
Viel Spaß bei der Lektüre!
Arvid, Claudia & Gunter

Der Experimental-Permakultur-Garten von Turba Delirantium

Viel Spaß bei der Lektüre!
Arvid, Claudia & Gunter
Heute kamen wir in den Garten und warfen zunächst einmal einen Blick in den Hühnerstall. Dabei staunten wir nicht schlecht: Die hintere Sitzstange lag mittig durchgebrochen auf dem Stallboden.

So dünn war die eigentlich gar nicht, dachte ich zunächst. Allerdings war sie schon seit dem Bau des Stalles dort eingebaut. Den Stall hatten wir während der Corona-Zeit gebaut. Damals herrschte bekanntlich Holzknappheit und dazu kamen die vielen Zeiten, in denen die Baumärkte geschlossen oder nur eingeschränkt zugänglich waren. Wir mussten also nehmen, was gerade zu bekommen war – und eine dickere Latte hatten wir damals nicht bekommen.

Eine wissenschaftlich belastbare Antwort auf diese Frage werden wir wohl nicht mehr bekommen. Die Stange jedenfalls hatte ihre Dienstzeit offenbar beendet.
Also hieß es: Planänderung!
Eigentlich hatte ich den Tag ganz anders geplant, aber bevor die Hühner am Abend auf dem Boden schlafen mussten, ging es erst einmal los, eine neue Latte zu besorgen. Die neue Sitzstange wurde anschließend eingebaut – diesmal natürlich etwas kräftiger dimensioniert.
Damit sollten unsere Hühner hoffentlich nicht mehr für einen ungeplanten Reparatureinsatz sorgen.
Ein wichtiges und irgendwann unvermeidliches Thema für Hühnerhalter ist das Schlachten, insbesondere dann, wenn man auch eigene Küken nachzieht. Sei es, um überzählige Hähne sinnvoll zu verwerten, einem Tier weiteres Leiden zu ersparen oder die Hühnerhaltung ganz bewusst mit der eigenen Fleischversorgung zu verbinden.
Sobald man sich näher mit dem Thema beschäftigt, stellt sich unweigerlich die Frage, wie eine Schlachtung fachgerecht, sicher und vor allem unter Berücksichtigung des Tierwohls durchgeführt werden kann. Wer diese Verantwortung eigenständig übernehmen möchte, sollte sich die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten unbedingt vorher aneignen lassen, beispielsweise im Rahmen eines Schlachtkurses.
Wir haben dafür die Möglichkeit genutzt, das Schlachten in unserem Geflügelzuchtverein zu erlernen. Unser Verein verfügt außerdem über eine eigene mobile Schlachtausstattung, sodass wir uns auch praktisch mit dem Thema auseinandersetzen konnten.
Natürlich haben wir zusätzlich versucht, uns durch entsprechende Fachliteratur weiterzubilden, und sind dabei auf dieses Buch gestoßen. Es vermittelt einen guten Einblick in die Schlachtung eines Huhnes und die anschließende Verarbeitung des Schlachtkörpers.
Dabei wird gezielt darauf eingegangen, welche Utensilien benötigt werden und welche Hygienemaßnahmen zu beachten sind.
Insgesamt finde ich das Buch sehr übersichtlich gestaltet. Gerade für Anfänger bietet es einen guten ersten Überblick über die verschiedenen Arbeitsschritte und die grundlegenden Aspekte, mit denen man sich bei diesem Thema auseinandersetzen sollte.
Für uns ist es damit eine hilfreiche Ergänzung zu den praktischen Erfahrungen, die wir bereits im Verein sammeln konnten.
HAUSSCHLACHTUNG: HUHN
Nachhaltige Selbstversorgung

Autor: Adam Danforth
Velag: HEEL Verlag (Ausgabe: 2022)
Dieses Buch ist mal wieder ein Fund aus einer Bücherkiste auf der Straße, den Gunter vor einer Weile gemacht hat. Zwar stammt es bereits aus den 1980er Jahren, aber gerade die Zeichnungen der Pilze finde ich ausgesprochen gelungen. Für die Bestimmung eignen sie sich meiner Meinung nach teilweise sogar besser als viele Fotografien, da die charakteristischen Merkmale der einzelnen Arten sehr deutlich dargestellt werden.
Im Buch werden die wichtigsten Giftpilze und ihre jeweiligen „Doppelgänger“ beschrieben.
Im Anhang finden sich außerdem noch zahlreiche praktische Tipps: vom richtigen Sammeln über die Verwertung der Pilze bis hin zu Hinweisen zur Ersten Hilfe bei Vergiftungen. Besonders interessant finde ich auch das Kapitel über die Zucht gängiger Pilzarten zu Hause.
Wieder einmal ein schönes Beispiel dafür, dass sich in solchen aussortierten Bücherkisten manchmal wahre kleine Schätze verbergen können!
(Wegweiser durch die Natur) Pilze Mitteleuropas

Autor: Hans Haas
Verlag: Verlag: Das Beste. ADAC Buch (Auflage: 1. Januar 1982)
Weitere Bücher zum Thema Pilze:
Nachhaltige Pilzzucht (Josef Huber)
Was man manchmal für tolle Raritäten finden kann, wenn man einen Blick in die Kisten wirft, die Leute einfach zum Mitnehmen auf die Straße stellen! So hat Gunter tatsächlich dieses tolle Gartenbuch in einer Ausgabe von 1946 entdeckt.
Beim Durchblättern habe ich bereits einige spannende Dinge gefunden: Sortenlisten und Sortenbeschreibungen alter Obst- und Gemüsesorten, Wissenswertes über Mischkulturen und Bodenpflege und vieles mehr. Besonders interessant finde ich dabei, dass man in diesem Buch auf zahlreiche Methoden und Erkenntnisse stößt, die wir heute teilweise wieder als „Neuerungen“ für den Gemüsegarten ansehen.
Dabei wusste man offenbar schon früher eine ganze Menge über naturnahes Gärtnern und den sinnvollen Umgang mit dem Boden. Mit der zunehmenden Intensivierung der Landwirtschaft und des Gartenbaus scheint jedoch vieles davon in Vergessenheit geraten zu sein.
Dass dieses Buch ein derart spannender Fund ist, hätte ich zunächst gar nicht erwartet. Ich werde deshalb in Zukunft sicherlich das eine oder andere daraus vorstellen, zitieren und näher beschreiben.
MEIN EIGNER GARTEN
Autor: Margot Schubert
Verlag: Adolf Rausch Verlag (Auflage: 1946)



Unsere Komposttoilette haben wir ja bereits 2023 bekommen. Sie befindet sich im alten Klo-Häuschen – und genau dort hatte die vorhandene Tür inzwischen eindeutig ihre besten Jahre hinter sich.
Das Holz war mittlerweile so stark angemodert, dass die Tür sich irgendwann überhaupt nicht mehr öffnen ließ. Damit war ziemlich eindeutig: Eine neue Tür muss her.

Als Sven uns besuchte, haben wir die Gelegenheit kurzerhand genutzt und ich bin spontan mit ihm in den Baumarkt gefahren. Baumaterial besorgt – und schon war das nächste kleine Selbstbauprojekt gestartet.
Die neue Tür haben wir anschließend selbst gebaut. Einen Tag später ging es dann gemeinsam mit Gunter an den Einbau.
Ganz so einfach, wie man sich das vielleicht vorgestellt hätte, war die Sache allerdings nicht. Einer der Ständer-Pfosten des alten Häuschens ist ebenfalls angefault. Beim Einbau mussten wir deshalb erst einmal etwas improvisieren und eine provisorische Stabilisierung schaffen.
Der angefaulte Pfosten ist damit gleichzeitig schon das nächste Projekt auf unserer Liste: Er muss bei Gelegenheit noch vollständig ausgetauscht werden.

Aber zunächst einmal bekam die neue Tür ihren Platz.
Claudia hatte sich für die Tür ein klassisches Herzchen-Loch gewünscht. Also wurde gebohrt und gesägt, bis das Herz seinen Platz in der Tür gefunden hatte. ❤️
Zum Schluss bekam die Tür noch einen ordentlichen Wetterschutz. Dafür haben wir unsere Bio-Schweden-Rot-Farbe verwendet, die noch vom Stallbau übrig war.

Zum Schluss hatte Arvid noch die Idee einen Griff anzubringen, aus einem Walnuß-Ast, welcher beim letzten Sturm vom Baum gefallen war.
Sven hat uns aus Spaß auch gleich einmal diesen Song zu unserer neuen Klo-Tür gemacht (viel Spaß beim hören):
Hoch lebe unsere Klo-Haus-Tür
Alte Klo-Häuschen Tür:
Bau der neuen Tür: