Das ist nun schon acht Jahre her, und aus dem winzigen Busch ist ein stattliches Bäumchen von über drei Metern geworden. Es trägt viele kleine, schwarze und sehr leckere Maulbeeren, die wir meist direkt vom Baum naschen. Mittlerweile ist die Ernte so reichlich, dass wir uns Gedanken über die Verarbeitung und Haltbarmachung machen müssen. Ob sich die Früchte zum Trocknen eignen, weiß ich noch nicht, da sie recht klein sind.
Im Herbst letzten Jahres haben wir die Maulbeere zum ersten Mal zurückgeschnitten. Die Blätter waren bei unseren Hühnern sehr beliebt; sie fressen sie unheimlich gerne und bekommen sie nun in kleinen Mengen zur Beschäftigung.
Zwergmaulbeere im Pflanzjahr 2018Zwergmaulbeere im Jahr 2026Das Maulberr-Bäumchen hat 2026 schon einen stabilen Stamm entwickelt.
Maulbeerblätter als Wintervorrat für Hühner:
Hierbei habe ich auch gelesen, man kann einzelne Maulbeerblätter im Spätsommer im Ganzen trocknen. Im Winter zerbröselt unter das Legemehl gemischt, sind sie ein großartiger, grüner Eiweißlieferant. Das will ich dieses Jahr einmal ausprobieren.
Baumheu:
Da mich die Nutzung als Baumheu interessiert hat habe ich dazu etwas im Internet recherchiert um zu schauen wie man die Maulbeerblätter zur Winterfütterung für Ziegen vorbereitet.
Maulbeerblätter optimal als Winterfutter (Baumheu) für Ziegen konservieren:
1. Der richtige Erntezeitpunkt
Sommer nutzen: Ernte die Blätter im Hochsommer (Juli bis August), da sie dann den höchsten Nährstoffgehalt haben.
Trockenes Wetter: Pflücke nur an trockenen Tagen, sobald der Morgentau vollständig verdunstet ist.
2. Die Trocknungsmethode (Bündelmethode)
Zweige schneiden: Schneide ganze, beblätterte Zweige mit einer Länge von etwa 30 bis 50 Zentimetern ab.
Bündel schnüren: Binde jeweils 5 bis 10 Zweige am unteren Ende mit einer Schnur fest zu einem Strauß zusammen.
Kopfüber aufhängen: Hänge die Bündel kopfüber an einem luftigen, schattigen und regengeschützten Ort auf (z. B. in einer Scheune, auf dem Dachboden oder unter einem Vordach).
Sonne meiden: Trockne sie nicht in der prallen Sonne, da das UV-Licht die wertvollen Vitamine und Proteine zerstört und die Blätter braun werden lässt.
3. Lagerung für den Winter
Knistertest: Die Blätter sind fertig getrocknet, wenn sie beim Anfassen rascheln und die Stiele leicht brechen. Das dauert je nach Wetter 1 bis 2 Wochen.
Aufbewahrung: Lagere die Bündel hängend oder locker geschichtet in Kisten an einem absolut trockenen, mäusesicheren Ort. Feuchtigkeit führt schnell zu Schimmelbildung.
Vor einem Jahr haben wir unseren Heidelberger Blutapfel Baum gekauft und auf die vordere Wiese gepflanzt.
Nun konnte er anwachsen und hat hier nach seinem ersten Winter neu ausgetrieben und ist in die Blüte gegangen. Er hat wunderschöne große intensiv rosarote Blüten. Damit war er ein echter Hingucker und es hat uns viel Freude gemacht.
Der Sommer war dann wieder einmal ziemlich trocken, sodass wir doch einige Gießkannen Wasser an ihm vergossen haben. Auch die Winter-Heckenzwiebel, die wir an seine Baumscheibe gesetzt hatten war sehr dankbar ge
legentlich Wasser zu bekommen.
Aus den Blüten gingen vier kleine Fruchtansätze hervor und man glaubt es kaum. Der kleine Baum hat im ersten Standjahr bei uns vier rote Äpfel produziert. Das konnten wir fast nicht glauben und haben sie aufmerksam beim Wachsen beobachtet.
Leider hatten wir im Herbst dann ein Unwetter mit Hagel, was unsere jungen Äpfel doch arg gezeichnet hat und wir dachten nun werden sie es nicht mehr schaffen.
Im Spätherbst haben wir sie dann doch noch “Notgeerntet” bevor sie am Baum anfangen zu faulen. Sie waren da leider noch nicht völlig ausgereift. Von außen schon rot, dass Fruchtfleisch war noch nicht völlig durchgefärbt. So wie es bei der Sorte eigentlich ist. Aber wir haben sie dann doch probiert und selbst in diesem Reifezustand waren sie sehr lecker.
Nun hoffen wir auf das nächste Jahr. Als nächstes steht erstmal an die Baumscheibe weiter mit eine passenden Unterpflanzung zu versehen, wie es in der Permakultur vorgesehen ist.
Wir hatten 2022 ein fantastisches Quitten Jahr. Der Baum hing brechend voll mit Quitten, so das wir einige Äste des Baumes stützen mussten. Das hat aber gut geklappt, wir haben einfach einige Dachlatten A‑Förmig zusammengeschraubt und unter die Äste geschoben.
Wir haben so viele Quitten gehabt, dass wir selbst nach Marmelade, Einkochen, Quittenleder und Saft kochen noch unmengen davon hatten. Auch alle möglichen Freunde und Nachbarn wurden mit den Quitten zwangsbeglückt.
Unsere Quitte ist eine Birnenquitte mit sehr großen Früchten, leider ist uns nicht bekannt was für eine Sorte Artur da ursprünglich gepflanzt hat.
Echte Mispel (Mespilus germanica) ist eine Pflanzenart der Kernobstgewächse (Pyrinae) in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Es handelt sich um einen kleinwüchsigen sommergrünen Baum mit krummem Stamm und breiter Krone, der essbare Früchte trägt.
Mispeln haben eine stark verzweigte, weitreichende und eher flache Bewurzelung.
Die Zweige der Krone sind in Lang- und Kurztriebe unterteilt, wobei nur letztere Früchte hervorbringen. Die schwach filzig behaarten Jungtriebe der Wildform tragen Dornen, die bei Kulturformen fehlen. Ihre Blüten sind zwittrige, radiärsymmetrische Blüten mit doppelter Blütenhülle, wie sie typisch für Rosengewächse sind. Sie stehen einzeln an den Kurztrieben und sind auffallend groß, mit einem Durchmesser von 3 bis 5 Zentimeter. Die deutsche Mispel blüht im Mai und Anfang Juni, wobei die Selbstbesteubung bei ihr die Regel ist.
Da die Mispel bereits früh kultiviert wurde, kann das natürliche Verbreitungsgebiet nicht mit Sicherheit angegeben werden. Als natürliches Areal gelten Westasien (Iran, Irak, Türkei), der Kaukasus, Turkmenistan, die Ukraine, Griechenland, Bulgarien und Italien.
Die Mispel entwickelt sich am besten unter temperaten und submediterranen Klimabedingungen. Sie stellt nur geringe Standortansprüche und kann unter günstigen Bedingungen alt werden. Es sind mehrere über 70 Jahre alte Bäume bekannt, in England auch über 300 Jahre alte Bäume. Als für das Wachstum günstige Lufttemperaturen werden 18 bis 20 °C genannt, Kälte von bis zu −20 °C wird vertragen. Spätfröste richten kaum Schaden an. In Italien wächst die Wildform in Gebieten mit Jahresniederschlägen von 700 Millimeter in Höhen von 0 bis 1100 Metern. Die Art wächst auf verschiedenen Böden, sofern der pH-Wert zwischen 6 und 8 liegt, sie wächst aber meist auf kalkarmen Böden und bevorzugt frische, gut drainierte Lehmböden.
Vermehrung
Die Wildformen vermehren sich generativ, die Samen bleiben 18 bis 20 Monate keimfähig. Sie werden durch Vögel und Eichhörnchen verbreitet, wahrscheinlich auch durch Rehe und Wildschweine. Kulturformen werden durch Okulation und durch Pfropfen auf verschiedenen Unterlagen wie Weißdorne, Birnen, Quitten, Ebereschen vermehrt.
Krankheiten
Die Mispel wird nur selten von Krankheiten befallen oder von Insekten geschädigt. In Plantagen können die Larven der blattminierenden Schmetterlingsart Lithocolletis blancardella Schäden anrichten. Der Pilz Monilinia fructigena (nach der Nebenfruchtform besser bekannt als Monilia) ruft Fruchtfäule hervor, der Mehltau-Erreger Podosphaera clandestina führt zum Welken von Blättern und Knospen. Die Mispel ist anfällig gegen Erwinia amylovora, den Erreger des Feuerbrands.
Quelle: Wikipedia
Bild: Hieronymus Bock (1498–1554)
Unsere Mispel:
Nach Arvids Permakultur Grundkurs hatten wir im August 2020 das Glück die Permakultur Gärtnerei von Jonas Gampe zu besuchen. Der auch den Permakultur Kurs geleitet hat und wir vorher bei ihm eine Schlehe für unsere neueHecke bestellt hatten. Wie es so ist blieb es nicht nur bei der Schlehe. Arvid hat ja schon immer von einer Mispel geträumt und siehe da Jonas hatte noch zwei kleine Mispel Bäumchen. Wo wir uns eines aussuchen durften und mitgenommen haben.
Wir waren total happy und haben Zuhause angekommen erstmal ein ordentliches Pflanzloch ausgehoben. Mitten auf der hinteren Wiese. Das Pflanzloch mit Kompost versehen und auch ein Drahtkörbchen für den Wurzelballen gebaut. Damit unsere kleine Mispel nicht schon im ersten Winter Wühlmaus Futter wird. Einen Pfahl zur Stabilisierung hat sie natürlich bekommen und wurde mit einem Juteband ordentlich angebunden.
Dann kam der Winter, sogar mit Schnee und wir warteten gespannt auf das nächste Frühjahr. Sie hat es geschaft, ist angewachsen und hat junge Knospen gebildet und später dann sogar eine ganze Menge großer weisser Blüten. Es sah wunderbar aus unser blühendes kleines Mispel Bäumchen. Wär hätte das erwartet, im ersten Frühjahr nachdem es bei uns gepflanzt wurde.
Später entwickelten sich zu unserem Erstaunen die ersten winzigen Fruchtansätze und sie wuchsen und wuchsen über den Sommer. Wir hätten niemals mit Früchten in diesem Jahr gerechnet und erst recht nicht mit so vielen.
Aus fast allen Blüten sind Mispel Früchte geworden und nach dem ersten Frost haben wir 10 Mispeln ernten können. Wahnsinn.
Wir wollten gerne einen schönen Tafelapfel und es gab eine Apfelsorten Austellung auf dem Pflanzenmarkt, wo man sich viele Sorten anschauen konnten. Da sind wir dann auch ins Gespräch gekommen und haben uns am Ende dann für unser Bäumchen entschieden. Das als Kontainerpflanze mit in den Garten fahren durfte.
der Heidelberger Blutapfel (Unterlage: MM 106) ist ein roter und rotfleischiger Tafelapfel. Markant ist das auch sein Blüten sehr rosa sind und das Holz, sowie die Blatadern einen rötlichen Farbverlauf aufweisen. Optisch ist das Bäumchen schon mal ein echter Hingucker und wir sind gespannt auf die Äpfel.
Wir haben auf der vorderen Wiese ein Pflanzloch ausgehoben und mit Kompost versorgt. Das Bäumchen hat auch ein Körbchen aus Wühlmausgitter bekommen. Damit es nicht gleich auf der Speisekarte der Wühlmäuse landet. Einen Pfahl hat es natürlich auch mit gesetzt bekommen.
Nun heisst es warten und hoffen das es zum nächsten Jahr gut anwächst.
Auch hoffen wir das sich die Pandemie Situattion 2022 bessert, da wir im Gespräch mit der Baumschule das Interesse bekommen haben, an einem der dort angebotenen Obstbaum Veredlungskurse teilzunehmen.
Im kommenden Jahr soll der Apfel noch eine permakulturell bepflanzte Baumscheibe erhalten.
Für unsere neue Passauer Goldpomeranze (Poncirus trifoliata) ist ja noch ein sehr kleines Pflänzchen und wir glauben sie benötigt auf jeden Fall ein wenig Unterstützung. Über Winter bekommt sie eine Jute Abdeckung und wird auf der Baumscheibe mit Schafwolle und Rindenmulch abgedeckt.
Aber wir dachten für die Wärmeunterstützung wäre eine Sonnenfalle eine gute Idee.
Die Sonnenfalle kann die Pomeranze gegen Norden vor der Kälte und den Winden schützen und die Sonne auffangen und dadurch tagsüber Wärme in den Steinen speichern und wieder an die Pflanze innerhalb der Sonnenfalle abgeben.
Das Prinzip der Sonnenfalle ist es also ein wärmeres und windgeschützeres Mikroklima zu erzeugen.
Wir haben also einige Steine besorgt und diese in Nord-/Südausrichtung zu einer Sonnenfalle aufgesetzt. In der Mitte der Sonnenfalle sitzt nun unsere Goldpomeranze und wir sind gespannt wie die Wirkung des so geschaffenen Mikroklimas auf die Pflanze ist.
Infos zur Passauer Goldpomeranze (Poncirus trifoliata) findest Du auf dieser Seite: Passauer-Goldomeranze
Bilder:
Zum Ändern Ihrer Datenschutzeinstellung, z.B. Erteilung oder Widerruf von Einwilligungen, klicken Sie hier:
Einstellungen