Willkommen im Garten-Blog

Hier wol­len wir vor­stel­len, was wir in unse­rem Gar­ten so anstel­len. Es soll hier Berich­te über den Anbau, Ern­te und Ver­wer­tung unse­rer Gar­ten­pflan­zen geben und auch Infos zu unse­ren Hand­werk­li­chen Bas­tel­ak­ti­vi­tä­ten und auch sons­ti­ges, hof­fent­lich infor­ma­ti­ves, amü­san­tes oder sonst­wie inter­es­san­tes zu lesen geben.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Arvid, Clau­dia & Gunter

Buch: Haltbarmach — Almanach

Ein wirk­lich klei­nes, kom­pak­tes Büch­lein rund um das Halt­bar­ma­chen von Lebens­mit­teln aus dem eige­nen Gar­ten. Die­ses Büch­lein aus dem klei­nen Pack­pa­pier-Ver­lag woll­te ich schon lan­ge besit­zen. In die­sem Jahr habe ich es schließ­lich auf dem Pflan­zen­markt im Hes­sen­park ent­deckt und spon­tan gekauft.

Das Buch strahlt durch und durch ein ech­tes Sel­ber­ma­cher- und Hip­pie-Lebens­ge­fühl aus und hebt sich damit deut­lich von den übli­chen Hoch­glanz­pu­bli­ka­tio­nen gro­ßer Ver­la­ge ab. Wer sich dar­an nicht stört, fin­det hier zahl­rei­che prak­ti­sche Anre­gun­gen und Tipps rund um die Lage­rung von Ern­te­gut sowie zum Dör­ren, Fer­men­tie­ren, Ein­le­gen und Einmachen.

Ein sym­pa­thi­sches, lie­be­voll gestal­te­tes Büch­lein, das Lust dar­auf macht, die eige­ne Ern­te mög­lichst nach­hal­tig zu nut­zen und wert­vol­le Lebens­mit­tel auf tra­di­tio­nel­le Wei­se halt­bar zu machen.

Halt­bar­mach — Almanach
Alter­na­ti­ven zu Tief­kühl­tru­he & Konservendose

Halt­bar­mach — Almanach

Autoren: Eri­ka & Rena­to / Zeich­nun­gen: Parvatee

Ver­lag: Pack­pa­pier-Ver­lag

Koreanische Zwergmaulbeere Mulle (Morus acidosa) — Update 2026

in dem Bericht über die Pflan­zung unse­rer Zwerg­maul­bee­re (Sor­te: Mulle) hat­ten wir im Jahr 2018 berich­tet: Korea­ni­sche Zwerg­maul­bee­re Mulle (Morus acidosa)

Das ist nun schon acht Jah­re her, und aus dem win­zi­gen Busch ist ein statt­li­ches Bäum­chen von über drei Metern gewor­den. Es trägt vie­le klei­ne, schwar­ze und sehr lecke­re Maul­bee­ren, die wir meist direkt vom Baum naschen. Mitt­ler­wei­le ist die Ern­te so reich­lich, dass wir uns Gedan­ken über die Ver­ar­bei­tung und Halt­bar­ma­chung machen müs­sen. Ob sich die Früch­te zum Trock­nen eig­nen, weiß ich noch nicht, da sie recht klein sind.
Im Herbst letz­ten Jah­res haben wir die Maul­bee­re zum ers­ten Mal zurück­ge­schnit­ten. Die Blät­ter waren bei unse­ren Hüh­nern sehr beliebt; sie fres­sen sie unheim­lich ger­ne und bekom­men sie nun in klei­nen Men­gen zur Beschäftigung.
Zwerg­maul­bee­re im Pflanz­jahr 2018
Zwerg­maul­bee­re im Jahr 2026
Das Maul­berr-Bäum­chen hat 2026 schon einen sta­bi­len Stamm entwickelt.

Maul­beer­blät­ter als Win­ter­vor­rat für Hühner:

Hier­bei habe ich auch gele­sen, man kann ein­zel­ne Maul­beer­blät­ter  im Spät­som­mer im Gan­zen trock­nen. Im Win­ter zer­brö­selt unter das Lege­mehl gemischt, sind sie ein groß­ar­ti­ger, grü­ner Eiweiß­lie­fe­rant. Das will ich die­ses Jahr ein­mal ausprobieren.

Baum­heu:

Da mich die Nut­zung als Baum­heu inter­es­siert hat habe ich dazu etwas im Inter­net recher­chiert um zu schau­en wie man die Maul­beer­blät­ter zur Win­ter­füt­te­rung für Zie­gen vorbereitet.

Maul­beer­blät­ter opti­mal als Win­ter­fut­ter (Baum­heu) für Zie­gen konservieren:
1. Der rich­ti­ge Erntezeitpunkt
    • Som­mer nut­zen: Ern­te die Blät­ter im Hoch­som­mer (Juli bis August), da sie dann den höchs­ten Nähr­stoff­ge­halt haben.
    • Tro­cke­nes Wet­ter: Pflü­cke nur an tro­cke­nen Tagen, sobald der Mor­gen­tau voll­stän­dig ver­duns­tet ist.

2. Die Trock­nungs­me­tho­de (Bün­del­me­tho­de)
    • Zwei­ge schnei­den: Schnei­de gan­ze, beblät­ter­te Zwei­ge mit einer Län­ge von etwa 30 bis 50 Zen­ti­me­tern ab.
    • Bün­del schnü­ren: Bin­de jeweils 5 bis 10 Zwei­ge am unte­ren Ende mit einer Schnur fest zu einem Strauß zusammen.
    • Kopf­über auf­hän­gen: Hän­ge die Bün­del kopf­über an einem luf­ti­gen, schat­ti­gen und regen­ge­schütz­ten Ort auf (z. B. in einer Scheu­ne, auf dem Dach­bo­den oder unter einem Vordach).
    • Son­ne mei­den: Trock­ne sie nicht in der pral­len Son­ne, da das UV-Licht die wert­vol­len Vit­ami­ne und Pro­te­ine zer­stört und die Blät­ter braun wer­den lässt.

3. Lage­rung für den Winter
  • Knis­ter­test: Die Blät­ter sind fer­tig getrock­net, wenn sie beim Anfas­sen rascheln und die Stie­le leicht bre­chen. Das dau­ert je nach Wet­ter 1 bis 2 Wochen.
  • Auf­be­wah­rung: Lage­re die Bün­del hän­gend oder locker geschich­tet in Kis­ten an einem abso­lut tro­cke­nen, mäu­se­si­che­ren Ort. Feuch­tig­keit führt schnell zu Schimmelbildung.

Älte­re Beiträge:

Korea­ni­sche Zwerg­maul­bee­re Mulle (Morus acidosa)

Buch: GENETIK der Hühnerfarben

Seit wir begon­nen haben, unse­re Hüh­ner selbst nach­zu­züch­ten, beschäf­ti­gen wir uns immer inten­si­ver mit allen The­men rund um die Geflü­gel­zucht. Beson­ders span­nend fin­den wir die Gene­tik der ver­schie­de­nen Far­ben, Zeich­nun­gen und Merk­ma­le unse­rer Tie­re. Immer wie­der stan­den wir vor der Fra­ge, wie bestimm­te Far­ben oder Mus­ter ver­erbt wer­den und war­um man­che Küken ganz anders aus­se­hen als ihre Eltern.

Bei unse­rer Suche nach ver­ständ­li­chen und fun­dier­ten Infor­ma­tio­nen sind wir auf die Home­page der Autorin gesto­ßen. Dort haben wir bereits vie­le ihrer Fach­ar­ti­kel mit gro­ßem Inter­es­se gele­sen. Die ver­ständ­li­chen Erklä­run­gen und die pra­xis­na­hen Bei­spie­le haben uns schnell über­zeugt, sodass wir uns schließ­lich auch ihr Buch bestellt haben.

Schon nach den ers­ten Kapi­teln war klar, dass sich die Anschaf­fung abso­lut gelohnt hat. Das Buch ver­mit­telt die Grund­la­gen der Ver­er­bungs­leh­re beim Huhn auf eine ver­ständ­li­che Wei­se und geht gleich­zei­tig auf vie­le Details ein, die gera­de für Züch­te­rin­nen und Züch­ter von gro­ßem Inter­es­se sind. Es hilft dabei, gene­ti­sche Zusam­men­hän­ge bes­ser zu ver­ste­hen und bestimm­te Zucht­er­geb­nis­se nach­voll­zie­hen zu können.

Wer sich inten­si­ver mit der Farb­ge­ne­tik und der Ver­er­bung beim Huhn beschäf­ti­gen möch­te, dem kön­nen wir die­ses Buch unein­ge­schränkt emp­feh­len. Es ist ein wert­vol­les Nach­schla­ge­werk, das sowohl Ein­stei­gern als auch erfah­re­nen Geflü­gel­züch­tern vie­le inter­es­san­te Erkennt­nis­se ver­mit­telt und in unse­rer klei­nen Züch­ter­bi­blio­thek sicher­lich noch oft zum Ein­satz kom­men wird.

GENETIK der Hühnerfarben

GENETIK der Hühnerfarben

Autoren: Sig­rid van Dort (Über­setzt & Bear­bei­tet: Udo Ahrens)

Auf­la­ge: 2020

Home­page der Autorin (mit wei­te­ren ihrer Hüh­ner-Bücher): https://www.chickencolours.com/

Echter Eibisch (Althaea officinalis)

(Illus­tra­ti­on aus Köhler’s Medi­zi­nal­pflan­zen von 1887)

Der Ech­te Eibisch (Alt­haea offi­ci­na­lis) ist eine aus­dau­ern­de, krau­ti­ge Pflan­ze, die Wuchs­hö­hen von etwa 50 bis 150 Zen­ti­me­tern erreicht. Sämt­li­che ober­ir­di­schen Pflan­zen­tei­le sind dicht sam­tig-fil­zig behaart. Die Laub­blät­ter ste­hen wech­sel­stän­dig am Stän­gel. Sie sind drei- bis fünf­lap­pig und eben­falls dicht behaart.

Die Blü­te­zeit erstreckt sich je nach Stand­ort von Juni bis August, ver­ein­zelt auch bis in den Sep­tem­ber. Die rela­tiv kurz gestiel­ten Blü­ten ste­hen ein­zeln oder in klei­nen Grup­pen in den Blatt­ach­seln sowie end­stän­dig in locke­ren, ris­pi­gen Blütenständen.

Die zwitt­ri­gen Blü­ten wer­den über­wie­gend von Insek­ten bestäubt. Haupt­säch­lich durch Bie­nen, Wes­pen, Hum­meln, Woll­schwe­bern und Schweb­flie­gen. Bleibt eine Fremd­be­stäu­bung aus, kann der Ech­te Eibisch auch Selbst­be­stäu­bung betrei­ben und so Samen bilden.

Als mehr­jäh­ri­ge Pflan­ze über­dau­ert der Ech­te Eibisch den Win­ter mit Erneue­rungs­knos­pen auf Boden­hö­he (Hemi­kryp­top­hyt) und treibt im Früh­jahr erneut aus.

Er bevor­zugt feuch­te, son­ni­ge und war­me Stand­or­te mit nähr­stoff­rei­chen, gut was­ser­ver­sorg­ten Lehm- oder Ton­bö­den. In der Natur wächst er vor allem an Fluss­ufern, auf Feucht­wie­sen sowie in Küs­ten- und Auenbereichen.

Der Ech­te Eibisch ist in Deutsch­land sel­ten gewor­den und steht daher unter beson­de­rem Schutz. Er ist nach dem Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz (BNatSchG) in Ver­bin­dung mit der Bun­des­ar­ten­schutz­ver­ord­nung (BArtSchV) seit dem 31. August 1980 beson­ders geschützt.

In unse­rem Gar­ten wächst und ver­mehrt sich der Eibisch nun schon im drit­ten Jahr:

Quel­le : Wikipedia

Illus­tra­ti­on: Illus­tra­ti­on aus Köhler’s Medi­zi­nal­pflan­zen von 1887

 

 

(Ernte 2026) Juli — September

01.07.2027 — Unse­re Schal­erb­sen haben es nicht geschafft in der dies­jäh­ri­gen star­ken Hit­ze­pe­ri­ode. Wo man mit dem Gie­ßen nicht hin­ter­her­kommt und es an allen Ecken und Enden an Mulch­ma­te­ri­al fehlt. So gab es nur eine klei­ne Ern­te hier­von (und ein Knob­lauch der Wild auf dem Weg gewach­sen ist):

Schal­erb­sen und Knoblauch

03.07.2026 — Him­bee­ren gab es die­ses Jahr bis zum Abwin­ken. Sodaß wir die­se beru­higt mit den Hüh­nern tei­len konnten.

Him­bee­ren

13.07.2026 — unse­re ers­te Frei­land-Gur­ke in die­sem Jahr (es hän­gen noch eini­ge mehr im Frei­land und im Gewächshaus):

Gur­ke

6.07.2026 — aus­ge­rech­net unser kleins­ter Fei­gen­baum hat als ers­ter rei­fe Fei­gen, die auch sehr lecker sind:

17.07.2026  unse­re gel­ben Zuchi­ni wer­den Erntereif:

20.07.2026 — Gur­ken-Ern­te war noch nie so gut wie die­ses Jahr, wir haben schon 10 Stück geern­tet und wei­te­re wach­sen her­an. Wir haben zwei Pflan­zen im Gewächs­haus und 1 Pflan­ze im Freiland:

 

2. Natur-Brut 2026 – 19.04.2026 (TRIO INFERNALE)

Am 19.04.2026 war es soweit: Unter unse­rer zwei­ten Glu­cke HUNTER MC FLY sind die Küken geschlüpft. Das TRIO INFERNALE. Ins­ge­samt waren es drei Mix­kü­ken. Lei­der ist das klei­ne rote Küken ein ech­ter Küm­mer­ling und möch­te bis­lang nicht rich­tig wach­sen. Ansons­ten wirkt es jedoch fit, ist mun­ter und frisst gut. Nun müs­sen wir ein­fach abwar­ten, wie es sich weiterentwickelt.

HUNTER MC FLY ist eine Nach­zucht­hen­ne aus dem Jahr 2025. Obwohl sie noch recht jung ist, woll­te sie unbe­dingt glu­cken. Daher haben wir ihr pro­be­wei­se eini­ge Eier aus unse­rer gemisch­ten Hüh­ner­grup­pe unter­ge­legt. Sie hat zuver­läs­sig gebrü­tet, aller­dings sind wäh­rend der Brut lei­der zwei Eier zu Bruch gegangen.

Nach dem Schlupf hat sie ihre drei Küken für­sorg­lich geführt und sich gut um sie geküm­mert. Mit etwa sechs Wochen hat sie die Küken jedoch abge­setzt. Ohne ihre Glu­cke hat­ten es die drei anfangs nicht leicht, sich in die bestehen­de Her­de zu integrieren.

Es kommt jedoch häu­fi­ger vor, dass jun­ge Hen­nen das Glu­cken und Füh­ren ihrer ers­ten Brut erst ler­nen müs­sen. Unse­re Indi­sche Kämp­fer­hen­ne MASALA hat­te im ver­gan­ge­nen Jahr bei ihrer ers­ten Brut eben­falls noch eini­ge Anlauf­schwie­rig­kei­ten. In die­sem Jahr macht sie ihre Auf­ga­be dafür umso bes­ser und führt ihre Küken vorbildlich.

TRIO INFERNALE

Glu­cke: HUNTER MC FLY (Mix: Krai­en­kopp x Mei­je­ri­es Hoen)

Vater: OZZY (Sand­schak Kräher)
Mut­ter: FRAU ORLOFF (Orl­off) = von den bei­den bär­ti­gen Küken (rot und Schwarz/Weiss)
Mut­ter: MASALA (Indi­scher Kämp­fer) = von dem schwar­zen Hah­nen Küken

Vater der Küken — OZZY (Sand­schak Kräher):

OZZY (Sand­schak Kräher)

Mut­ter der bei­den bär­ti­gen Küken FRAU ORLOFF (Orl­off):

FRAU ORLOFF (Orl­off Henne)

Mut­ter des schwar­zen Hah­nen Küken MASALA (Indi­scher Kämpfer):

MASALA (Indi­scher Kämpfer)

Bil­der der Küken:

 

Hier unse­re Hüh­ner in desem Jahr: Hüh­ner 2026