Die anhaltende Trockenheit in diesem Jahr war insgesamt nicht gerade förderlich für die Ernte.
Obwohl unser Quittenbaum sehr viele Früchte trug und die Quitten auch gut ausreiften, hatten wir leider große Verluste. Die Früchte begannen teilweise schon am Baum sehr schnell zu faulen, sodass ein großer Teil der Ernte nicht mehr zu gebrauchen war.
Einige schöne Quitten konnten wir aber trotzdem noch retten. Aus ihnen wollen wir nun Quittensaft machen. So können wir zumindest einen Teil der diesjährigen Ernte noch sinnvoll verwerten.
Die Erne wurde auch gleich einer Qualitäts-Kontrolle unterzogen:
Qualitätskontrolleur: Rob ZombieQualitätskontrolleur: OzzyQuitten-Ernte 2026
01.07.2026 — Unsere Schalerbsen haben es nicht geschafft in der diesjährigen starken Hitzeperiode. Wo man mit dem Gießen nicht hinterherkommt und es an allen Ecken und Enden an Mulchmaterial fehlt. So gab es nur eine kleine Ernte hiervon (und ein Knoblauch, der wild auf dem Weg gewachsen ist):
Schalerbsen und Knoblauch
03.07.2026 — Himbeeren gab es dieses Jahr bis zum Abwinken. So dass wir diese beruhigt mit den Hühnern teilen konnten.
Himbeeren
13.07.2026 — unsere erste Freiland-Gurke in diesem Jahr (es hängen noch einige mehr im Freiland und im Gewächshaus):
Gurke
6.07.2026 — ausgerechnet unser kleinster Feigenbaum hat als erster reife Feigen, die auch sehr lecker sind:
20.07.2026 — Gurken-Ernte war noch nie so gut wie dieses Jahr, wir haben schon 10 Stück geerntet und weitere wachsen heran. Wir haben zwei Pflanzen im Gewächshaus und 1 Pflanze im Freiland:
21.08.2026 — der erste Spaghetti-Kürbis. Mal sehen ob es noch größer geben wird. die Pflanzen leiden sehr unter der anhaltenden Hitze und Trockenheit dieses Jahr:
03.09.2026 — nicht direkt unsere Ernte aber hier beim Nachbarn gekauft. Von heute frisch gepressten Süßen, von seiner Streuobstwiese und Williams Christ Birnen:
In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal versucht, den Steirischen Ölkürbis (Cucurbita pepo subsp. pepo var. styriaca) anzubauen.
Steirischer Ölkürbis
Schon seit einiger Zeit hatte ich darüber nachgedacht, einmal Kürbis nicht in erster Linie wegen des Fruchtfleisches, sondern zur Gewinnung der Kürbiskerne anzubauen. Als ich dann eher zufällig Bio-Saatgut vom Steirischen Ölkürbis entdeckte, habe ich die Gelegenheit genutzt und eine Tüte Saatgut gekauft.
Wir haben schließlich drei Pflanzen gesetzt. Die Entwicklung der Pflanzen hat uns dabei durchaus überrascht. Alle drei sind sehr gut gewachsen und bildeten zahlreiche lange Ranken mit ausgesprochen großen Blättern. Viel Aufmerksamkeit haben wir ihnen nicht geschenkt. Lediglich in der ersten Zeit wurden die Pflanzen einige Male gegossen, danach konnten sie sich weitgehend selbst überlassen werden.
Steirischer Ölkürbis
Das Beet hatten wir bereits zu Beginn des Jahres vorbereitet und dabei Pferdemist vom Nachbarhof eingearbeitet. Bei der Pflanzung bekamen die jungen Kürbispflanzen zusätzlich etwas Schafwolle mit ins Pflanzloch. Die Wolle soll nicht nur langsam Nährstoffe liefern, sondern kann im Boden auch Feuchtigkeit halten. In unserem Fall schien sich diese Vorbereitung jedenfalls bewährt zu haben.
Sonnenblume
Interessanterweise wuchs zwischen den Kürbispflanzen außerdem eine Sonnenblume. Von einigen Sonnenblumensamen, die wir dort ausgesät hatten, war tatsächlich eine Pflanze aufgegangen. Sie entwickelte sich zu einem besonders kräftigen Exemplar mit einer riesigen Blüte, die schließlich zwischen den ausladenden Kürbispflanzen stand.
Nun sind wir natürlich besonders gespannt darauf, wie sich unser erster Versuch bei der Kernbildung und beim späteren Ertrag schlagen wird. Gerade die Frage, wie viele Kerne sich mit nur drei Pflanzen gewinnen lassen, interessiert mich dabei besonders. Wenn die Ernte zufriedenstellend ausfällt, könnte der Steirische Ölkürbis durchaus einen festen Platz in unserem Garten bekommen.
Der Safran, wissenschaftlicher Name Crocus sativus, ist eine Krokus-Art, die im Herbst violett blüht und vor allem als Gewürzpflanze genutzt wird: Aus den roten Narben ihrer Blüten (den „Griffeln“) wird das ebenfalls Safran genannte Gewürz gewonnen.
Diese Pflanzenart ist eine triploide Mutante des auf den ägäischen Inseln beheimateten Crocus cartwrightianus. Sie ist wegen des dreifachen Chromosomensatzes unfruchtbar und kann nur vegetativ durch Knollenteilung vermehrt werden. Die Stammform Crocus cartwrightianus besitzt deutlich kürzere, aber ebenfalls aromatische Narben.
Die Safran-Pflanze stammt aus der Familie der Schwertliliengewächse und ist eine mehrjährige Krokusart. Die Safranknolle treibt erst im Herbst, also nach einem Kältereiz und überdauert den Rest des Jahres im Boden.
Gewürz:
Nur die süßlich-aromatischen Griffel werden geerntet und getrocknet als Gewürz verwendet.
Anbau:
Um ein Kilogramm von ihnen zu gewinnen, benötigt man etwa 150.000 bis 200.000 Blüten aus einer Anbaufläche von etwa 10.000 Quadratmetern (1 ha); die Ernte ist reine Handarbeit, ein Pflücker schafft 60 bis 80 Gramm am Tag. Hinzu kommt, dass Safran nur einmal pro Jahr im Herbst (und das nur für einige Wochen) blüht. Deshalb zählt Safran zu den teuersten Gewürzen.
Safran wurde sogar in Deutschland angebaut was seit dem 15. Jahrhundert belegt ist.
Quelle : Wikipedia
Illustration: Franz Eugen Köhler, Köhler’s Medizinal-Pflanzen
Unsere Safran Experimente:
Im Herbst 2021 haben wir uns bei Borago ein paar Safran Knollen bestellt und im vorderen Garten im Blumenbeet verteilt. Einfach mal schauen ob die hier bei uns wachsen und wie sie aussehen würden. Ein paar haben die Mäuse da gelassen und es kommen nun in jedem Herbst immer so etwa 3 Safran Blüten. Von diesen haben wir auch die roten Safran-Griffel geerntet, getrocknet und in der Küche verwendet.
Eine Selbstversorgung mit Safran ist das nun nicht. Oder etwa doch? Immerhin galt er seit Jahrhunderten als das teuerste Gewürz und war ein rares Luxus Produkt.
Wie man auf den Bildern sieht ist er auf jeden Fall ein sehr schöner Hingucker im Beet und wir haben überlegt ob wir noch ein paar mehr pflanzen sollen.
Vor einem Jahr haben wir unseren Heidelberger Blutapfel Baum gekauft und auf die vordere Wiese gepflanzt.
Nun konnte er anwachsen und hat hier nach seinem ersten Winter neu ausgetrieben und ist in die Blüte gegangen. Er hat wunderschöne große intensiv rosarote Blüten. Damit war er ein echter Hingucker und es hat uns viel Freude gemacht.
Der Sommer war dann wieder einmal ziemlich trocken, sodass wir doch einige Gießkannen Wasser an ihm vergossen haben. Auch die Winter-Heckenzwiebel, die wir an seine Baumscheibe gesetzt hatten war sehr dankbar ge
legentlich Wasser zu bekommen.
Aus den Blüten gingen vier kleine Fruchtansätze hervor und man glaubt es kaum. Der kleine Baum hat im ersten Standjahr bei uns vier rote Äpfel produziert. Das konnten wir fast nicht glauben und haben sie aufmerksam beim Wachsen beobachtet.
Leider hatten wir im Herbst dann ein Unwetter mit Hagel, was unsere jungen Äpfel doch arg gezeichnet hat und wir dachten nun werden sie es nicht mehr schaffen.
Im Spätherbst haben wir sie dann doch noch “Notgeerntet” bevor sie am Baum anfangen zu faulen. Sie waren da leider noch nicht völlig ausgereift. Von außen schon rot, dass Fruchtfleisch war noch nicht völlig durchgefärbt. So wie es bei der Sorte eigentlich ist. Aber wir haben sie dann doch probiert und selbst in diesem Reifezustand waren sie sehr lecker.
Nun hoffen wir auf das nächste Jahr. Als nächstes steht erstmal an die Baumscheibe weiter mit eine passenden Unterpflanzung zu versehen, wie es in der Permakultur vorgesehen ist.
Dieses Jahr haben wir den bunten Stiel-Mangold im Hochbeet (2), hinter dem Tomatenhaus angebaut.
Das erste Mal haben wir ihn nicht direkt gesät, sondern ihn auf der Saatplatte vorgezogen. Diese haben wir auch nur im nicht beheizten Tomatenhaus auf dem Anzuchtsbrett gehabt. Die Voranzucht hat auch sehr gut funktioniert und wir haben kräftige Jungpflanzen erhalten, die wir Ende April in das Hochbeet ausgepflanzt haben.
Dort sind sie über das Jahr gut gewachsen und wir haben bis Ende November immer wieder ernten können. Da die Ernte gut und üppig war konnten auch Hühner und Wachteln immer wieder etwas Mangold bekommen.
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