Quitten Ernte 2026

Die anhal­ten­de Tro­cken­heit in die­sem Jahr war ins­ge­samt nicht gera­de för­der­lich für die Ernte.

Obwohl unser Quit­ten­baum sehr vie­le Früch­te trug und die Quit­ten auch gut aus­reif­ten, hat­ten wir lei­der gro­ße Ver­lus­te. Die Früch­te began­nen teil­wei­se schon am Baum sehr schnell zu fau­len, sodass ein gro­ßer Teil der Ern­te nicht mehr zu gebrau­chen war.

Eini­ge schö­ne Quit­ten konn­ten wir aber trotz­dem noch ret­ten. Aus ihnen wol­len wir nun Quit­ten­saft machen. So kön­nen wir zumin­dest einen Teil der dies­jäh­ri­gen Ern­te noch sinn­voll verwerten.

Die Erne wur­de auch gleich einer Qua­li­täts-Kon­trol­le unterzogen:

Qua­li­täts­kon­trol­leur: Rob Zombie
Qua­li­täts­kon­trol­leur: Ozzy
Quit­ten-Ern­te 2026

Quit­ten Ern­te (2022)

Rot­wein-Glüh-Quit­ten

Auf­ge­setz­ter Quittenlikör

(Ernte 2026) Juli — September

01.07.2026 — Unse­re Schal­erb­sen haben es nicht geschafft in der dies­jäh­ri­gen star­ken Hit­ze­pe­ri­ode. Wo man mit dem Gie­ßen nicht hin­ter­her­kommt und es an allen Ecken und Enden an Mulch­ma­te­ri­al fehlt. So gab es nur eine klei­ne Ern­te hier­von (und ein Knob­lauch, der wild auf dem Weg gewach­sen ist):

Schal­erb­sen und Knoblauch

03.07.2026 — Him­bee­ren gab es die­ses Jahr bis zum Abwin­ken. So dass wir die­se beru­higt mit den Hüh­nern tei­len konnten.

Him­bee­ren

13.07.2026 — unse­re ers­te Frei­land-Gur­ke in die­sem Jahr (es hän­gen noch eini­ge mehr im Frei­land und im Gewächshaus):

Gur­ke

6.07.2026 — aus­ge­rech­net unser kleins­ter Fei­gen­baum hat als ers­ter rei­fe Fei­gen, die auch sehr lecker sind:

17.07.2026  unse­re gel­ben Zuc­chi­ni wer­den Erntereif:

20.07.2026 — Gur­ken-Ern­te war noch nie so gut wie die­ses Jahr, wir haben schon 10 Stück geern­tet und wei­te­re wach­sen her­an. Wir haben zwei Pflan­zen im Gewächs­haus und 1 Pflan­ze im Freiland:

21.08.2026 — der ers­te Spa­ghet­ti-Kür­bis. Mal sehen ob es noch grö­ßer geben wird. die Pflan­zen lei­den sehr unter der anhal­ten­den Hit­ze und Tro­cken­heit die­ses Jahr:

03.09.2026 — nicht direkt unse­re Ern­te aber hier beim Nach­barn gekauft. Von heu­te frisch gepress­ten Süßen, von sei­ner Streu­obst­wie­se und Wil­liams Christ Birnen:

Steirischer Ölkürbis (Cucurbita pepo subsp. pepo var. styriaca) — Kultur 2024

In die­sem Jahr haben wir zum ers­ten Mal ver­sucht, den Stei­ri­schen Ölkür­bis (Cucur­bi­ta pepo sub­sp. pepo var. sty­ria­ca) anzubauen.

Stei­ri­scher Ölkürbis

Schon seit eini­ger Zeit hat­te ich dar­über nach­ge­dacht, ein­mal Kür­bis nicht in ers­ter Linie wegen des Frucht­flei­sches, son­dern zur Gewin­nung der Kür­bis­ker­ne anzu­bau­en. Als ich dann eher zufäl­lig Bio-Saat­gut vom Stei­ri­schen Ölkür­bis ent­deck­te, habe ich die Gele­gen­heit genutzt und eine Tüte Saat­gut gekauft.

Wir haben schließ­lich drei Pflan­zen gesetzt. Die Ent­wick­lung der Pflan­zen hat uns dabei durch­aus über­rascht. Alle drei sind sehr gut gewach­sen und bil­de­ten zahl­rei­che lan­ge Ran­ken mit aus­ge­spro­chen gro­ßen Blät­tern. Viel Auf­merk­sam­keit haben wir ihnen nicht geschenkt. Ledig­lich in der ers­ten Zeit wur­den die Pflan­zen eini­ge Male gegos­sen, danach konn­ten sie sich weit­ge­hend selbst über­las­sen werden.

Stei­ri­scher Ölkürbis

Das Beet hat­ten wir bereits zu Beginn des Jah­res vor­be­rei­tet und dabei Pfer­de­mist vom Nach­bar­hof ein­ge­ar­bei­tet. Bei der Pflan­zung beka­men die jun­gen Kür­bis­pflan­zen zusätz­lich etwas Schaf­wol­le mit ins Pflanz­loch. Die Wol­le soll nicht nur lang­sam Nähr­stof­fe lie­fern, son­dern kann im Boden auch Feuch­tig­keit hal­ten. In unse­rem Fall schien sich die­se Vor­be­rei­tung jeden­falls bewährt zu haben.

 

 

Son­nen­blu­me

Inter­es­san­ter­wei­se wuchs zwi­schen den Kür­bis­pflan­zen außer­dem eine Son­nen­blu­me. Von eini­gen Son­nen­blu­men­sa­men, die wir dort aus­ge­sät hat­ten, war tat­säch­lich eine Pflan­ze auf­ge­gan­gen. Sie ent­wi­ckel­te sich zu einem beson­ders kräf­ti­gen Exem­plar mit einer rie­si­gen Blü­te, die schließ­lich zwi­schen den aus­la­den­den Kür­bis­pflan­zen stand.

Nun sind wir natür­lich beson­ders gespannt dar­auf, wie sich unser ers­ter Ver­such bei der Kern­bil­dung und beim spä­te­ren Ertrag schla­gen wird. Gera­de die Fra­ge, wie vie­le Ker­ne sich mit nur drei Pflan­zen gewin­nen las­sen, inter­es­siert mich dabei beson­ders. Wenn die Ern­te zufrie­den­stel­lend aus­fällt, könn­te der Stei­ri­sche Ölkür­bis durch­aus einen fes­ten Platz in unse­rem Gar­ten bekommen.

Safran Krokus (Crocus sativus L.)

Der Safran, wis­sen­schaft­li­cher Name Cro­cus sati­vus, ist eine Kro­kus-Art, die im Herbst vio­lett blüht und vor allem als Gewürz­pflan­ze genutzt wird: Aus den roten Nar­ben ihrer Blü­ten (den „Grif­feln“) wird das eben­falls Safran genann­te Gewürz gewonnen.

Die­se Pflan­zen­art ist eine tri­plo­ide Mutan­te des auf den ägäi­schen Inseln behei­ma­te­ten Cro­cus cart­wright­ia­nus. Sie ist wegen des drei­fa­chen Chro­mo­so­men­sat­zes unfrucht­bar und kann nur vege­ta­tiv durch Knol­len­tei­lung ver­mehrt wer­den. Die Stamm­form Cro­cus cart­wright­ia­nus besitzt deut­lich kür­ze­re, aber eben­falls aro­ma­ti­sche Narben.

Die Safran-Pflan­ze stammt aus der Fami­lie der Schwert­li­li­en­ge­wäch­se und ist eine mehr­jäh­ri­ge Kro­kus­art. Die Safran­knol­le treibt erst im Herbst, also nach einem Käl­te­reiz und über­dau­ert den Rest des Jah­res im Boden.

Gewürz:

Nur die süß­lich-aro­ma­ti­schen Grif­fel wer­den geern­tet und getrock­net als Gewürz verwendet.

Anbau:

Um ein Kilo­gramm von ihnen zu gewin­nen, benö­tigt man etwa 150.000 bis 200.000 Blü­ten aus einer Anbau­flä­che von etwa 10.000 Qua­drat­me­tern (1 ha); die Ern­te ist rei­ne Hand­ar­beit, ein Pflü­cker schafft 60 bis 80 Gramm am Tag. Hin­zu kommt, dass Safran nur ein­mal pro Jahr im Herbst (und das nur für eini­ge Wochen) blüht. Des­halb zählt Safran zu den teu­ers­ten Gewürzen.

Safran wur­de sogar in Deutsch­land ange­baut was seit dem 15. Jahr­hun­dert belegt ist.

Quel­le : Wikipedia

Illus­tra­ti­on: Franz Eugen Köh­ler, Köhler’s Medi­zi­nal-Pflan­zen

Unse­re Safran Experimente:

Im Herbst 2021 haben wir uns bei Bora­go ein paar Safran Knol­len bestellt und im vor­de­ren Gar­ten im Blu­men­beet ver­teilt. Ein­fach mal schau­en ob die hier bei uns wach­sen und wie sie aus­se­hen wür­den. Ein paar haben die Mäu­se da gelas­sen und es kom­men nun in jedem Herbst immer so etwa 3 Safran Blü­ten. Von die­sen haben wir auch die roten Safran-Grif­fel geern­tet, getrock­net und in der Küche verwendet.

Eine Selbst­ver­sor­gung mit Safran ist das nun nicht. Oder etwa doch? Immer­hin galt er seit Jahr­hun­der­ten als das teu­ers­te Gewürz und war ein rares Luxus Produkt.

Wie man auf den Bil­dern sieht ist er auf jeden Fall ein sehr schö­ner Hin­gu­cker im Beet und wir haben über­legt ob wir noch ein paar mehr pflan­zen sollen.

Heidelberger Blutapfel erstes Standjahr (2022)

Vor einem Jahr haben wir unse­ren Hei­del­ber­ger Blut­ap­fel Baum gekauft und auf die vor­de­re Wie­se gepflanzt.

Nun konn­te er anwach­sen und hat hier nach sei­nem ers­ten Win­ter neu aus­ge­trie­ben und ist in die Blü­te gegan­gen. Er hat wun­der­schö­ne gro­ße inten­siv rosa­ro­te Blü­ten. Damit war er ein ech­ter Hin­gu­cker und es hat uns viel Freu­de gemacht.

Der Som­mer war dann wie­der ein­mal ziem­lich tro­cken, sodass wir doch eini­ge Gieß­kan­nen Was­ser an ihm ver­gos­sen haben. Auch die Win­ter-Hecken­zwie­bel, die wir an sei­ne Baum­schei­be gesetzt hat­ten war sehr dank­bar ge

legent­lich Was­ser zu bekommen.

Aus den Blü­ten gin­gen vier klei­ne Frucht­an­sät­ze her­vor und man glaubt es kaum. Der klei­ne Baum hat im ers­ten Stand­jahr bei uns vier rote Äpfel pro­du­ziert. Das konn­ten wir fast nicht glau­ben und haben sie auf­merk­sam beim Wach­sen beobachtet.

Lei­der hat­ten wir im Herbst dann ein Unwet­ter mit Hagel, was unse­re jun­gen Äpfel doch arg gezeich­net hat und wir dach­ten nun wer­den sie es nicht mehr schaffen.

 

Im Spät­herbst haben wir sie dann doch noch “Not­ge­ern­tet” bevor sie am Baum anfan­gen zu fau­len. Sie waren da lei­der noch nicht völ­lig aus­ge­reift. Von außen schon rot, dass Frucht­fleisch war noch nicht völ­lig durch­ge­färbt. So wie es bei der Sor­te eigent­lich ist. Aber wir haben sie dann doch pro­biert und selbst in die­sem Rei­fe­zu­stand waren sie sehr lecker.

 

 

Nun hof­fen wir auf das nächs­te Jahr. Als nächs­tes steht erst­mal an die Baum­schei­be wei­ter mit eine pas­sen­den Unter­pflan­zung zu ver­se­hen, wie es in der Per­ma­kul­tur vor­ge­se­hen ist.

 

 

 

 

Mehr zu unse­rem Apfelbaum:

Hei­del­ber­ger Blut­ap­fel (2021)

 

Bil­der:

 

 

Mangold (Beta vulgaris subsp. vulgaris) — Kultur 2022

Die­ses Jahr haben wir den bun­ten Stiel-Man­gold im Hoch­beet (2), hin­ter dem Toma­ten­haus angebaut.

 

 

 

 

 

Das ers­te Mal haben wir ihn nicht direkt gesät, son­dern ihn auf der Saat­plat­te vor­ge­zo­gen. Die­se haben wir auch nur im nicht beheiz­ten Toma­ten­haus auf dem Anzuchtsbrett gehabt. Die Vor­an­zucht hat auch sehr gut funk­tio­niert und wir haben kräf­ti­ge Jung­pflan­zen erhal­ten, die wir Ende April in das Hoch­beet aus­ge­pflanzt haben.

Dort sind sie über das Jahr gut gewach­sen und wir haben bis Ende Novem­ber immer wie­der ern­ten kön­nen.  Da die Ern­te gut und üppig war konn­ten auch Hüh­ner und Wach­teln immer wie­der etwas Man­gold bekommen.