Admiral (Vanessa atalanta)

Der Admi­ral (Vanes­sa ata­lan­ta, Syn.: Pyrameis ata­lan­ta) ist ein sehr bekann­ter und weit ver­brei­te­ter Schmet­ter­ling der nörd­li­chen Hemi­sphä­re aus der Fami­lie der Edel­fal­ter (Nympha­li­dae).

Die Fal­ter errei­chen eine Flü­gel­spann­wei­te von 55 bis 65 Mil­li­me­tern. Sie haben sam­tig schwar­ze Vor­der­flü­gel­ober­sei­ten, auf denen etwa in der Mit­te eine brei­te gezack­te zie­gel­ro­te Bin­de ver­läuft. Die Weib­chen haben in die­ser fast immer einen klei­nen wei­ßen Fleck. Die tief­schwar­zen Spit­zen der Vor­der­flü­gel tra­gen einen gro­ßen wei­ßen Bal­ken und meh­re­re klei­ne wei­ße Fle­cken. Die Hin­ter­flü­gel sind eben­falls tief schwarz­braun gefärbt und tra­gen eine brei­te oran­ge­ro­te Bin­de am Flü­gel­au­ßen­rand. In die­ser ver­läuft in der Mit­te eine schwar­ze Punkt­rei­he und im Hin­ter­win­kel ein läng­li­cher blau­er Fleck. Am äußers­ten Rand aller vier Flü­gel ver­läuft eine sehr dün­ne wei­ße Linie, die kurz durch schwar­ze Punk­te unter­bro­chen wird.

Die die Nomi­natart des Admi­ral (V. ata­lan­ta ata­lan­ta) kommt  in Nord­west­afri­ka von Marok­ko bis Tune­si­en, auf allen Mit­tel­meer­in­seln und von West­eu­ro­pa über ganz Euro­pa, Klein­asi­en, den Kau­ka­sus bis in den Wes­ten Asi­ens in West­si­bi­ri­en, das nörd­li­che Tian Shan, den Dsun­ga­ri­schen Alatau, den Altai und das Sajan­ge­bir­ge vor. In jedem Gebiet leben spe­zi­ell an das regio­na­le Kli­ma ange­pass­te Popu­la­tio­nen, die inner­halb eines kli­ma­tisch ähn­li­chen Gebiets im Früh­jahr nach Nor­den und im Herbst nach Süden wan­dern. Um die Jahr­tau­send­wen­de haben sich die bis dahin bevor­zug­ten Flug­rou­ten geän­dert und die Fal­ter sind in Mit­tel­eu­ro­pa zuneh­mend hei­misch gewor­den. Die süd­eu­ro­päi­schen Popu­la­tio­nen flie­gen heu­te nicht mehr nach Mit­tel­eu­ro­pa, son­dern inner­halb des Mit­tel­meer­raums nach Nor­den und vor allem in die Gebir­ge. Mit­tel­eu­ro­päi­sche Popu­la­tio­nen flie­gen im Nor­den bis Süd­skan­di­na­vi­en und im Herbst wie­der in ihre Über­win­te­rungs­ge­bie­te zurück. Die­se lie­gen hier vor allem in Süd­west­deutsch­land und in Ost­frank­reich. Die Nord­gren­ze der stän­di­gen Ver­brei­tung ver­läuft in Euro­pa der­zeit von Süd­eng­land und Däne­mark nach Rügen. Zu Beginn des 21. Jahr­hun­derts ist der Ein­flug aus Süd- nach Mit­tel­eu­ro­pa anschei­nend voll­stän­dig zum Erlie­gen gekommen.

Lebens­wei­se

Häu­fig kann man den Admi­ral auf Schmet­ter­lings­flie­der (Budd­le­ja davi­dii), Brom­bee­ren (Rubus fru­ti­co­sus), Präch­ti­ge Fett­hen­ne (Hylo­te­le­phi­um spec­ta­bi­le) oder Was­ser­dost (Eupa­to­ri­um can­na­binum) beob­ach­ten, im Herbst sau­gen sie auch ger­ne auf am Boden auf­ge­platz­tem Fall­obst und an Efeu­blü­ten (Hede­ra helix).

Die Fal­ter flie­gen in Mit­tel­eu­ro­pa von Mai bis Okto­ber, sie leben dabei in bis zu drei Genera­tio­nen jähr­lich. An war­men Tagen im Win­ter kön­nen auch ver­ein­zelt über­win­tern­de Fal­ter ange­trof­fen wer­den, wobei die Tie­re in der Regel erst bei stär­ke­rem Frost sterben.

Die Rau­pen des Admi­rals ernäh­ren sich in Mit­tel­eu­ro­pa aus­schließ­lich von der Gro­ßen Brenn­nes­sel (Urti­ca dioi­ca). Die Weib­chen legen ihre blass­grü­nen Eier ein­zeln an halb­schat­tig ste­hen­den Fut­ter­pflan­zen ab. Die jun­ge Rau­pe spinnt aus jun­gen Blät­tern oder deren Tei­len ein Nest zusam­men. Die älte­re Rau­pe beißt Blatt­stie­le durch und spinnt die Blät­ter zu den typi­schen auf­fäl­li­gen Blatt­tü­ten zusam­men, in denen sie lebt. Die Blät­ter der Röh­re wer­den von der Spit­ze her gefres­sen und erst ver­las­sen, wenn die Rau­pe sie so weit zer­fres­sen hat, dass sie ihr kei­nen aus­rei­chen­den Schutz mehr bie­tet. Sie ver­puppt sich eben­falls in ihrem Versteck.

Quel­le: Wikipedia

Der Admi­ral bei uns im Garten:

Im Som­mer tref­fen wir den Admi­ral häu­fig bei uns im Gar­ten an und erfreu­en uns immer an die­sen sehr schö­nen Schmet­ter­lin­gen. Wir hof­fen das er auch davon pro­fi­tiert, dass wir eini­gen sei­ner Fut­ter- und Wirts­pflan­zen hier Raum geben. Wie etwa gro­ße Brenn­nes­sel (Urti­ca dioi­ca), Präch­ti­ge Fett­hen­ne (Hylo­te­le­phi­um spec­ta­bi­le), Efeu (Hede­ra helix) und in die­sem Jahr hat­ten wir aus einer Blu­men­mi­schung auch etwas Schmet­ter­lings­flie­der (Budd­le­ja davi­dii).

Fotos: wur­den 2021 bei uns im Gar­ten gemacht.

Tagpfauenauge (Aglais io)

Das Tag­pfau­en­au­ge (Aglais io, Syn.: Inach­is io, Nympha­lis io) ist ein Schmet­ter­ling (Tag­fal­ter) aus der Fami­lie der Edel­fal­ter (Nympha­li­dae). Der Art­na­me lei­tet sich von Io, einer Gelieb­ten des Zeus aus der grie­chi­schen Mytho­lo­gie ab. Das Tag­pfau­en­au­ge wur­de zum Schmet­ter­ling des Jah­res 2009 gewählt.

Es han­delt sich bei dem Tag­pfau­en­au­ge um einen Fal­ter mit einer Flü­gel­spann­wei­te von 50 bis 55 Mil­li­me­tern. Die Flü­gel haben eine rost­ro­te Grund­fär­bung und ihr  auf­fäl­ligs­tes Merk­mal sind die an jeder Vor­der- und Hin­ter­flü­gel­spit­ze gut erkenn­ba­ren, schwarz, blau und gelb gefärb­ten Augenflecken.

Die Rau­pen wer­den cir­ca 42 Mil­li­me­ter lang. Sie sind schwarz am gesam­ten Kör­per und wei­sen zahl­rei­che fei­ne wei­ße Punk­te und schwar­ze Dor­nen auf.

Ihr Ver­brei­tungs­ge­biet erstreckt sich von Mit­tel­eu­ro­pa bis über Tei­le Asi­en. Man fin­det Tag­pfau­en­au­gen bis in einer Höhe von 2500m.  Sie kom­men in Lebens­räu­men wie offe­nen Wäl­dern ‚aber auch in Parks und Gär­ten vor.

Lebens­wei­se:

Die Tag­pfau­en­au­gen kön­nen sowohl mit der moder­nen Land­wirt­schaft als auch mit den sons­ti­gen Gege­ben­hei­ten, die durch Ein­grif­fe des Men­schen ver­ur­sacht wer­den, gut zurecht­kom­men. Begüns­tigt wird dies durch das rasche Wachs­tum von Brenn­nes­seln auf stick­stoff­rei­chen Böden. Zum Über­win­tern suchen die Fal­ter leicht feuch­te und geschütz­te Win­ter­quar­tie­re, wie zum Bei­spiel Höh­len, Kel­ler, Zie­gen­stäl­le oder Fuchs­baue. Auf Dach­bö­den ver­trock­nen sie wegen Feuchtigkeitsmangels.

Die Fal­ter flie­gen jähr­lich in zwei Genera­tio­nen: Die der ers­ten flie­gen von Juni bis August, wobei je nach Wet­ter­la­ge eine Dia­pau­se von Juli bis Okto­ber ein­ge­hal­ten wird, die der zwei­ten Genera­ti­on flie­gen von August bis Okto­ber. Nach der Über­win­te­rung kön­nen die Fal­ter bereits von März bis Mai beob­ach­tet werden.

In Mit­tel­eu­ro­pa ernäh­ren sich die Rau­pen fast aus­schließ­lich von der Gro­ßen Brenn­nes­sel (Urti­ca dioi­ca), sie sol­len aber gele­gent­lich auch auf ande­re Brenn­nes­sel­ar­ten aus­wei­chen. Sel­ten fres­sen sie an Ech­tem Hop­fen (Humu­lus lupu­lus). Die Rau­pen des Tag­pfau­en­au­ges leben in der Regel an älte­ren stick­stoff­är­me­ren Brenn­nes­seln im Halbschatten.

Quel­le: Wikipedia

Die Fotos wur­den bei uns im Gar­ten gemacht, hier fin­den sich eigent­lich in jedem Jahr Tagpfauenaugen.

Fadenmolch (Lissotriton helveticus)

Der Faden­molch (Lisso­tri­ton hel­ve­ti­cus, Syn.: Tri­turus hel­ve­ti­cus, vgl.: Tri­turus) ist ein Schwanz­lurch aus der Fami­lie der Ech­ten Sala­man­der und Mol­che (Sala­man­dri­dae).

Der Faden­molch ist ein klei­ner, zier­li­cher Molch – die Männ­chen wer­den 8,5, die Weib­chen 9,5 Zen­ti­me­ter lang. Der Rücken ist braun, die Flan­ken sind gelb­braun gefärbt. Die Bauch­sei­te ist zur Paa­rungs­zeit hell­gelb und weist in der Mit­te kei­ne Fle­ckung auf. Die Keh­le ist perl­mutt- bis fleisch­far­ben ohne Punk­te. Weib­chen in Land­tracht sowie Jung­tie­re haben manch­mal eine rote Linie auf dem Rücken. Die Männ­chen zei­gen in der Was­ser­tracht einen bis zu acht Mil­li­me­ter lan­gen Faden am Schwanz­ende und wei­sen auf­fal­lend gro­ße, dunk­le Schwimm­häu­te an den Hin­ter­fü­ßen auf. Ihre ver­grö­ßer­te Kloa­ke ist dun­kel pig­men­tiert. Bei den unschein­ba­ren Weib­chen besteht eine hohe Ver­wechs­lungs­ge­fahr mit denen des Teich­mol­ches; der Faden­molch ist jedoch, abge­se­hen von wald­rei­chen Regio­nen atlan­ti­scher Mit­tel­ge­bir­ge, wesent­lich sel­te­ner. Faden­mol­che bei­der­lei Geschlechts wir­ken durch her­vor­tre­ten­de Rücken­drü­sen­leis­ten im Quer­schnitt oft etwas “ecki­ger” als Teichmolche.

Ver­brei­tung

Die Art ist ein atlan­ti­sches bis sub­at­lan­ti­sches Fau­nen­ele­ment mit dem Ver­brei­tungs­schwer­punkt in Frank­reich. Dane­ben wer­den die Bri­ti­sche Haupt­in­sel, die Bene­lux­län­der, Tei­le Deutsch­lands, der Schweiz und der nörd­li­chen Ibe­ri­schen Halb­in­sel besie­delt. Inner­halb Deutsch­lands kom­men Faden­mol­che vor allem im West­teil vor, so im süd­li­chen Nie­der­sach­sen, Tei­len Nord­rhein-West­fa­lens, im Saar­land, in Rhein­land-Pfalz, Hes­sen und Baden-Würt­tem­berg. Die öst­lichs­ten Vor­pos­ten der Ver­brei­tung lie­gen im Erz­ge­bir­ge sowie im Thü­rin­ger Wald und Harz. Auch im nord­west­deut­schen Tief­land gibt es eini­ge insel­ar­ti­ge Vor­kom­men, so z. B. in der Lüne­bur­ger Hei­de und im Ammer­land. Die nord­öst­li­che Ver­brei­tungs­gren­ze bil­det das Elbe-Urstromtal.

Lebens­raum / Lebensweise

Der Haupt­le­bens­raum sind zusam­men­hän­gen­de Laub­wald­ge­bie­te der Mit­tel­ge­bir­ge. Dort wer­den küh­le, meist besonn­te bis halb­schat­ti­ge Klein­ge­wäs­ser zur Fort­pflan­zung auf­ge­sucht, dar­un­ter auch Stau- und Quell­ge­wäs­ser sowie was­ser­ge­füll­te Fahr­spu­ren auf Wald­we­gen. Voll­kom­men beschat­te­te und vege­ta­ti­ons­lo­se Gewäs­ser wer­den eher gemie­den. Die Alt­tie­re hal­ten sich vom Beginn der Jah­res­ak­ti­vi­täts­zeit – in Mit­tel­eu­ro­pa: Februar/März – bis in den Früh­som­mer im Gewäs­ser auf; die eigent­li­che Laich­zeit reicht von März bis Mai.

Danach keh­ren sie in ihre Land­ha­bi­ta­te zurück, wo sie tags­über unter Baum­stümp­fen, Stei­nen oder Fall­laub ruhen und nachts auf die Jagd nach Insek­ten, Wür­mern und ähn­li­chem Klein­ge­tier gehen. Im Laich­ge­wäs­ser fres­sen sie, wie alle Was­ser­mol­che, außer­dem Insek­ten­lar­ven, Was­ser­as­seln, aber auch Molch­ei­er und ‑lar­ven (ein­schließ­lich der eige­nen Art) und Froschlaich.

Die Lar­ven, die sich aus den maxi­mal 450 Ein­zel­eiern ent­wi­ckeln, wel­che ein Weib­chen pro Sai­son her­vor­brin­gen kann, benö­ti­gen nach einer drei- bis vier­wö­chi­gen Embryo­nal­pha­se noch unge­fähr zwei bis drei Mona­te bis zur Meta­mor­pho­se. Bis dahin ernäh­ren sich die Lar­ven, die nicht von denen des Teich­mol­ches unter­schie­den wer­den kön­nen, vor allem von Kleinst­kreb­sen und Mücken­lar­ven. Nach ihrem Land­gang, bei dem sie eine Län­ge von 30 bis 40 Mil­li­me­tern auf­wei­sen, dau­ert es bis zum zwei­ten Lebens­jahr, ehe ihre Geschlechts­rei­fe eintritt.

Gefähr­dung und Schutz

Faden­molch­be­stän­de lei­den unter der Zer­stö­rung oder Beein­träch­ti­gung von Klein­ge­wäs­sern durch Zuschüt­tung oder Ein­trag von Müll, Dün­ger und Umwelt­gif­ten. Wer­den von Men­schen Fische in Klein­ge­wäs­ser ein­ge­setzt, die dort natür­li­cher­wei­se nicht vor­kom­men wür­den, führt dies in der Regel zum Zusam­men­bruch von Lurch­po­pu­la­tio­nen, da deren Laich und Lar­ven von den meis­ten Fischen gefres­sen werden.

Ins­be­son­de­re bei den sai­so­na­len Wan­de­run­gen, bei­spiels­wei­se vom Win­ter­quar­tier zum Laich­ge­wäs­ser, erlei­den Faden­mol­che und ande­re Amphi­bi­en an vie­len Stel­len im dicht besie­del­ten Mit­tel­eu­ro­pa Ver­lus­te durch den Straßenverkehr.

Gesetz­li­cher Schutzstatus

  • Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz (BNatSchG): beson­ders geschützt

Quel­le: Wikipedia

Faden­molch in unse­rem Garten:

Das Bild von unse­rem Faden­molch (sofern wir ihn wirk­lich rich­tig bestimmt haben) Zufalls­fund im Gar­ten habe ich 2021 gemacht. Da ist er uns bei der Gar­ten­ar­beit über den Weg gelau­fen. Schein­bar kam er aus dem Efeu Unter­wuchs unter den alten Thu­jas, im Gar­ten von Arvids Vater her­vor. War­schein­lich mag er den eher schat­tig bewach­sen Teil des Gar­tens und die diver­sen Mini-Tei­che die es da in unse­ren zwei Gär­ten gibt.

Als Bestim­mungs­hil­fe habe ich mir hier­mit gehofen:

Bebil­der­te Teich-/Fa­den­molch-Bestim­mungs­hil­fe des AK Amphi­ben & Rep­ti­li­en NRW (PDF)

Die habe ich über die­sen NABU Arti­kel gefun­den: Faden­molch

Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer (Psyllobora vigintiduopunctata)

Zwei­und­zwan­zig­punkt-Mari­en­kä­fer  oder Pilz-Mari­en­kä­fer (Psyl­l­o­bo­ra vig­in­ti­du­o­punc­ta­ta).

Die Käfer wer­den drei bis 4,5 Mil­li­me­ter lang und haben einen fast kreis­run­den Kör­per. Ihre Deck­flü­gel sind kräf­tig gelb gefärbt und wei­sen je 11 schwar­ze Punk­te auf. Auch das Schild­chen (Scutel­lum) ist schwarz. Auf dem eben­falls gel­ben, manch­mal aber auch hel­len Hals­schild befin­den sich fünf sym­me­trisch ange­ord­ne­te, schwar­ze Fle­cken, einer davon direkt am Schild­chen. Die Unter­sei­te der Käfer ist schwarz und hat gel­be Fle­cken. Sowohl ihre Füh­ler, als auch ihre Bei­ne sind bis auf die dunk­len Femo­ra gelb gefärbt.

Die Lar­ven sind eben­falls gelb und haben am gan­zen Kör­per schwar­ze Fort­sät­ze, aus denen Büschel mit schwar­zen Haa­ren wach­sen. Auch die Bei­ne sind schwarz.

Die Tie­re kom­men in wei­ten Tei­len Euro­pas, Nord­afri­ka und Asi­en vor. Sie feh­len vor allem im hohen Nor­den. Sie leben an Wald­rän­dern, Wie­sen und auch in Gär­ten. Beson­ders häu­fig fin­det man sie auf Eichen. Die Ima­gi­nes flie­gen von April bis September.

Die erwach­se­nen Tie­re ernäh­ren sich eben­so wie die Lar­ven myce­to­phag (von Pil­zen) von Ech­tem Mehl­tau und über­win­tern als Ima­gi­nes häu­fig in grö­ße­ren Gesell­schaf­ten, sel­ten auch allei­ne im Boden. Wegen ihrer Pilz­nah­rung gel­ten sie bei Gärt­nern als Nützlinge.

Das Bild des Pilz-Mari­en­kä­fers haben wir in unse­rem Gar­ten auf­ge­nom­men. Hier tref­fen wir die­sen Mari­en­kä­fer öfter an.

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Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata)

Der Kar­tof­fel­kä­fer (Lep­ti­no­tar­sa decem­li­ne­a­ta – etwa: „Zehn­strei­fen-Leicht­fuß“) ist eine Art aus der Fami­lie der Blattkäfer.

Der 7 bis 15 Mil­li­me­ter lan­ge Kar­tof­fel­kä­fer ist gelb, wobei sein Hals­schild schwar­ze Fle­cken auf­weist und sich auf den Flü­gel­de­cken zehn dunk­le Längs­strei­fen befin­den. Er wiegt 50 bis 170 mg. Bei Gefahr kann der Kar­tof­fel­kä­fer ein unan­ge­nehm schme­cken­des Wehr­se­kret aus­schei­den; sei­ne auf­fäl­li­ge Fär­bung wird daher als Warn­tracht gesehen.

Die Käfer legen im Juni an den Blatt­un­ter­sei­ten der Kar­tof­fel­pflan­ze jeweils Pake­te von 20 bis 80 gel­ben Eiern ab. Ins­ge­samt sind es pro Weib­chen etwa 1200 Eier. Aus den Eiern schlüp­fen nach 3 bis 12 Tagen die Lar­ven. Sie sind röt­lich und haben an den Sei­ten und am Kopf schwar­ze Punk­te. Die Lar­ven wach­sen schnell her­an und häu­ten sich drei­mal. Nach 2 bis 4 Wochen krie­chen sie in die Erde, um sich dort zu ver­pup­pen. Nach unge­fähr zwei wei­te­ren Wochen schlüp­fen die Kar­tof­fel­kä­fer, die jedoch noch min­des­tens eine Woche im Boden blei­ben. Pro Jahr tre­ten ein bis zwei Käfer­ge­nera­tio­nen auf. Kar­tof­fel­kä­fer über­win­tern im Boden.

Der Kartoffel­käfer ist heu­te welt­weit ver­brei­tet. Sei­ne Hei­mat lag ursprüng­lich in Zen­tralme­xi­ko. In Euro­pa befürch­te­te man spä­tes­tens 1869 eine Ein­schlep­pung des Kar­tof­fel­kä­fers mit ame­ri­ka­ni­schen Saat­kar­tof­feln, und die ers­te Sich­tung erfolg­te 1877 in den Hafen­an­la­gen von Liver­pool und Rot­ter­dam. In Deutsch­land sind die ers­ten Fun­de für Mül­heim am Rhein und Schildau bei Tor­gau eben­falls für 1877 belegt. Bereits zu die­ser Zeit wur­de von erheb­li­chen Anstren­gun­gen berich­tet, die Pla­ge einzudämmen.

Sei­ne ursprüng­li­che Nah­rungs­pflan­ze in Mexi­ko war der Sta­chel-Nacht­schat­ten (Sola­num rostra­tum). Der Über­gang auf die Kar­tof­fel voll­zog sich im Ver­lauf des Vor­drin­gens wei­ßer Sied­ler in den USA, die dort ihre Kar­tof­fel­pflan­zun­gen anleg­ten. Der Kar­tof­fel­kä­fer und sei­ne Lar­ven ernäh­ren sich von Tei­len der Kar­tof­fel­pflan­ze. Kar­tof­fel­kä­fer kön­nen inner­halb kur­zer Zeit gan­ze Fel­der kahl fres­sen. Es wer­den aber auch ande­re Nacht­schat­ten­ge­wäch­se, ins­be­son­de­re auch wei­te­re Nutz­pflan­zen wie Auber­gi­ne, Papri­ka, Tabak und Toma­ten befal­len. Expe­ri­men­tell bewähr­te sich Bit­ter­sü­ßer Nacht­schat­ten als Fut­ter­pflan­ze des Kartoffelkäfers.

Kar­tof­fel­kä­fer in unse­rem Garten:

Das der Kar­tof­fel­kä­fer auch ande­re Nacht­schat­ten­ge­wäch­se als Fut­ter­pflan­zen annimmt konn­ten wir 2021, als er gehäuft bei uns in Ren­del auf­trat, in unse­rem Gar­ten beob­ach­ten. Er hat neben unse­ren Kar­tof­feln auch den Tabak und den schwar­zen Nacht­schat­ten kahl gefres­sen. Toma­ten und Papri­ka hat er bei uns aber nicht angerührt.

 

 

Da wir ja kei­ne Insek­ti­zi­de oder so bei uns ein­set­zen blieb nur das regel­mä­ßi­ge Absam­meln von den Kar­tof­feln. Über die Kar­tof­fel­kä­fer haben sich danach unse­re Wach­teln sehr gefreut. Die fan­den sie offen­sicht­lich sehr lecker.

Quel­le: Wikipedia

Bil­der:

Eine unse­rer Kar­tof­fel­kä­fer Larven:

Was­ser­läu­fer in unse­rem Teich mit erbeu­te­tem Kartoffelkäfer:

 

1. Wachtel Kunstbrut 2020

Wir haben nun unse­re ers­te Wach­tel Kunst­brut gemacht, es war ein beein­dru­cken­des Erleb­nis und wir sind alle total glück­lich das es geklappt hat.

Hier hat­ten wir ja schon etwas zur Vor­be­rei­tung die­ses Pro­jek­tes geschrie­ben: Wach­tel Kunst­brut Vorbereitung

Wach­tel­brut-Tage­buch:

Nach Ankunft der Brut­ei­er haben wir sie, auf der Spit­ze lie­gend, erst­mal 24 Std. ruhen las­sen. Bevor wir sie in den Brut­au­to­ma­ten ein­ge­legt haben. Auch der Brut­au­to­mat hat­te eine 48 Std. Vor­lauf­zeit bekom­men, damit sich Tem­pe­ra­tur und Feuch­tig­keit ein­spie­len konnten.

14.05. — haben wir 12 Brut­ei­er von Japa­ni­schen Lege­wach­teln, Farb­schlag Tenebro­sus Sche­cken in den Brut­au­to­ma­ten ein­ge­legt. Jetzt heisst es erst erst­mal die Eier im Brü­ter in Ruhe las­sen für 60 Std. Danach wer­den sie laut der Bedie­nungs­an­lei­tung des BRUJA 400 D zwei­mal am Tag gewendet.

Täg­lich kon­trol­lie­ren wir nun Tem­pe­ra­tur und Feuch­tig­keit. Bei Bedarf wer­den die Was­ser­rin­nen nach­ge­füllt und ein­mal am Tag wird der Brü­ter für 10. min. zum Lüf­ten geöffnet.

Die Tem­pe­ra­tur hat immer sehr gut gehal­ten, bei der Feuch­tig­keit muss­ten wir immer ein gutes Auge drauf haben und spä­ter wur­de noch ange­feuch­te­tes Küchen­pa­pier eingelegt.

22.05. — Tag neun, heu­te wur­den die Eier geschiert. Also bei ver­dun­kel­tem Zim­mer haben wir jedes Brut­ei mit­tels der Schier­lam­pe durch­leuch­tet. Dabei schaut man ob sich in dem Ei ein Embryo ent­wi­ckelt. Hier­bei hat sich gezeigt das eines der Eier, wohl vom Trans­port, einen Haa­riss hat­te. Den wir vor­her nicht gese­hen haben. Ein wei­te­res Ei ist lei­der kaputt gegan­gen und in eini­gen Eiern hat sich nichts ent­wi­ckelt. Ande­re sahen so aus als wür­de dar­in etwas wach­sen. Wir sind also sehr gespannt wie es wei­ter geht.

28.05. — Heu­te wur­de die Wen­de­h­or­de aus dem Brü­ter ent­fernt und das Schlupf­git­ter ein­ge­legt. Ab jetzt sol­len die Eier in Ruhe gelas­sen, also nicht wei­ter gewen­det wer­den. Ab jetzt muss auch die Luft­feuch­tig­keit deut­lich, laut unse­rem Brü­ter auf 70–75%, erhöht wer­den. Nun heisst es erst­mal gedul­dig auf den Schlupf­tag warten.

 

 

 

 

 

 

 

31.05. — Schlupf­tag. Es ist soweit, wir haben die klei­nen Küken ja schon sehn­süch­tig erwar­tet. Arvid war an die­sem Wochen­en­de ja im Per­ma­kul­tur 72Std. Grund­kurs und Clau­dia hat gespannt ver­folgt wie die klei­nen Eier im Brü­ter her­um­wa­ckel­ten und das ers­te Ei einen Riss zeig­te. Arvid konn­te es sich ja nicht neh­men las­sen und ist in der Mit­tags­pau­se, aus der grü­nen Lun­ge, rüber gekom­men um nach den schlüp­fen­den Küken zu schauen.

Bis zum Abend waren dann vier klei­ne Küken pro­blem­los aus ihren Eiern gekom­men. Wir haben laut Plan den Brü­ter für 24 Std. geschlos­sen gehal­ten. Damit die Temperatur/Feuchtigkeit nicht zusam­men­bricht um evtl. Nach­züg­lern noch die Chan­ce zum Schlupf zu bieten.

Schluss­end­lich hat sich aber nichts mehr getan, es blieb bei vier Küken. Man kann gera­de bei Brut­ei­ern die man geschickt bekom­men hat  immer mit Aus­fäl­len rech­nen und unse­re Eier haben ja lei­der extra lan­ge auf dem Post­weg verbracht.

 

Die ers­ten zwei Wochen ver­blei­ben die Küken in der Auf­zucht­s­box noch ohne Ein­streu, nur auf Küchen­rol­le. Die mehr­mals täg­lich gewech­selt wird, denn kacken kön­nen sie, die­se Kackis. Als Fut­ter gibt es in der Anfangs­pha­se den Kücken­star­ter, getrock­ne­ten Ore­ga­no und Blau­mohn. Dazu immer mal ein hart gekoch­tes Ei.

Die Künst­li­che Glu­cke (Wär­me­plat­te) wird jeden Tag um ein Seg­ment ihrer Bei­ne erhöht, da die Küken sehr schnell wach­sen und sie immer nur gera­de so mit dem Rücken bis zu Plat­te rei­chen sollen.

 

Die vier Klei­nen machen sich super. Sie haben ihr Fut­ter sehr gut ange­nom­men und ent­wi­ckeln sich präch­tig. Farb­lich sind es zwei Tenebro­sus Sche­cken, ein Tenebro­sus und ein gel­bes Küken gewor­den. Inner­halb der ers­ten Woche wur­den sie immer leb­haf­ter und fin­gen an zu hop­sen und lern­ten immer mehr Ver­hal­tens­wei­sen, wie etwa das Schar­ren.  Auch schei­nen sich da schon gewis­sen Freund­schaf­ten zu ent­wi­ckeln, die bei­den Sche­cken sind fast immer gemein­sam unterwegs.

Grö­ßen­mä­ßig fal­len das Tenebro­sus und das Gel­be aus der Rei­he. Das Tenebros Küken ist deut­lich grö­ßer als der Rest, ist aber cha­rak­ter­lich das gelas­sens­te und ruhigs­te. Das gel­be Küken ist zwar als ers­tes geschlüpft, ist dafür deut­lich klei­ner und in der Feder­ent­wick­lung immer hin­ten dran. Dafür ist es unser “Schrei­kind”, es hat ab dem Schlupf­tag schon im Brü­ter wie verückt her­um geschrien. Arvid hat da schon dar­auf gewet­tet es wür­de mal ein Hahn.

So nach etwa neun Tagen konn­te man sehen, sie ent­wi­ckeln Federn an den Flü­geln und sie haben dann auch ganz schnell so klei­ne Pür­zel am hin­te­ren Ende ent­wi­ckelt. Dann war Akti­on ange­sagt, die Küken waren viel damit beschäf­tigt ihre neu­en Flü­gel­chen zu tes­ten. Es wur­de wild umher gehopst, auch wenn man mit den klei­nen Federn noch nicht wirk­lich flie­gen kann.

Inner­halb der kom­men­den Woche konn­te man förm­lich zuse­hen wie sie auch am Kör­per ein Feder­kleid ent­wi­ckeln. Auch grö­ßen­mä­ßig haben sie ordent­lich zuge­legt und sie fres­sen unmen­gen Kükenfutter.

17.06. — end­lich wird es drau­ßen etwas wär­mer und die Küken kön­nen jetzt immer mal auf den Bal­kon. Das wer­den wir jetzt über die Tage immer wei­ter ver­län­gern bis sie sich an die Tem­pe­ra­tur­ver­hält­nis­se gewöhnt haben. So Wach­teln haben ja einen ver­hält­nis­mä­ßig schnel­len Ent­wick­lungs­zy­klus und sind nach 33. Tagen voll entwickelt.

Den Küken hat es auf dem Bal­kon offen­bar gut gefal­len, sie haben begeis­tert im Din­kel-Pel­let Ein­streu gescharrt, sich gesonnt und auch die Ver­ste­cke sehr gut ange­nom­men. Hier kön­nen sie sich an alle mög­li­chen Umwelt­ein­flüs­se, wie Geräu­sche, ande­re Vogel­stim­men, Kat­zen und Hun­de gewöh­nen. Mitt­ler­wei­le bekom­men sie auch schon immer fri­sches Grün­fut­ter, Grit, Bier­he­fe ins Fut­ter und Apfel­es­sig und Vitamin‑B ins Trink­was­ser. Zusät­li­ches Vitamin‑B ist für Wach­teln äußerst wich­tig. Lei­der haben wir von etli­chen ver­stor­be­nen Wach­teln auf Grund Vitamin‑B Man­gels gele­sen. Offen­bar ist das vie­len Neu­lin­gen in der Wach­tel­hal­tung nicht bekannt.

Was sie auch total lie­ben ist ihr Sand­bad. Da konn­ten wir etli­che lus­ti­ge Beob­ach­tun­gen machen.

 

 

 

Die Fra­ge nach dem Geschlecht der Küken war noch nicht beant­wor­tet. An der Far­be kann man bei den Tenebro­sus ja das Geschlecht nicht unter­schei­den. Also blie­ben Kloa­ken-Test oder das sich die Häh­ne mit Krä­hen outen. Was sie auch taten. Wir haben das sta­tis­ti­sche Klas­sik Ergeb­nis erhal­ten 50% Hähne/Hennen.

Die bei­den Sche­cken sind Hen­nen gewor­den und hei­ßen nun Pin­gu­in und Oreo.

Der Tenebro­sus und der klei­ne Gel­be haben sich als Häh­ne geoutet und heis­sen Opfer und Ter­ror. Opfer hat sich als extrem Früh­reif gezeigt und treibt die bei­den Hen­nen ohne Unter­lass, die armen haben so extre­me Panik vor die­sem Hahn das sie über­haupt nicht zur Ruhe kommen.

Also hiess es erst­mal für die bei­den Jungs sie müs­sen aus­zie­hen und sind ins Gar­ten Küken­heim umge­zo­gen.  Lei­der ist zwei Wochen spä­ter Opfer plötz­lich, ohne sicht­ba­re Vor­er­kran­kung, ver­stor­ben. Seit­her lebt aber Ter­ror mit den bei­den Hen­nen zusammen.

 

Es sind auf jeden Fall zu wenig Hen­nen für den Hahn und wir über­le­gen ob wir ihm noch wel­che besor­gen. Mit einem etwas grö­ße­ren Bestand als 3 Tie­re hat­ten wir schon geplant.

Wir haben also kurz­ent­schlos­sen eine Fahrt zur Vogels­ber­ger Wach­tel­zucht gemacht und dort drei Gold­spren­kel Hen­nen gekauft. Die unse­re Grup­pe erwei­tern. Die drei Damen heis­sen: Nou­gat, Kara­mell und Orangina.

Sie machen sich ganz gut in der Grup­pe und unser Hahn Ter­ror muss ganz schön kuschen vor den Mädels.