Willkommen im Garten-Blog

Hier wol­len wir vor­stel­len, was wir in unse­rem Gar­ten so anstel­len. Es soll hier Berich­te über den Anbau, Ern­te und Ver­wer­tung unse­rer Gar­ten­pflan­zen geben und auch Infos zu unse­ren Hand­werk­li­chen Bas­tel­ak­ti­vi­tä­ten und auch sons­ti­ges, hof­fent­lich infor­ma­ti­ves, amü­san­tes oder sonst­wie inter­es­san­tes zu lesen geben.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Arvid, Clau­dia & Gunter

Hühnerstall: die gebrochene Sitzstange — 2026

Heu­te kamen wir in den Gar­ten und war­fen zunächst ein­mal einen Blick in den Hüh­ner­stall. Dabei staun­ten wir nicht schlecht: Die hin­te­re Sitz­stan­ge lag mit­tig durch­ge­bro­chen auf dem Stall­bo­den.

Die gebro­che­ne Sitzstange

So dünn war die eigent­lich gar nicht, dach­te ich zunächst. Aller­dings war sie schon seit dem Bau des Stal­les dort ein­ge­baut. Den Stall hat­ten wir wäh­rend der Coro­na-Zeit gebaut. Damals herrsch­te bekannt­lich Holz­knapp­heit und dazu kamen die vie­len Zei­ten, in denen die Bau­märk­te geschlos­sen oder nur ein­ge­schränkt zugäng­lich waren. Wir muss­ten also neh­men, was gera­de zu bekom­men war – und eine dicke­re Lat­te hat­ten wir damals nicht bekommen.

Die vor­de­re Sitz­stan­ge kam erst spä­ter dazu und ist deut­lich dicker. Viel­leicht war die alte Stan­ge also tat­säch­lich ein­fach zu schwach dimen­sio­niert. Ande­rer­seits kam mir natür­lich auch sofort ein ande­rer Gedan­ke: Sind viel­leicht unse­re Hüh­ner zu fett geworden?

Eine wis­sen­schaft­lich belast­ba­re Ant­wort auf die­se Fra­ge wer­den wir wohl nicht mehr bekom­men. Die Stan­ge jeden­falls hat­te ihre Dienst­zeit offen­bar beendet.

Also hieß es: Planänderung!

Eigent­lich hat­te ich den Tag ganz anders geplant, aber bevor die Hüh­ner am Abend auf dem Boden schla­fen muss­ten, ging es erst ein­mal los, eine neue Lat­te zu besor­gen. Die neue Sitz­stan­ge wur­de anschlie­ßend ein­ge­baut – dies­mal natür­lich etwas kräf­ti­ger dimensioniert.

Damit soll­ten unse­re Hüh­ner hof­fent­lich nicht mehr für einen unge­plan­ten Repa­ra­tur­ein­satz sorgen.

Buch: Hausschlachtung: Huhn

Ein wichtiges Thema in der Hühnerhaltung: das Schlachten

Ein wich­ti­ges und irgend­wann unver­meid­li­ches The­ma für Hüh­ner­hal­ter ist das Schlach­ten, ins­be­son­de­re dann, wenn man auch eige­ne Küken nach­zieht. Sei es, um über­zäh­li­ge Häh­ne sinn­voll zu ver­wer­ten, einem Tier wei­te­res Lei­den zu erspa­ren oder die Hüh­ner­hal­tung ganz bewusst mit der eige­nen Fleisch­ver­sor­gung zu verbinden.

Sobald man sich näher mit dem The­ma beschäf­tigt, stellt sich unwei­ger­lich die Fra­ge, wie eine Schlach­tung fach­ge­recht, sicher und vor allem unter Berück­sich­ti­gung des Tier­wohls durch­ge­führt wer­den kann. Wer die­se Ver­ant­wor­tung eigen­stän­dig über­neh­men möch­te, soll­te sich die not­wen­di­gen Kennt­nis­se und Fer­tig­kei­ten unbe­dingt vor­her aneig­nen las­sen, bei­spiels­wei­se im Rah­men eines Schlachtkurses.

Wir haben dafür die Mög­lich­keit genutzt, das Schlach­ten in unse­rem Geflü­gel­zucht­ver­ein zu erler­nen. Unser Ver­ein ver­fügt außer­dem über eine eige­ne mobi­le Schlacht­aus­stat­tung, sodass wir uns auch prak­tisch mit dem The­ma aus­ein­an­der­set­zen konnten.

Natür­lich haben wir zusätz­lich ver­sucht, uns durch ent­spre­chen­de Fach­li­te­ra­tur wei­ter­zu­bil­den, und sind dabei auf die­ses Buch gesto­ßen. Es ver­mit­telt einen guten Ein­blick in die Schlach­tung eines Huh­nes und die anschlie­ßen­de Ver­ar­bei­tung des Schlachtkörpers.

Dabei wird gezielt dar­auf ein­ge­gan­gen, wel­che Uten­si­li­en benö­tigt wer­den und wel­che Hygie­ne­maß­nah­men zu beach­ten sind.

Ins­ge­samt fin­de ich das Buch sehr über­sicht­lich gestal­tet. Gera­de für Anfän­ger bie­tet es einen guten ers­ten Über­blick über die ver­schie­de­nen Arbeits­schrit­te und die grund­le­gen­den Aspek­te, mit denen man sich bei die­sem The­ma aus­ein­an­der­set­zen sollte.

Für uns ist es damit eine hilf­rei­che Ergän­zung zu den prak­ti­schen Erfah­run­gen, die wir bereits im Ver­ein sam­meln konnten.

HAUSSCHLACHTUNG: HUHN
Nach­hal­ti­ge Selbstversorgung

Haus­schlach­tung: Huhn

Autor: Adam Danforth

Velag: HEEL Ver­lag (Aus­ga­be: 2022)

Buch: Pilze Mitteleuropas (Wegweiser durch die Natur)

Die­ses Buch ist mal wie­der ein Fund aus einer Bücher­kis­te auf der Stra­ße, den Gun­ter vor einer Wei­le gemacht hat. Zwar stammt es bereits aus den 1980er Jah­ren, aber gera­de die Zeich­nun­gen der Pil­ze fin­de ich aus­ge­spro­chen gelun­gen. Für die Bestim­mung eig­nen sie sich mei­ner Mei­nung nach teil­wei­se sogar bes­ser als vie­le Foto­gra­fien, da die cha­rak­te­ris­ti­schen Merk­ma­le der ein­zel­nen Arten sehr deut­lich dar­ge­stellt werden.

Im Buch wer­den die wich­tigs­ten Gift­pil­ze und ihre jewei­li­gen „Dop­pel­gän­ger“ beschrieben.

Im Anhang fin­den sich außer­dem noch zahl­rei­che prak­ti­sche Tipps: vom rich­ti­gen Sam­meln über die Ver­wer­tung der Pil­ze bis hin zu Hin­wei­sen zur Ers­ten Hil­fe bei Ver­gif­tun­gen. Beson­ders inter­es­sant fin­de ich auch das Kapi­tel über die Zucht gän­gi­ger Pilz­ar­ten zu Hause.

Wie­der ein­mal ein schö­nes Bei­spiel dafür, dass sich in sol­chen aus­sor­tier­ten Bücher­kis­ten manch­mal wah­re klei­ne Schät­ze ver­ber­gen können!

(Weg­wei­ser durch die Natur) Pil­ze Mitteleuropas

Pil­ze Mitteleuropas

Autor: Hans Haas

Ver­lag: Ver­lag: Das Bes­te. ADAC Buch (Auf­la­ge: ‎ 1. Janu­ar 1982)

Wei­te­re Bücher zum The­ma Pilze:

Nach­hal­ti­ge Pilz­zucht (Josef Huber)

Buch: MEIN EIGNER GARTEN

Ein Gartenschatz aus dem Jahr 1946

Was man manch­mal für tol­le Rari­tä­ten fin­den kann, wenn man einen Blick in die Kis­ten wirft, die Leu­te ein­fach zum Mit­neh­men auf die Stra­ße stel­len! So hat Gun­ter tat­säch­lich die­ses tol­le Gar­ten­buch in einer Aus­ga­be von 1946 entdeckt.

Beim Durch­blät­tern habe ich bereits eini­ge span­nen­de Din­ge gefun­den: Sor­ten­lis­ten und Sor­ten­be­schrei­bun­gen alter Obst- und Gemü­se­sor­ten, Wis­sens­wer­tes über Misch­kul­tu­ren und Boden­pfle­ge und vie­les mehr. Beson­ders inter­es­sant fin­de ich dabei, dass man in die­sem Buch auf zahl­rei­che Metho­den und Erkennt­nis­se stößt, die wir heu­te teil­wei­se wie­der als „Neue­run­gen“ für den Gemü­se­gar­ten ansehen.

Dabei wuss­te man offen­bar schon frü­her eine gan­ze Men­ge über natur­na­hes Gärt­nern und den sinn­vol­len Umgang mit dem Boden. Mit der zuneh­men­den Inten­si­vie­rung der Land­wirt­schaft und des Gar­ten­baus scheint jedoch vie­les davon in Ver­ges­sen­heit gera­ten zu sein.

Dass die­ses Buch ein der­art span­nen­der Fund ist, hät­te ich zunächst gar nicht erwar­tet. Ich wer­de des­halb in Zukunft sicher­lich das eine oder ande­re dar­aus vor­stel­len, zitie­ren und näher beschreiben.

MEIN EIGNER GARTEN

Autor: Mar­got Schubert

Ver­lag: Adolf Rausch Ver­lag (Auf­la­ge: 1946)

MEIN EIGNER GARTEN
MEIN EIGNER GARTEN — Inhaltsverzeichnis
MEIN EIGNER GARTEN — Widmung

“Hoch lebe unsere Klo-Haus-Tür” (von Sven)

Eine neue Tür fürs alte Klo-Häuschen (2026)

Unse­re Kom­post­toi­let­te haben wir ja bereits 2023 bekom­men. Sie befin­det sich im alten Klo-Häus­chen – und genau dort hat­te die vor­han­de­ne Tür inzwi­schen ein­deu­tig ihre bes­ten Jah­re hin­ter sich.

Das Holz war mitt­ler­wei­le so stark ange­mo­dert, dass die Tür sich irgend­wann über­haupt nicht mehr öff­nen ließ. Damit war ziem­lich ein­deu­tig: Eine neue Tür muss her.

Sven mit unse­rer Kapp­sä­ge vom Flohmarkt

Als Sven uns besuch­te, haben wir die Gele­gen­heit kur­zer­hand genutzt und ich bin spon­tan mit ihm in den Bau­markt gefah­ren. Bau­ma­te­ri­al besorgt – und schon war das nächs­te klei­ne Selbst­bau­pro­jekt gestartet.

Die neue Tür haben wir anschlie­ßend selbst gebaut. Einen Tag spä­ter ging es dann gemein­sam mit Gun­ter an den Einbau.

Ganz so ein­fach, wie man sich das viel­leicht vor­ge­stellt hät­te, war die Sache aller­dings nicht. Einer der Stän­der-Pfos­ten des alten Häus­chens ist eben­falls ange­fault. Beim Ein­bau muss­ten wir des­halb erst ein­mal etwas impro­vi­sie­ren und eine pro­vi­so­ri­sche Sta­bi­li­sie­rung schaffen.

Der ange­faul­te Pfos­ten ist damit gleich­zei­tig schon das nächs­te Pro­jekt auf unse­rer Lis­te: Er muss bei Gele­gen­heit noch voll­stän­dig aus­ge­tauscht werden.

Die fer­ti­ge neue Tür

Aber zunächst ein­mal bekam die neue Tür ihren Platz.

Clau­dia hat­te sich für die Tür ein klas­si­sches Herz­chen-Loch gewünscht. Also wur­de gebohrt und gesägt, bis das Herz sei­nen Platz in der Tür gefun­den hat­te. ❤️

Zum Schluss bekam die Tür noch einen ordent­li­chen Wet­ter­schutz. Dafür haben wir unse­re Bio-Schwe­den-Rot-Far­be ver­wen­det, die noch vom Stall­bau übrig war.

 

Tür-Griff aus Walnuß-Ast

Zum Schluss hat­te Arvid noch die Idee einen Griff anzu­brin­gen, aus einem Wal­nuß-Ast, wel­cher beim letz­ten Sturm vom Baum gefal­len war.

 

 

 

 

 

Sven hat uns aus Spaß auch gleich ein­mal die­sen Song zu unse­rer neu­en Klo-Tür gemacht (viel Spaß beim hören):

Hoch lebe unse­re Klo-Haus-Tür

Alte Klo-Häus­chen Tür:

Bau der neu­en Tür:

Kom­post-Toi­let­te (2023)