
Viel Spaß bei der Lektüre!
Arvid, Claudia & Gunter

Der Experimental-Permakultur-Garten von Turba Delirantium

Viel Spaß bei der Lektüre!
Arvid, Claudia & Gunter
Über die Pflanzung unserer Ölweiden habe ich bisher tatsächlich noch gar nicht berichtet. Dabei stehen sie inzwischen schon seit Herbst 2024 an unserem Zaun.
Wir wollten am Zaun des Hühnergartens eine Sichtschutzhecke etablieren. Dabei sollte es aber nicht einfach irgendeine Hecke sein, die möglichst schnell dicht wird. Ganz im Sinne unserer Beschäftigung mit der Permakultur sollte die Hecke möglichst mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen.
Zum einen sollte sie natürlich einen gewissen Sichtschutz bieten. Gleichzeitig suchten wir Pflanzen, die mit den zunehmend langen und trockenen Sommern bei uns zurechtkommen. Die anhaltende Trockenheit macht sich auch in unserem Garten immer stärker bemerkbar, weshalb eine trockenheitsverträgliche Pflanze für uns besonders interessant war.
Da sich dort regelmäßig unsere Hühner und auch die Hunde aufhalten, war außerdem wichtig, dass die Pflanzen ungiftig sind. Und wenn die Hecke nebenbei noch Nahrung und Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere bietet, umso besser.
Auf der Suche nach geeigneten Pflanzen waren wir dann auf der Biogarten Messe. Dort entdeckten wir den Stand von ACKERBAUM, einer Permakultur-Baumschule.
Wir erzählten von unserem Vorhaben und besprachen mit ihnen, was wir uns von der Hecke wünschten. Dabei kamen wir auf die Korallen-Ölweide (Elaeagnus umbellata).
Am Ende fuhren wir mit drei Pflanzen nach Hause:

Zu Hause wurden die Pflanzen dann an ihren vorgesehenen Platz gesetzt – vorne am Zaun unseres Hühnergartens.
Bei den beiden Ölweiden hatten wir uns bewusst für unterschiedliche Sorten entschieden. Die Korallen-Ölweide ist eine starkwachsende, winterharte und trockenheitsverträgliche Pflanze. Außerdem sind die kleinen Früchte nicht nur für uns interessant, sondern auch für die Tierwelt.
Die Sorte ‚Amber‘ bildet bernsteinfarbene bis orangefarbene Früchte.

‚Sweet’n Tart‘, die teilweise auch unter der Bezeichnung ‚Sweet-N-Tart‘ beziehungsweise Pointilla® angeboten wird, bildet dagegen leuchtend korallenrote Früchte und reift ungefähr zwei Wochen später. Dadurch sollte sich die Erntezeit verlängern.
Auch bei der Bestäubung kommt uns die Kombination zugute: Die beiden Sorten gehören derselben Art an und können sich gegenseitig bei der Fruchtbildung unterstützen.
Im Frühjahr blühen beide Ölweiden mit kleinen, intensiv duftenden, rahmweißen bis gelblichen Blüten. Damit haben wir neben der späteren Fruchternte auch eine interessante Insektenweide in unserer Hecke.
Im Herbst 2026 war es dann endlich soweit: Unsere Ölweiden trugen zum ersten Mal so viele Früchte, dass wir tatsächlich ernten konnten.
Allerdings müssen wir beim richtigen Erntezeitpunkt offenbar noch einiges lernen.
Oder besser gesagt: Unsere Hühner haben das mit dem richtigen Erntezeitpunkt offensichtlich wesentlich schneller verstanden als wir!
Wir hatten die ersten Früchte der früher reifenden Sorte ‚Amber‘ gepflückt. Einen Tag später waren die restlichen Früchte plötzlich verschwunden.
Unsere Hühner hatten sich darum gekümmert.
Offenbar hatten sie einen sehr viel besseren Reifegrad-Test entwickelt als wir und kurzerhand beschlossen, dass jetzt der perfekte Erntezeitpunkt gekommen sei.
Damit war zumindest eine Frage eindeutig beantwortet:
Die Früchte der Ölweide schmecken nicht nur uns – unsere Hühner finden sie ebenfalls ausgesprochen lecker.
Wir müssen nun noch herausfinden, wann die Früchte für unseren Geschmack wirklich optimal sind. Die Ölweidenfrüchte sollen mit zunehmender Reife süßer und aromatischer werden, während die anfängliche Herbheit und Adstringenz nachlässt. Vollreif sollen sie sich leicht vom Stiel lösen und bei leichtem Druck etwas nachgeben.
Das werden wir in den kommenden Jahren genauer beobachten.
Wenn uns die Hühner denn etwas übrig lassen, gibt es für die Früchte viele Möglichkeiten.
Die vollreifen Beeren kann man frisch essen. Sie lassen sich außerdem zu Marmelade oder Gelee verarbeiten. Wer die kleinen Kerne nicht im Fruchtaufstrich haben möchte, kann die gekochten Früchte durch ein feines Sieb oder eine „Flotte Lotte“ passieren.
Auch zum Entsaften sind die Früchte geeignet. Der Saft soll sich beispielsweise gut mit Apfel- oder Orangensaft kombinieren lassen. Aus dem Saft kann außerdem Sirup hergestellt werden.
Für den Winter lässt sich das Fruchtmark portionsweise einfrieren und später beispielsweise unter Joghurt oder Quark mischen.
Und natürlich gibt es auch die Möglichkeit, die Früchte zu einem Wildobst-Likör anzusetzen.
Ob wir all diese Möglichkeiten irgendwann ausprobieren werden, wird sich zeigen. Im Moment haben wir allerdings ein ganz anderes Problem:
Wir brauchen mehr Ölweiden.
Denn wenn die Hühner weiterhin einen so großen Anteil der Ernte übernehmen, werden wir für Marmelade, Saft oder Likör wohl kaum etwas übrig behalten.
Aber eigentlich ist genau das auch ein schönes Ergebnis unseres ursprünglichen Gedankens hinter der Hecke: Wir wollten eine Pflanzung, die mehrere Aufgaben erfüllt – Sichtschutz, robuste und trockenheitsverträgliche Begrünung, Nahrung für Insekten und Tiere und schließlich auch noch Früchte für uns.
Dass unsere Hühner sie ebenfalls als Bereicherung ihres Gartens betrachten, war allerdings nicht eingeplant.
Seit einiger Zeit verfolgen wir die beiden YouTube-Kanäle „Dinosaur“ und „World of Wachtel“ von Dr. Benedikt Sauer. Dort berichtet er über seine Hühner- und Wachtelhaltung und zeigt immer wieder interessante Zucht- und Haltungsexperimente.
So haben wir auch die Entstehung und schließlich die Veröffentlichung seines ersten Buches „HÜHNER HALTEN für Anfänger“ mitverfolgt. Als das Buch schließlich erschien, haben wir es uns natürlich gleich gekauft.
Schon beim ersten Durchblättern fiel uns auf, wie übersichtlich das Buch gestaltet ist. Es ist verständlich geschrieben und vermittelt eigentlich alles Wichtige, was man als Einsteiger über die Hühnerhaltung wissen sollte.
Nach einem Grußwort von Alfred Karl Walter, der inzwischen Präsident des BDRG geworden ist, beginnt das Buch mit einer Frage, die man sich tatsächlich stellen sollte, bevor die ersten Hühner einziehen:
„Eigene Hühner? Die Motivation!“
Danach führt Dr. Sauer Schritt für Schritt durch die verschiedenen Bereiche der Hühnerhaltung. Es geht um Pflege und Haltung, aber auch um die Evolution und Herkunft unserer Haushühner. Verschiedene beliebte Hühnerrassen werden vorgestellt und auch die Anatomie sowie das Sozialverhalten der Hühner werden verständlich erklärt.
Natürlich kommen auch die praktischen Themen nicht zu kurz. Gesundheit und häufige Gesundheitsprobleme werden behandelt, ebenso wie die Anforderungen an einen geeigneten Hühnerstall und seine Einrichtung.
Gerade diese Mischung aus Grundlagenwissen und praktischen Informationen hat uns an dem Buch gefallen. Es eignet sich dadurch tatsächlich sehr gut für jemanden, der gerade erst mit der Hühnerhaltung beginnt.
In einem seiner Videos hatte Dr. Benedikt Sauer außerdem darauf hingewiesen, dass sich Geflügelzuchtvereine um ein Vereinsexemplar des Buches bewerben können. Da wir das Buch selbst bereits kannten und für sehr gelungen hielten, haben wir diese Möglichkeit für unseren GZV Bingenheim 1938 genutzt.
Und wir hatten Glück: Wir bekamen tatsächlich ein Exemplar für unsere Vereinsbibliothek.
GZV Bingenheim 1938: VEREINSBIBLIOTHEK
Damit steht das Buch nun nicht nur bei uns zu Hause im Regal, sondern kann von den Vereinsmitgliedern ausgeliehen werden. Neben den vielen anderen Büchern, die wir inzwischen in unserer Vereinsbibliothek gesammelt haben, gibt es damit wieder ein weiteres aktuelles und vor allem anfängerfreundliches Buch rund um unser liebstes Thema: die Hühnerhaltung.
Gerade für neue Vereinsmitglieder ist so ein Buch eine schöne Möglichkeit, sich zunächst selbstständig mit den Grundlagen vertraut zu machen. Und vielleicht hilft es ja auch dem einen oder anderen dabei, aus einem ersten Interesse an Hühnern eine dauerhafte Begeisterung für die Geflügelhaltung und letztlich auch für die Vereinsarbeit zu entwickeln.
HÜHNER HALTEN für Anfänger
Das große Praxisbuch zur artgerechten Hühnerhaltung im Garten

Autor: Dr. Benedikt Sauer
Verlag: EULOGIA (1. Auflage 2024)
Youtube Kanäle von Dr. Bene:

Claudia und Arvid waren mal wieder in der Stadt zum Einkaufen und schauten dabei auch bei Samen Andreas vorbei. Im Hinterhof, wo die Stauden und anderen Pflanzen angeboten werden, sahen wir uns etwas um und entdeckten dabei die Kiwipflanzen.
Da wir an unserer Terrasse schon seit Jahren eine Kiwi haben, kamen wir mit dem Chef des Geschäfts ins Gespräch. Von unseren ursprünglichen Kiwipflanzen ist inzwischen leider nur noch eine weibliche Pflanze übrig. Sie wurde noch von Arvids Eltern gepflanzt. Welche Sorte es genau ist, wissen wir heute allerdings nicht. Fest steht nur, dass es sich um eine fremdbefruchtende Sorte handelt und wir deshalb eigentlich eine männliche Pflanze als Bestäuber bräuchten.
Eine solche männliche Kiwi hatte es bei uns allerdings nie lange geschafft – die entsprechenden Pflanzen gingen immer wieder ein. Damit blieb unsere einzelne weibliche Kiwi zwar am Leben, konnte aber natürlich nicht befruchtet werden.
Der Chef von Samen Andreas hatte dafür eine Lösung: Er empfahl uns die selbstbefruchtende Kiwi ‚Jenny‘. Diese kann auch allein Früchte tragen und sollte gleichzeitig unsere bereits vorhandene weibliche Kiwi mitbefruchten können.
Damit war die Entscheidung schnell getroffen: Wir nahmen eine ‚Jenny‘ mit nach Hause.
Dort machten wir uns gleich daran, ihr einen geeigneten Platz an der Terrasse zu bereiten. Zunächst wurde die vorhandene Kiwi etwas zurückgeschnitten. Anschließend lockerten wir das Beet mit der Pendelhacke gründlich auf.

Dabei bekamen wir – wie so oft bei der Gartenarbeit – tatkräftige Unterstützung von unseren Hühnern. Kaum war die Erde gelockert, waren sie zur Stelle. Eifrig wurde gescharrt, nach Käfern und Würmern gesucht und natürlich ganz genau kontrolliert, ob wir Menschen auch alles richtig machten.
Nachdem der Boden vorbereitet war, brachten wir zunächst einen Draht als Rankhilfe an. Anschließend hoben wir das Pflanzloch für die neue Kiwi aus und versahen die Erde noch mit etwas Dünger.

Dann durfte ‚Jenny‘ endlich an ihren neuen Platz.
Nun hoffen wir, dass sie sich gut entwickelt und wir vielleicht irgendwann wieder regelmäßig Kiwis von unserer Terrasse ernten können.
Claudia war mal wanieder in Frankfurts ältester Samenhandlung zum Einkaufen – und kam dieses Mal nicht nur mit Saatgut und anderen Dingen für den Garten zurück. Sie hatte dort auch ein neues Buch entdeckt und gleich mitgenommen: „Die große Samen-Andreas Gartenfibel“.
Es ist ein kleines, aber ausgesprochen interessantes Buch, das auf überschaubarem Raum einen erstaunlich guten Überblick über viele Bereiche des Gärtnerns gibt. Behandelt werden unter anderem der Gemüseanbau mit einer Mischkulturtabelle und einem Aussaatkalender, Zierpflanzen, Stauden und Blumenzwiebeln. Aber auch speziellere Themen wie die Anlage und Pflege eines Rasens oder die Haltung von Zimmerpflanzen finden ihren Platz.
Darüber hinaus geht die Gartenfibel auf Themen ein, die für den erfolgreichen Gartenbau mindestens ebenso wichtig sind: das richtige Düngen, Bodenproben und Pflanzenschutz. Dadurch ist das Buch weniger ein ausführliches Nachschlagewerk als vielmehr eine kompakte kleine Einführung, in der man schnell etwas nachschlagen oder sich einen Überblick über ein Thema verschaffen kann.
Ursprünglich war die Veröffentlichung als Jubiläumsheftchen zum Bestehen der Samenhandlung Andreas gedacht. Deshalb beginnt das Buch nicht mit dem Gemüseanbau, sondern mit einem Rückblick auf die mittlerweile 158-jährige Geschichte des Familienunternehmens.
Darin heißt es:
„Samen Andreas wurde 1868 in Frankfurt, gegenüber dem Dom, Im Steinernen Haus, Am Markt 44 von Georg Philip Adolf Andreas gegründet. Es ist wahrscheinlich, dass Samen Andreas als Nachfolge der Firma Kerlage entstanden ist. Der seinerzeit berühmteste Blumenzwiebelhändler der Welt gab seine Dependance im Vorjahr im Steinernen Haus auf.“
Damit schlägt die Gartenfibel gleich zu Beginn eine interessante Brücke zwischen dem heutigen Gartenbau und der Geschichte Frankfurts. Denn Samen Andreas ist nicht einfach irgendein Gartengeschäft, sondern gehört selbst ein Stück weit zur Frankfurter Stadtgeschichte.
Für Frankfurter Bürger ist das Geschäft eines der alteingesessenen Fachgeschäfte der Stadt. Auch für uns ist Samen Andreas seit vielen Jahren eine vertraute Adresse, bei der wir immer wieder gerne einkaufen. Besonders schön ist dabei, dass diese Verbindung für Arvid sogar noch weiter zurückreicht: Schon als Kind wurde er von seinen Großeltern mit in dieses Geschäft genommen.
Die große Samen-Andreas Gartenfibel
Alles für Garten und Feld — Der Ratgeber für Gemüse, Zierpflanzen, Rasen & Pflanzenschutz

Autor: Wolfgang & Nils Andreas
Verlag: BoD (Ausgabe 2026)
Samen-Andreas: ONLINE SHOP

Obwohl unser Quittenbaum sehr viele Früchte trug und die Quitten auch gut ausreiften, hatten wir leider große Verluste. Die Früchte begannen teilweise schon am Baum sehr schnell zu faulen, sodass ein großer Teil der Ernte nicht mehr zu gebrauchen war.
Einige schöne Quitten konnten wir aber trotzdem noch retten. Aus ihnen wollen wir nun Quittensaft machen. So können wir zumindest einen Teil der diesjährigen Ernte noch sinnvoll verwerten.
Die Ernte wurde auch gleich einer Qualitäts-Kontrolle unterzogen:



Wir haben 2026 einen Mix-Hahn gezogen der vom Vater das Langgräher-Gen geerbt hat. Wir haben eigentlich nicht wirklich damit gerechnet das einer unser Mix-Hähne ein Langkräher werden würde. Tarzan ist der erste unserer diesjährigen Junghähne welcher mit dem Krähen begonnen hat und uns dabei gleich mal mit einem ca. 12 sek. langen Krähruf überrascht hat. Das reicht zwar nicht an die 16 Sek. von Ozzy heran, aber ist schon eine ganz passable Länge. Von der Stimmlage ist er recht leise und in der Tonlage aber höher wie sein Vater.
Seine Eltern sind unser Sandschak Kräher Hahn OZZY und unsere Kraienkopp x Meijeries-Hoen Mix Henne HUNTER MC FLY:

TARZAN: