Neuer Zaun und Wildvogel-Hecke (2020)

Ende März war es end­lich soweit und unser schon län­ger geplan­tes Pro­jekt die alters­schwa­che Pracht-Spier­strauch Hecke zu erneu­ern konn­te begin­nen. Da der Zaun hin­ter der Hecke auch schon völ­lig durch­ge­ros­tet war haben wir den auch gleich mit erneu­ert.

Zaun:

Die Zaun­pfos­ten waren noch gut und fest im Boden ver­an­kert, somit muss­ten wir nur noch einen neu­en Maschen­draht­zaun zie­hen. Also erst­mal mit dem Bol­zen­schnei­der den alten Zaun gekappt und die neue Zaun­rol­le ange­schleppt. Die Zaun­rol­le haben wir als ver­güns­tig­ten Rest­be­stand im Bau­markt im schon Win­ter gekauft.

Dazu noch etwas Spann­draht und drei Draht­span­ner. Ein Ende der Zaun­rol­le haben wir am Eck­pfos­ten ange­rödelt und dann von Pfos­ten zu Pfos­ten aus­ge­rollt, den obers­ten der drei Spann­dräh­te ein­ge­floch­ten und ihn jeweils durch die obe­ren Löcher in den Zaun­pfos­ten gefä­delt. Am Tor­pfos­ten haben wir die Draht­span­ner ange­rödelt und dann dort jeweils nach und nach die Spann­dräh­te ein­ge­baut und fest­ge­spannt.

Das Zaun­zie­hen, von dem wir abso­lut kei­ne Ahnung hat­ten vor­her, hat ganz gut geklappt. Zaun steht, hält fest und wir wis­sen wie wir es beim nächs­ten Mal noch bes­ser machen kön­nen. Aber im Ver­gleich zu den Gar­ten­zäu­nen rechts und links von uns am Weg, waren wir auch nicht dilet­tan­ti­scher am Werk gewe­sen als die Nach­barn.

Da noch eini­ges an Zaun auf der Längs­sei­te zu machen sein wird wer­den wir noch mehr üben kön­nen. Aber das wird ein ande­res Pro­jekt, in dem wir auch noch Zaun­pfäh­le set­zen wer­den müs­sen.

 

Hecke:

Die alte Spier­strauch Hecke ist ja wie schon erwähnt immer weni­ger gewor­den. Daher wur­de sie, als der alte Zaun ab war, ent­fernt wor­den. Bis auf einen klei­nen Rest, wo jun­ge Aus­trie­be unter dem Holun­der Busch hoch kamen, der sich vor eini­ger Zeit in der Hecke breit gemacht hat. Der soll­te ja blei­ben und in die neue Wild­vo­gel-Hecke inte­griert wer­den, da er mitt­ler­wei­le zu einem schö­nen Busch ange­wach­sen ist.

Für das Hecken­ent­fer­nen hat Arvid extra eine gro­ße Wie­de­hopf­haue gekauft, mit der man auch stark ver­dich­te­ten Boden hacken kann und mit der Beil­sei­te Wur­zel­werk durch­tren­nen kann. Sie hat uns dabei sehr gute Diens­te geleis­tet und wir sind viel schnel­ler mit unse­rer Arbeit vor­an gekom­men als wir das erwar­tet haben. Es kommt halt doch immer auf das rich­ti­ge Werk­zeug bei der Arbeit an.

Beim Umgra­ben haben wir ein gro­ßes Pilz Myzel ent­deckt, das sich unter Kom­post und Hecke aus­ge­brei­tet hat und schein­bar aus der Nach­bar­he­cke stammt. Zumin­dest ver­mu­ten wir das. Lei­der wis­sen wir bis­her nicht um was für einen Pilz es sich han­delt, er scheint wei­ße Pilz­köp­fe zu ent­wi­ckeln. Viel­leicht ein grü­ner Knol­len­blät­ter Pilz? Mal abwar­ten ob wir mal aus­ge­wach­se­nen Pil­ze zu Gesicht bekom­men wer­den.

Nach dem Ent­fer­nen der Wur­zel­stö­cke haben wir drei Pflanz­lö­cher gegra­ben, die Erde gelo­ckert, Pflan­zer­de und etwas Horn­späh­ne ver­teilt. Danach den drei neu­en Pflan­zen noch je ein Draht­körb­chen ver­passt, gegen die all­ge­gen­wär­ti­gen Wühl­mäu­se und sie ein­ge­pflanzt.

Nun besteht die neue Hecke aus je einer Gemei­nen Hasel (Corylus avel­la­na), Schwar­zer Holun­der (Sam­bu­cus nigra), Schleh­dorn (Pru­nus spi­no­sa) und einer Zucht­form des Schwar­zen Holun­der Sor­te: “Madon­na” (Sam­bu­cus nigra) mit pana­schier­tem Laub. Eben­falls, neben dem Ein­gangs­tor, in der Hecke erhal­ten geblie­ben ist das hochtäm­mig gezo­ge­ne gewöhn­li­che Pfaf­fen­hüt­chen (Euony­mus euro­paeus).

Nun hof­fen wir das sich unse­re neue Hecke gut ein­lebt und wir bzw. die Vögel spä­ter mal davon was ern­ten kön­nen.

Den Schleh­dorn haben wir aus der Per­ma­kul­tur Erleb­nis Gärt­ne­rei von Jonas Gam­pe, bei dem wir ja schon unse­ren Obst­ge­hölz Schnitt­kurs gemacht hat­ten. Die Hasel­nuss und der Holun­der mit den pana­schier­ten Blät­tern waren eine “Ret­tungs­ak­ti­on” von der Res­ter­am­pe im Bau­markt im Febru­ar. Der ande­re Holun­der und das Pfaf­fen­hüt­chen sind ja selbst gekeimt hier ihm Gar­ten, sozu­sa­gen Wild­wuchs von hier.

Als Unter­be­wuchs der Hecke brei­tet sich aktu­ell der Bär­lauch hin­ter dem Kom­post zwi­schen der Hecke aus.

Unser Zaun und Hecken Pro­jekt:

Mistbeet ohne Umgraben (2020)

Die­ses Jahr pro­bie­ren wir aus Kar­tof­feln auf einem Mist­beet ohne Umgra­ben zu pflan­zen. Die Idee zu die­sem Beet haben wir aus der Per­ma­kul­tu­rel­len Anbau­wei­se.

 

 

Wir haben auf der vor­de­ren Wie­se ein Stück mit Pap­pe abge­deckt, dies soll das wei­ter wach­sen des Gra­ses unter­bin­den. Wich­tig dabei ist das kei­ne Spal­ten zwi­schen den Pap­pe­stü­cken offen blei­ben, daher haben wir die Pap­pe über­lap­pend aus­ge­legt. Evtl. Kle­ber­res­te haben wir natür­lich vor­her ent­fernt. Auch soll­te die Pap­pe mög­lichst unbe­druckt sein. Glück­li­cher­wei­se konn­te Gun­ter da eini­ges an Pap­pe aus der Fir­ma mit­brin­gen.

Danach sind wir mit unse­ren bei­den Schub­kar­ren eini­ge Male zum benach­bar­ten Rei­ter­hof getin­gelt und haben dort Pfer­de­mist mit Stroh abge­holt, den wir dort freund­li­cher­wei­se kos­ten­frei zur Selbst­ab­ho­lung bekom­men haben. Vie­len Dank dafür!

Den Pfer­de­mist haben wir dann dick auf der Pap­pe ver­teilt und dar­über kam dann Kom­post. Da unser Kom­post nicht aus­ge­reicht hat beka­men wir von Artur (Arvids Vater) noch mehr Kom­post.

 

Irgend­wie waren wir dann noch nicht ganz zufrie­den mit dem Ergeb­nis, da es sehr stür­misch wur­de als der Orkan Sabi­ne hier durch­ge­zo­gen ist und das Wet­ter noch eini­ge Tage anhal­ten soll­te. Was das Beet dann lei­der schön über die Wie­se ver­teilt hat. Also haben wir noch schnell im Bau­markt eini­ge Bret­ter gekauft und haben dem Mist­beet noch eine höl­zer­ne Umran­dung gebaut.

Nun ist es ja erst Ende Febru­ar und das Beet kann jetzt noch bis zum April ruhen und wir kön­nen dann unse­re Kar­tof­feln legen.

 

 

 

Mist­beet ohne Umgra­ben:

 

 

Erster Obstbaum Winterschnitt — 20.10.2019

Nach­dem wir den Obst­baum Schnitt­kurs bei Jonas Gam­pe absol­viert haben und dort sehr viel gelernt haben, konn­ten wir uns nun das ers­te Mal an unse­ren drei eige­nen Obst­bäu­men ver­su­chen.

Unse­re Bäu­me sind aktu­ell eine Mira­bel­le, sowie ein sehr alter Zwetsch­gen Baum der vom ursprüng­li­chen Besit­zer hier stammt. Der Zwetsch­gen Baum hat einen etwa 5 Jah­re alten Nach­wuchs­baum, der wahr­schein­lich ein Wur­zel­schos­ser von ihm ist. Falls er nicht aus einem der her­un­ter­ge­fal­le­nen Ker­ne gewach­sen ist. Was evtl. nicht so wahr­schein­lich ist, da die Zwetsch­gen die er 2019 getra­gen hat ziem­lich iden­tisch zum Mut­ter­baum sind. Aber auch der Alt­baum ist evtl. schon ein nicht gepfropf­tes Exem­plar, zumin­dest kann man bei dem alten Baum kei­nen Pro­pf­an­satz erken­nen.

Ganz jung und vom Schnitt dies­mal noch nicht betrof­fen ist ja unse­re klei­ne Maul­bee­re, die sozu­sa­gen unser vier­tes Obst­ge­hölz ist.

Die Mira­bel­le hat Arvids Vater vor ein paar Jah­ren gekauft und auf die vor­de­re Wie­se gepflanzt. Da dort urspüng­lich, noch vom ursprüng­li­chen Besit­zer, ein alter Mira­bel­len Baum stand. Die­ser wur­de lei­der vor ein paar Jah­ren vom Blitz getrof­fen und so zer­stört das er gefällt wur­de.

Die­se Mira­bel­le trägt schon sehr gut, aber wur­de nur mal unre­gel­mä­ßig und ohne wirk­li­che Sach­kennt­nis des Obst­ge­hölz­schnit­tes beschnit­ten von Arvids Vater. Nun haben wir ihn uns näher ange­se­hen und ver­sucht ihn ein wenig nach dem was wir im Kurz gelernt haben zu schnei­den.

Da er eini­ge sehr eng wach­sen­de Äste auf­wies, wel­che auch zum Teil anein­an­der rie­ben was ja lei­der sonst die Rin­de ver­let­zen wür­de.  Also haben wir die­se her­aus­ge­nom­men und ihm mehr Luft ver­passt, sowie geschaut das er eine pas­sen­de Kro­ne bekommt.

In unse­rem Gemü­se­gar­ten hin­ten ste­hen ein­träch­tig neben­ein­an­der, der alte Zwetsch­gen Baum und sein Nach­wuchs Bäum­chen. Der klei­ne Zwetsch­gen Baum hat im letz­ten Jahr nun auch schon brav getra­gen und sei­ne Zwetsch­gen sind genau­so gut wie die des Alt­bau­mes.

Der Alt­baum ist schon durch­wach­sen mit mit dem Pflau­men-Feu­er­schwamm Pilz (Phel­li­nus tuber­cu­lo­sus) und ist Wohn­statt für die Blau­schwar­ze Holz­bie­ne, die ihn schon län­ger bewohnt. Im gro­ßen und gan­zen ist er schon sehr Morsch und vie­le Äste abge­stor­ben, so dass wir ihn nur als Bio­top-Baum erhal­ten. Das heisst Ertrags­schnitt ist für ihn nicht mehr rele­vant, wir schau­en nur das er sta­bil steht und schau­en das er uns nicht in den Zaun fällt.

 

Der­wei­len ist sein Nach­wuchs mitt­ler­wei­le zu einem schö­nen klei­nen Bäum­chen her­an­ge­wach­sen und trägt auch schon die ers­ten Zwetsch­gen. Hier wur­de noch gar kein Erzie­hungs­schnitt gemacht und wir haben uns dem jun­gen Wild­ling nun das ers­te Mal mit der Ast­sche­re genä­hert. Was glau­be ich ganz gut geklappt hat und wir hof­fen uns hier einen wür­di­gen Nach­fol­ger her­an­ge­zo­gen zu haben.

 

 

Unser ers­ter Ver­such unse­re Obst­bäu­me zu schnei­den:

 

Workshop Obstgehölze schneiden mit Jonas Gampe (2019)

Am Sams­tag den 19. Okto­ber 2019 war es soweit wir mach­ten uns auf den Weg in die Grü­ne Lun­ge, zum Work­shop Obst­ge­höl­ze schnei­den bei den Gemü­sehel­din­nen.

Der Kurs wur­de gelei­tet von Jonas Gam­pe einem Per­ma­kul­tur Desi­gner, von Kreis­lauf-Gär­ten, der uns Akti­ve des Gemü­sehel­din­nen Pro­jek­tes in die Grund­la­gen des per­ma­kul­tu­rell ori­en­tier­ten Obst­baum­schnit­tes ein­wei­sen soll­te. In unse­rem spe­zi­el­len Fall also vor allem Arvid und Gun­ter. Clau­dia war mit der

Foto­aus­rüs­tung mit um den Kurs bild­lich für unse­ren Blog und für die Gemü­sehel­din­nen fest­zu­hal­ten.

 

 

 

In der grü­nen Lun­ge ange­kom­men haben wir uns erst­mal mit Jonas bekannt gemacht und er hat uns eini­ges über sich und sei­ne Pro­jek­te erzählt und wir konn­ten auch ein wenig über die Inten­tio­nen und Vor­er­fah­run­gen der ande­ren Kur­teil­neh­mer erfah­ren.

Danach ging es wei­ter mit dem theo­re­ti­schen Teil über Obst­ge­höl­ze und wie ihre Lebens­zy­klus aus­schaut, wie sie wach­sen und die Unter­schie­de ver­schie­de­ner Obstar­ten. Auch erfuh­ren wir wie bedeu­tend ste­hen­des Tod­holz für vie­le Tie­re ist und man daher nicht jeden altern­den ster­ben­den Baum fäl­len muss.

 

 

 

Wir lern­ten die Unter­schie­de erken­nen zwi­schen Frucht­holz und Schos­ser-Trie­ben. Wie sich Pil­ze auf die Bäu­me aus­wir­ken und über Sinn und Unsinn von Schnitt­tech­ni­ken. Sehr anschau­lich zeig­te er uns das alles ein diver­sen alten Obst­bäu­men bei uns in der ent­ste­hen­den Per­ma­kul­tur Gar­ten­an­la­ge der “grü­nen Lun­ge” in Frank­furt.

Wir lern­ten den Umgang mit Ast­sche­re, Klapp­sä­ge etc. und wel­che Werk­zeu­ge sinn­voll im Ein­satz sind bei der Baum­pfle­ge.

An einem jun­gen Wild­wuchs­baum zeig­te er uns was bei Erzie­hungschnit­ten für Jung­bäu­me zu beach­ten ist. Wir durf­ten uns selbst dar­in ver­su­chen wie man einen jun­gen Baum sichert mit Pfahl und wie man ihn kor­rekt dar­an anbin­det.

Alles in allem haben wir sehr vie­le Tipps für unser Pro­jekt erhal­ten, wie wir den alten Baum­be­stand pfle­gen kön­nen und wie wir ihn in Per­ma­kul­tu­rel­ler­sicht wei­ter­ent­wi­ckeln kön­nen. Das größ­te war Jonas Ange­bot im Jahr 2020 mit uns den 72 Std. Per­ma­kul­tur  Design Kurs auf dem Gelän­de der Gemü­sehel­din­nen für uns anzu­bie­ten.

Hier mal die Bil­der vom Kurs, die Clau­dia geknipst hat:

 

Unser Hochbeet

Wir hat­ten ja die Möh­ren die­ses Jahr in einem rela­tiv fla­chen Hoch­beet Kas­ten ange­baut (sie­he Pro­jekt: “Möh­ren im Hoch­beet-Kas­ten”), was im Prin­zip auch erst­mal gut geklappt hat­te — die Erde war dar­in locke­rer vor­zu­brei­ten -, da wir einen recht schwe­ren Boden haben. Aber die Wühl­maus hat sich trotz­dem locker durchs Beet gefut­tert. Nun dann doch noch­mal ab in den Bau­markt und die Erwei­te­rung gekauft, damit es ein rich­ti­ges Hoch­beet wer­den kann.

Ja, ein Hoch­beet war eigent­lich nicht geplant. Unser Boden ist ja in der Regel sehr gut und auch ohne Stei­ne etc., also eigent­lich ide­al zum direkt da hin­ein pflan­zen. Also war­um, wenn man nicht aus gesund­heit­li­chen Grün­den höher lie­gend gärt­nern will, Arbeit, Geld und Recour­cen dafür ver­wen­den. Das war so unse­re ursprüng­li­che Ansicht. Also dann nun doch ein Ver­such mit einem Hoch­beet, man muss ja immer offen sein für neue Erfah­run­gen.

Da wir nun schon Ende Sep­tem­ber hat­ten war die Über­le­gung was man denn evtl. in die­sem Jahr da noch anbau­en könn­te. Wir haben dann schnell noch ein paar Samen­tüt­chen Win­ter-Pos­te­lein (Clay­to­nia per­fo­lia­ta) und Mizu­na (Bras­si­ca rapa var. nipo­s­i­ni­ca)(ein Asia-Salat), sowie Win­ter­kres­se (Bar­barea vul­ga­ris) wel­che wir in den Früh­beet-Kas­ten gesetzt haben, gekauft. Das war unse­re ers­te Bestel­lung die wir beim Gar­ten­ge­mü­se Kiosk gemacht haben. Die sind super nett und wir sind über ihren sehr span­nen­den You­tube Kanal, den wir öfter schau­en, auf sie auf­merk­sam gewor­den.

Um die Pflanz­sai­son noch ein wenig hin­aus­zö­gern zu kön­nen in den Herbst, haben wir uns ent­schlos­sen das Beet nicht ganz bis zum Rand mit Erde zu fül­len, son­dern noch etwas Platz für die Pflan­zen zu las­sen. Auf den Beetrand wur­de dann eine Glas­ab­de­ckung gemacht.

Für die Win­ter Abde­ckung haben wir alte Dop­pel-Glaschei­ben genom­men, wel­che wir kos­ten­los von einem Fens­ter­ma­cher erhal­ten haben. Einen klei­nen Rah­men aus Lat­ten haben wir uns noch zusam­men­ge­schraubt, in wel­chem wir die Schei­ben auf­le­gen kön­nen.

Das Hoch­beet haben wir unten mit einer Schicht Pflan­zen­schnitt von unse­ren herbst­lich abge­stor­be­nen Stau­den gefüllt. Dar­auf ein Gemisch aus Torf­frei­er Bio Pflan­zer­de und Sand. Vor der Aus­saat haben wir noch Horn­spä­ne im Hoch­beet ver­teilt. Danach haben wir dann Mizu­na und Win­ter-Pos­te­lein ein­ge­sät und mit Bren­nes­sel­jau­che ange­gos­sen.

Eine gute Woche spä­ter waren schon die ers­ten klei­nen Pflänz­chen auf­ge­taucht und wir schau­en nun wie sich unse­re ers­te “Win­ter-Kul­tur” ent­wi­ckelt.

 

 

Möhren im Hochbeet-Kasten Kultur 2019

Möh­ren, wir wol­len es mal mit Möh­ren ver­su­chen. Also haben wir ein Päck­chen mit einer bun­ten Möh­ren­mi­schung (oran­ge, vio­lett, gelb, weiß) in Bio­qua­li­tät gekauft.

Nun haben wir ja zum einen einen ziem­lich leh­mi­gen Boden, der Gemü­se­gar­ten war schon voll und oben­drein vie­le hung­ri­ge Wühl­mäu­se.

Arvid hat dann im Bau­markt eine Rei­he von einem ein­fa­chen Hoch­beet Steck­sys­tem mit­ge­bracht,  wel­ches wir auf die vor­de­re Wie­se neben das Toma­ten­häus­chen gestellt haben. Gefüllt haben wir den Kas­ten mit torf­frei­er Pflan­zer­de und haben wie­der etwas Horn­späh­ne, sowie Sand dazu gemischt.

Die Möh­ren­sa­men haben wir in Rei­hen ein­ge­säht und wer­den sie in Fol­ge dann ver­ein­zeln. Damit die Möh­ren dann auch aus­rei­chend Platz bekom­men um groß zu wer­den. Die Möh­ren die wir da dann aus­lich­ten sind zum Ver­zehr als Baby-Möh­ren ein­ge­plant.

Damit weder die Hun­de durch die Ans­saat maro­die­ren noch die Vögel das sel­bi­ge machen haben wir über das Beet Hasen­draht gespannt. Wir ler­nen ja lang­sam immer mehr was unse­re tie­ri­schen Gar­ten­mit­nut­zer so im Schil­de füh­ren.

Die Möh­ren­saat ist pro­blem­los auf­ge­lau­fen und gut ange­wach­sen. Muss­te aber eini­ge Male aus­ge­dünnt wer­den, das sie doch sehr dicht gekeimt sind. Das nächs­te Mal ver­su­chen wir es mal die Saat direkt mit Sand zu mischen und dann aus­zu­sä­en, viel­leicht wird das bes­ser.

Auf jeden Fall waren schon die Baby­möh­ren sehr lecker und die Idee mit den ver­schie­den Sor­ten war toll. Die Erde war locker und die Möh­ren sind super gera­de und so gut wie nicht ver­zweigt gewach­sen.  Wir hat­ten auch über­haupt kei­nen Unge­zie­fer Befall oder irgend­wel­che Krank­hei­ten, alles tip­pi top­pi soweit.

Aber dann hat es eine Wühl­maus doch geschafft über den Kas­ten­rand zu hop­sen und ist ein­mal quer durch das Beet gepflügt. Wir haben dann eine gan­ze Men­ge an- und abge­fres­se­ne Möh­ren gehabt. Joa, wir haben uns dann ent­schlos­sen etwas klei­ne­re Möh­ren zu ern­ten, bevor sie den Rest abholt.

Fazit: Möh­ren­an­bau im Hoch­beet super und prin­zi­pi­ell ein­fach. Hoch­beet wird nun für den nächs­ten Anbau nun doch zu einem rich­ti­gen Hoch­beet aus­ge­baut und wir fah­ren noch­mal in den Bau­markt und kau­fen noch ein paar Auf­sät­ze von die­sem Sys­tem.

 

 

 

Unse­rer Möh­ren im Hoch­beet Pro­jekt 2019:

 

Tomaten Bewässerung via Infusionsbeutel

In Anbe­tracht der aktu­ell immer wie­der­keh­ren­den Tro­cken­pe­ri­oden und dem Pro­blem der rela­tiv gleich­mä­ßi­gen Bewäs­se­rung unse­rer Tomaten-“Schluckspechte” im Toma­ten­haus haben wir hin und her über­legt wie wir die Bewäs­se­rungs­in­ter­val­le ver­kür­zen kön­nen.

Immer­hin liegt unser Gar­ten nicht vor der Haus­tü­re, das man da auch zwei­mal am Tag oder so gie­ßen kann. Was­ser­an­schluss haben wir nicht, nur unse­ren Brun­nen mit der Hand­pum­pe. Strom auch kei­nen, somit fal­len auch ele­gan­te Mög­lich­kei­ten wie eine Tröpf­chen­schlauch-Bewäs­se­rung flach. Was sich bei unse­rem klei­nen Mini-Toma­ten-Haus auch sicher­lich in keins­ter Wei­se loh­nen wür­de. Aber dann hat Arvid neu­lich ein Video gese­hen von jeman­dem der sei­ne Pflan­zen mit­tels über ihnen ange­häng­ten Infu­si­ons­beu­teln bewäs­sert. Wir fan­den das irgend­wie eine inter­es­san­te Idee und frag­ten uns ob das wirk­lich klap­pen könn­te, zumin­dest als zusätz­li­che Bewäs­se­rung bei län­ge­rer Hit­ze­pe­ri­ode.

Clau­dia kam dann auf die Idee auf ihrer Arbeits­stel­le eini­ge gebrauch­te Beu­tel von der Son­den­er­näh­rung einer Kli­en­tin vor dem Müll zu bewah­ren und zur Toma­ten-Bewäs­se­rungs-Anla­ge upzu­cy­clen.

Nun haben wir unser “Toma­ten-Spi­tal” schon im zwei­ten Monat in Betrieb und es funk­tio­niert sehr gut. Man kann mit­tels Roll­ven­til die Tropf­ge­schwin­dig­keit ein­stel­len und das Schlau­chen­de in der Nähe der Pflan­ze par­ken, somit bekommt sie kon­ti­nu­ier­lich tröpf­chen­wei­se Feuch­tig­keit zuge­führt. Oben drü­ber mul­chen wir den Boden um die Ver­duns­tung etwas zu ver­rin­gern. Als Mulch ver­wen­den wir was wir so bekom­men kön­nen, Stroh, Gras­schnitt, Blät­ter etwa vom Rha­bar­ber, Kohl­pflan­zen, Alant oder Bein­well.

Die Gefahr der Ver­stop­fung des Tropf­schlau­ches haben wir mitt­ler­wei­le auch ganz gut im Griff. Wir befül­len die Son­den­nah­rungs-Beu­tel neben­bei wenn wir mit der Motor­pum­pe den Brun­nen bzw. Was­ser­fäs­ser auf­fül­len. Da wir an der Pum­pe ja einen Sand­fil­ter haben der grö­ße­re Par­ti­kel aus dem Brun­nen­was­ser abfil­tert. Je nach Tropf­ge­schwin­dig­keit hält eine Fül­lung zwei bis max. drei Tage.

Für unser klei­nes Toma­ten­haus ist die­se sozu­sa­gen kos­ten­freie Lösung aktu­ell aus­rei­chend und ein­fach genug in der Bedie­nung.

Rigotti Garten-Challenge 2019

Die Rigot­ti Gar­ten-Chal­len­ge 2019 (… wer hat die längs­te Boh­nen­scho­te?), da haben wir uns gedacht ob wir da mal einen Ver­such star­ten und Boh­nen zu pflan­zen. Auf die Chal­len­ge sind wir gekom­men da der You­tube Kanal von Rigot­ti sozu­sa­gen unser Sonn­tag Mor­gen Früh­stück Fern­se­hen ist und wir sei­nen Kanal regel­mä­ßig und begeis­tert gucken.

Also haben wir Anfang Juni, da die grü­ne Höl­le schon voll­ge­pflanzt war, vor dem Zaun ein Stück unser Wie­se (aka Unkraut­flur) umge­gra­ben und unser Boh­nen-Tipi auf­ge­baut und haben an jede Stan­ge 5 Meter-Boh­nen gelegt. Wie man sehen kann, an der Stan­ge hin­ten links ist nur eine Boh­ne auf­ge­gan­gen und die war ganz offen­sicht­lich kei­ne Meter­boh­ne, bei den rest­li­chen scheint alles nor­mal zu sein. Aber kei­ne Ahnung was die­se rie­si­ge, rela­tiv Dun­kel­lau­bi­ge Sor­te sein könn­te.

Da die Hun­de ja hier wie­der gleich mal das Beet umge­pflügt haben gibt es jetzt einen Hasen­draht außen­her­um. Da auch gleich mal das Unkraut wie wild gespros­sen ist haben wir jetzt mal ver­sucht eine Grün­dungs­aat dazwi­schen zu plat­zie­ren. Mal schau­en wie das so funk­tio­niert.

Wir wer­den dann mal berich­ten ob das so alles geklappt hat und wir eine pas­sen­de Boh­ne für die Chal­len­ge ern­ten konn­ten.

Der Kohl bekommt einen größeren Tunnel

Im April hat­ten wir ja Kohl­ra­bi und Schwarz­kohl im Foli­en-Pflanz­tun­nel ange­baut. Das war ja ein recht klei­ner Tun­nel und beson­ders die Schwarz­kohl Pflan­zen wur­den ein­fach zu hoch und sind über die klei­nen Bögen hin­aus­ge­wach­sen. Wodurch ihre obers­ten Blät­ter gegen die Folie drück­ten und an die­sen Stel­len wärend der letz­ten heis­sen Tage Son­nen­brand beka­men.
Um es dem Kohl dann doch beque­mer zu machen woll­te Arvid unbe­dingt einen bes­se­ren und grö­ße­ren Tun­nel bau­en. Also mal wie­der eini­ge You­tube Vide­os geguckt und wie­der mal ab in den Bau­markt um dort eine Rol­le mit bieg­sa­mer Kalt­was­ser­lei­tung gekauft, sowie zwei Bau­stahl­stan­gen.  Bei Bora­go haben wir ein Gemü­se­schutz­netz und Boden­an­ker (M‑Anker) bestellt.

 

 

Die Was­ser­lei­tung haben wir in 4x50cm Stü­cke geschnit­ten und die Bau­stahl­stan­gen 8 Stü­cke zer­teilt. Die Stä­be rechts und links am Kohl­beet ver­teilt und die Lei­tungs­stü­cke im Halb­bo­gen mit dem jewei­li­gen Ende auf die Stä­be gesteckt. Flies dar­über gezo­gen und mit den Boden­an­kern gesi­chert. Damit der Tun­nel auch nicht beim nächs­ten Sturm davon­fliegt.

So im gan­zen kann man bis­her auf jeden Fall schon­mal sagen, der Anbau von Kohl unter Folie/ Schutz­netz hat sich auf jeden Fall bewährt. Unser Kohl hat­te bis­her kei­ne Fraß­schä­den von Schne­cken oder Kohl­weiß­lings-Maden und kei­nen Kohl­flie­gen Befall.

Auf­bau neu­er Tun­nel für den Kohl:

 

Freiland-Gurken und Salat Mischkultur (2019)

Wie schon das gan­ze Jahr über,  wir hän­gen irgend­wie immer hin­ten dran mit unse­ren Pflan­zun­gen. Aber Arvid hat sich ein Self­Bio Video ange­se­hen und da hieß es man kön­ne Gur­ken noch­mal Anfang Juli aus­sä­hen. Super, wir hat­ten ja unser Samen­tüt­chen für die Frei­land Gur­ken fast ver­ges­sen und dann im Juni doch noch vor­ge­zo­gen, waren uns dabei aber nicht sicher ob das noch was wird.

Nun woll­ten wir am ers­ten Juli Wochen­den die klei­nen Gur­ken Pflänz­chen aus­pflan­zen. Also Sams­tag früh mal wie­der noch auf die Schnel­le in den Bau­markt geflitzt, zwei Bau­stahl Stan­gen und ein Armie­rungs­git­ter, sowie ein Tüt­chen mit der Auf­schrift “Ita­lie­ni­sche Salat­wie­se” mit­ge­nom­men. Wel­ches sich als eine Mischung mit Ruco­la, Hirsch­horn­we­ge­rich und ande­rem auf einem Saat­band her­aus­stell­te.

Wir mit der Beu­te ab in den Gar­ten, die Höl­len­ma­schi­ne aka Motor Gar­ten­ha­cke ange­wor­fen und ein Stück “Wie­se” neben dem Hoch­beet umge­fräst. Das Armie­rungs­git­ter als Rank­hil­fe für die Gur­ken auf­ge­stellt, Pflan­zer­de und etwas Horn­späh­ne in den Boden gege­ben. Dann die fünf Gur­ken­pflänz­chen gesetzt und den “Band-Salat” (aka Ita­lie­ni­sche Salat­wie­se) aus­ge­rollt und alles gut ange­gos­sen.

Hat auch bis Mitt­woch gut gehal­ten, dann war irgend­was im Gar­ten und hat sich durch das Beet gewühlt. Clau­dia hat dann den Band-Salat wie­der unter die Erde beför­dern müs­sen und zwei Gur­ken­pflan­zen waren weg. Gut das wir ins­ge­samt 9 Gur­ken vor­ge­zo­gen haben. Als hät­te Arvid das schon geahnt, als er sag­te “da haben wir noch Ersatz-Gur­ken wenn was schief geht”.

Wir pflan­zen Gur­ken und Band-Salat: