, sahen wir uns etwas um und entdeckten dabei die Kiwipflanzen.
Da wir an unserer Terrasse schon seit Jahren eine Kiwi haben, kamen wir mit dem Chef des Geschäfts ins Gespräch. Von unseren ursprünglichen Kiwipflanzen ist inzwischen leider nur noch eine weibliche Pflanze übrig. Sie wurde noch von Arvids Eltern gepflanzt. Welche Sorte es genau ist, wissen wir heute allerdings nicht. Fest steht nur, dass es sich um eine fremdbefruchtende Sorte handelt und wir deshalb eigentlich eine männliche Pflanze als Bestäuber bräuchten.
Eine solche männliche Kiwi hatte es bei uns allerdings nie lange geschafft – die entsprechenden Pflanzen gingen immer wieder ein. Damit blieb unsere einzelne weibliche Kiwi zwar am Leben, konnte aber natürlich nicht befruchtet werden.
Der Chef von Samen Andreas hatte dafür eine Lösung: Er empfahl uns die selbstbefruchtende Kiwi ‚Jenny‘. Diese kann auch allein Früchte tragen und sollte gleichzeitig unsere bereits vorhandene weibliche Kiwi mitbefruchten können.
Damit war die Entscheidung schnell getroffen: Wir nahmen eine ‚Jenny‘ mit nach Hause.
Dort machten wir uns gleich daran, ihr einen geeigneten Platz an der Terrasse zu bereiten. Zunächst wurde die vorhandene Kiwi etwas zurückgeschnitten. Anschließend lockerten wir das Beet mit der Pendelhacke gründlich auf.

Dabei bekamen wir – wie so oft bei der Gartenarbeit – tatkräftige Unterstützung von unseren Hühnern. Kaum war die Erde gelockert, waren sie zur Stelle. Eifrig wurde gescharrt, nach Käfern und Würmern gesucht und natürlich ganz genau kontrolliert, ob wir Menschen auch alles richtig machten.
Nachdem der Boden vorbereitet war, brachten wir zunächst einen Draht als Rankhilfe an. Anschließend hoben wir das Pflanzloch für die neue Kiwi aus und versahen die Erde noch mit etwas Dünger.

Dann durfte ‚Jenny‘ endlich an ihren neuen Platz.
Nun hoffen wir, dass sie sich gut entwickelt und wir vielleicht irgendwann wieder regelmäßig Kiwis von unserer Terrasse ernten können.


