Buch: Handbuch der PERMAKULTUR GESTALTUNG

Da ich die Mög­lich­keit hat­te, bei den Gemü­se­hel­dIn­nen Frank­furt einen 72-stün­di­gen Per­ma­kul­tur-Grund­kurs nach Bill Mol­li­son zu absol­vie­ren, habe ich mich anschlie­ßend auf die Suche nach sei­nem Grund­la­gen­werk zur Per­ma­kul­tur gemacht und konn­te es schließ­lich gebraucht erwerben.

Bill Mol­li­son (1928–2016) gilt zusam­men mit David Holm­gren als Grün­der­vä­ter der Permakultur.

Obwohl das Buch das Buch als Neu­aus­ga­be ver­gleichs­wei­se teu­er ist, ist es jeden Euro wert und ich bin froh es güns­tig bekom­men zu haben. Es bie­tet einen enor­men Infor­ma­ti­ons­ge­halt und ver­mit­telt die Grund­la­gen der Per­ma­kul­tur äußerst umfas­send und fun­diert. Für alle, die sich inten­si­ver mit die­sem The­ma beschäf­ti­gen möch­ten, ist es eine unein­ge­schränk­te Empfehlung.

Hand­buch der PERMAKULTUR GESTALTUNG

Autor: Bill Mollison

Ver­lag: Per­ma­kul­tur-Aka­de­mie im Alpenraum

Hand­buch der Per­ma­kul­tur Gestaltung

Buch: Kompost aus der Kiste

Noch rela­tiv am Anfang unse­res Gar­ten­pro­jekts beschäf­tig­ten wir uns mit dem The­ma Wurm­kom­post. Da Clau­dia unse­ren Bal­kon mög­lichst nach­hal­tig bewirt­schaf­ten woll­te und für den Gemü­se­an­bau guter Kom­post unver­zicht­bar ist, mach­ten wir uns Gedan­ken über den Bau einer eige­nen Kompostkiste.

In der Grü­nen Lun­ge gab es bei den Gemü­se­hel­dIn­nen Frank­furt bereits eine Wurm­farm, die uns sehr beein­druck­te und schließ­lich auf die Idee brach­te, auch für unse­ren Bal­kon eine klei­ne Wurm­kom­post­kis­te zu bauen.

Also began­nen wir zu recher­chie­ren, lasen zahl­rei­che Infor­ma­tio­nen im Inter­net und leg­ten uns schließ­lich auch ein Buch zu die­sem The­ma zu. Es lie­fer­te uns vie­le prak­ti­sche Anre­gun­gen und wert­vol­le Tipps für den Bau und die Pfle­ge einer eige­nen Wurm­farm. Mit sei­ner Hil­fe konn­ten wir unse­re ers­ten Erfah­run­gen sam­meln und waren über­rascht, wie ein­fach sich orga­ni­sche Küchen­ab­fäl­le in wert­vol­len Humus ver­wan­deln lassen.

Kom­post aus der Kiste
Wurm­kis­ten für den Haus­ge­brauch selbst gebaut

Autoren: Lydia Bruksch, Jas­per Rimpau

Ver­lag: Ulmer

Kom­post aus der Kiste
Wid­mung von Jas­per Rimpau

Home­page des Autors Jas­per Rim­pau: https://www.wurmwelten.de

Unser Arti­kel zum Wurm­kis­ten­bau: Wurm­kis­ten­bau (2020)

Buch: Nachhaltige Pilzzucht

Im April 2022 mach­ten wir mit den Gemü­se­hel­dIn­nen Frank­furt in der Grü­nen Lun­ge einen Pilz­kurs, bei dem wir lern­ten, Spei­se­pil­ze auf Stamm­holz zu kultivieren.

Unse­ren Kurs­lei­ter, Josef Huber, hat­ten wir bereits wäh­rend unse­res Per­ma­kul­tur-Kur­ses ken­nen­ge­lernt. Sei­ne Begeis­te­rung für die fas­zi­nie­ren­de Welt der Pil­ze war so anste­ckend, dass wir unbe­dingt mehr über den Anbau erfah­ren woll­ten. Des­halb frag­ten wir ihn, ob er bereit wäre, einen Pilz­kurs für unse­re Grup­pe zu geben. Zu unse­rer gro­ßen Freu­de sag­te er sofort zu.

Gemein­sam mit Clau­dia, Gun­ter und vie­len wei­te­ren Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern lern­ten wir an die­sem Tag die Grund­la­gen der Pilz­zucht auf Holz­stäm­men ken­nen. Der Kurs eröff­ne­te uns eine völ­lig neue Per­spek­ti­ve auf die Welt der Pil­ze und mach­te deut­lich, wie eng sie mit den natür­li­chen Kreis­läu­fen der Per­ma­kul­tur ver­bun­den sind.

Seit­dem hat uns das The­ma nicht mehr los­ge­las­sen. Obwohl wir bereits viel gelernt haben, wis­sen wir, dass es auf die­sem Gebiet noch unend­lich viel zu ent­de­cken gibt. Die fas­zi­nie­ren­de Welt der Pil­ze beglei­tet uns bis heu­te und berei­chert unser Ver­ständ­nis von Natur und nach­hal­ti­gem Gärt­nern immer wie­der aufs Neue.

In dem Kurs haben wir die­ses sehr infor­ma­ti­ve Büch­lein erhalten:

Nach­hal­ti­ge Pilzzucht
auf fes­tem Holz — ein­fach und ökologisch

Autor: Josef Huber

Nach­hal­ti­ge Pilzzucht

Home­page von Josef Huber: https://www.pilzstamm.com

Unser Kurs mit Josef: Pilz­kurs (Gemü­se­hel­dIn­nen Frank­furt) 10.04.2022

Buch: Urban Farming

Unse­ren ers­ten Kon­takt mit der Per­ma­kul­tur hat­ten wir sozu­sa­gen direkt vor unse­rer Haus­tür. Schräg gegen­über unse­rer Stra­ße liegt ein rund 14 Hekt­ar gro­ßes Gebiet in Frank­furt, die soge­nann­te „Grü­ne Lun­ge“. Es grenzt unmit­tel­bar an den Was­ser­park und besteht aus zahl­rei­chen alten Schre­ber­gär­ten – einem Stück his­to­ri­scher Gar­ten­kul­tur mit­ten in der Stadt.

Vie­le Jah­re waren wir dort mit unse­ren Hun­den spa­zie­ren. Dabei kamen wir immer wie­der an einem gro­ßen Are­al alter Gär­ten vor­bei. Die meis­ten lagen brach und waren hin­ter Zäu­nen ver­bor­gen. Eines Abends stand jedoch ein Tor offen. Dar­an hing ein hand­ge­mal­tes Schild mit der Ein­la­dung, her­ein­zu­kom­men und sich umzu­se­hen. Natür­lich lie­ßen wir uns die­se Gele­gen­heit nicht ent­ge­hen. Soll­te unse­re lang geheg­te Neu­gier nun end­lich gestillt werden?

Hin­ter dem Tor eröff­ne­te sich uns eine fas­zi­nie­ren­de Welt ver­wil­der­ter Gär­ten. Stau­nend schlen­der­ten wir durch das Gelän­de und begeg­ne­ten einer Grup­pe jun­ger und älte­rer Men­schen, die dort gemein­sam saßen. Wir kamen mit ihnen ins Gespräch und frag­ten, was es mit den geöff­ne­ten Gär­ten auf sich habe.

Dabei erfuh­ren wir, dass das gesam­te Gebiet bebaut wer­den soll­te. Um dies zu ver­hin­dern, hat­ten die Akti­vis­tin­nen und Akti­vis­ten die auf­ge­ge­be­nen Gär­ten besetzt. Ihr Ziel war es, dar­aus gemein­schaft­lich bewirt­schaf­te­te Per­ma­kul­tur­gär­ten für die Frank­fur­ter Bevöl­ke­rung ent­ste­hen zu lassen.

Nicht nur das Gelän­de selbst begeis­ter­te uns – auch die Idee hin­ter dem Pro­jekt über­zeug­te uns sofort. So schlos­sen wir uns der Initia­ti­ve an, aus der spä­ter die Gemü­se­hel­dIn­nen Frank­furt hervorgingen.

Mit den Gemü­se­hel­dIn­nen soll­ten wir in den fol­gen­den Jah­ren vie­le span­nen­de Pro­jek­te erle­ben. Umso mehr freu­ten wir uns, als die bei­den Grün­de­rin­nen schließ­lich ihr Buch über Per­ma­kul­tur und urba­nes Gärt­nern ver­öf­fent­lich­ten. Es gehört für uns zu den Büchern, die wir allen emp­feh­len möch­ten, die sich für gemein­schaft­li­ches Gärt­nern und nach­hal­ti­ge Stadt­ent­wick­lung interessieren.

Urban Far­ming
Gemü­se anbau­en, gemein­schaft­lich gärt­nern, Ernäh­rungs­sou­ve­rä­ni­tät schaffen

Autoren: Julia­ne Ranck, Lau­ra Setzer

Ver­lag: Löwenzahn

Urban Far­ming
Wid­mung von Juli und Lau­ra für Arvid

Pilzkurs (GemüseheldInnen Frankfurt) 10.04.2022

Nach­dem ich bereits den Per­ma­kul­tur-Grund­kurs bei den Gemü­se­hel­dIn­nen Frank­furt absol­viert hat­te, besuch­ten wir im Rah­men des Kur­ses auch den Per­ma­kul­tur­park unse­res Kurs­lei­ters Jonas Gam­pe. Dort lern­ten wir Josef Huber ken­nen, der uns anschau­lich in die Welt des Pilz­an­baus ein­führ­te und sei­ne Anbau­me­tho­den vor­stell­te. Sei­ne Begeis­te­rung für das The­ma war anste­ckend und weck­te bei allen Teil­neh­men­den den Wunsch nach einem eige­nen Pilzkurs.

Arvid

Die­ser Wunsch wur­de schließ­lich erfüllt: Am 10. April 2022 besuch­te uns Josef Huber gemein­sam mit sei­nem Trüf­fel­such­hund in der Grü­nen Lun­ge in Frankfurt.

Wäh­rend des Kur­ses erhiel­ten wir umfas­sen­de Infor­ma­tio­nen über den Anbau von Spei­se­pil­zen auf Fest­holz. Im prak­ti­schen Teil konn­ten wir das Gelern­te direkt umset­zen, indem wir zahl­rei­che Holz­stäm­me mit Pilz­brut beimpf­ten. Ein Teil der beimpf­ten Stäm­me ver­blieb in der Grü­nen Lun­ge, um dort wei­ter­zu­wach­sen, wäh­rend die übri­gen von den Teil­neh­men­den mit nach Hau­se genom­men wur­den, um die Ent­wick­lung der Pilz­kul­tu­ren selbst weiterzuverfolgen.

Gun­ter

Alles wis­sen­wer­te zum Kurs haben wir auch zum Nach­le­sen in Buch­form bekommen:

Nach­hal­ti­ge Pilz­zucht (Autor: Josef Huber)

Kurs­lei­ter: Josef Huber https://www.pilzstamm.com/

Kurz vor dem Pilz­kurs hat­te ich schon mit Chris Pilz­stäm­me in der Grü­nen Lun­ge auf­ge­stellt: Pilz­stäm­me set­zen 2022

Bil­der zum Pilzkurs:

GemüseheldInnen / Pilz-Stämme setzen (2022)

Kris Kir­cher und Arvid haben, im “Wie­sen­gar­ten” der Gemü­se­hel­dIn­nen Frank­furt, zwei Pilz­stäm­me gesetzt. Die­se wur­den zuvor mit Aus­tern­seit­lin­gen geimpft und hat­ten schon eine Zeit um das Myzel aus­zu­brei­ten. Nun soll­ten sie zum fruch­ten gebracht werden.

Kris hat­te die bei­den Stäm­me schon. Zuhau­se in der Bade­wan­ne, gewäs­sert und die Stäm­me gesto­ßen. Dort haben wir sie abge­holt und mit dem Hand­kar­ren in die “Grü­ne Lun­ge” gebracht.

Mit Hil­fe zwei­er Zaun­loch­nboh­rer hat Arvid pas­sen­de Löcher, für die Pilz­stäm­me, aus­ge­ho­ben. Dar­in haben wir die Stäm­me plat­ziert und Kris hat spä­ter noch Ket­ten an den Stäm­men ange­bracht. Da lei­der in den öffent­li­chen Gär­ten aktu­ell viel gestoh­len und zer­stört wird.

 

 

 

Die­se Zaun­loch­boh­rer ohne Spi­ra­le funk­tio­nie­ren bei dem kleb­ri­gen Schluff-Boden erheb­lich bes­ser. Da sie sich nicht so zuset­zen wie Spi­ral-Boh­rer. Daher fand ich sie, nach­dem ich sie hier nun aus­pro­bie­ren konn­te, sehr prak­tisch.  Für den Hor­tus Del­ri­an­ti­um habe ich nach der Pilz­stamm Akti­on eben­falls zwei die­ser Boh­rer bestellt.

 

 

Kris hat über die Gemü­se­hel­dIn­nen auch einen Pilz­stamm-Work­shop orga­ni­siert, an dem ich mit Gun­ter teil­neh­men werde.

 

 

 

 

 

Unse­re Ein­füh­rungs­li­te­ra­tur die wir vor dem Work­shop gele­sen haben:

Bil­der vom Pilz­stäm­me setzen: