Neuer Zaun und Wildvogel-Hecke (2020)

Ende März war es end­lich soweit und unser schon län­ger geplan­tes Pro­jekt die alters­schwa­che Pracht-Spier­strauch Hecke zu erneu­ern konn­te begin­nen. Da der Zaun hin­ter der Hecke auch schon völ­lig durch­ge­ros­tet war haben wir den auch gleich mit erneu­ert.

Zaun:

Die Zaun­pfos­ten waren noch gut und fest im Boden ver­an­kert, somit muss­ten wir nur noch einen neu­en Maschen­draht­zaun zie­hen. Also erst­mal mit dem Bol­zen­schnei­der den alten Zaun gekappt und die neue Zaun­rol­le ange­schleppt. Die Zaun­rol­le haben wir als ver­güns­tig­ten Rest­be­stand im Bau­markt im schon Win­ter gekauft.

Dazu noch etwas Spann­draht und drei Draht­span­ner. Ein Ende der Zaun­rol­le haben wir am Eck­pfos­ten ange­rödelt und dann von Pfos­ten zu Pfos­ten aus­ge­rollt, den obers­ten der drei Spann­dräh­te ein­ge­floch­ten und ihn jeweils durch die obe­ren Löcher in den Zaun­pfos­ten gefä­delt. Am Tor­pfos­ten haben wir die Draht­span­ner ange­rödelt und dann dort jeweils nach und nach die Spann­dräh­te ein­ge­baut und fest­ge­spannt.

Das Zaun­zie­hen, von dem wir abso­lut kei­ne Ahnung hat­ten vor­her, hat ganz gut geklappt. Zaun steht, hält fest und wir wis­sen wie wir es beim nächs­ten Mal noch bes­ser machen kön­nen. Aber im Ver­gleich zu den Gar­ten­zäu­nen rechts und links von uns am Weg, waren wir auch nicht dilet­tan­ti­scher am Werk gewe­sen als die Nach­barn.

Da noch eini­ges an Zaun auf der Längs­sei­te zu machen sein wird wer­den wir noch mehr üben kön­nen. Aber das wird ein ande­res Pro­jekt, in dem wir auch noch Zaun­pfäh­le set­zen wer­den müs­sen.

 

Hecke:

Die alte Spier­strauch Hecke ist ja wie schon erwähnt immer weni­ger gewor­den. Daher wur­de sie, als der alte Zaun ab war, ent­fernt wor­den. Bis auf einen klei­nen Rest, wo jun­ge Aus­trie­be unter dem Holun­der Busch hoch kamen, der sich vor eini­ger Zeit in der Hecke breit gemacht hat. Der soll­te ja blei­ben und in die neue Wild­vo­gel-Hecke inte­griert wer­den, da er mitt­ler­wei­le zu einem schö­nen Busch ange­wach­sen ist.

Für das Hecken­ent­fer­nen hat Arvid extra eine gro­ße Wie­de­hopf­haue gekauft, mit der man auch stark ver­dich­te­ten Boden hacken kann und mit der Beil­sei­te Wur­zel­werk durch­tren­nen kann. Sie hat uns dabei sehr gute Diens­te geleis­tet und wir sind viel schnel­ler mit unse­rer Arbeit vor­an gekom­men als wir das erwar­tet haben. Es kommt halt doch immer auf das rich­ti­ge Werk­zeug bei der Arbeit an.

Beim Umgra­ben haben wir ein gro­ßes Pilz Myzel ent­deckt, das sich unter Kom­post und Hecke aus­ge­brei­tet hat und schein­bar aus der Nach­bar­he­cke stammt. Zumin­dest ver­mu­ten wir das. Lei­der wis­sen wir bis­her nicht um was für einen Pilz es sich han­delt, er scheint wei­ße Pilz­köp­fe zu ent­wi­ckeln. Viel­leicht ein grü­ner Knol­len­blät­ter Pilz? Mal abwar­ten ob wir mal aus­ge­wach­se­nen Pil­ze zu Gesicht bekom­men wer­den.

Nach dem Ent­fer­nen der Wur­zel­stö­cke haben wir drei Pflanz­lö­cher gegra­ben, die Erde gelo­ckert, Pflan­zer­de und etwas Horn­späh­ne ver­teilt. Danach den drei neu­en Pflan­zen noch je ein Draht­körb­chen ver­passt, gegen die all­ge­gen­wär­ti­gen Wühl­mäu­se und sie ein­ge­pflanzt.

Nun besteht die neue Hecke aus je einer Gemei­nen Hasel (Corylus avel­la­na), Schwar­zer Holun­der (Sam­bu­cus nigra), Schleh­dorn (Pru­nus spi­no­sa) und einer Zucht­form des Schwar­zen Holun­der Sor­te: “Madon­na” (Sam­bu­cus nigra) mit pana­schier­tem Laub. Eben­falls, neben dem Ein­gangs­tor, in der Hecke erhal­ten geblie­ben ist das hoch­t­äm­mig gezo­ge­ne gewöhn­li­che Pfaf­fen­hüt­chen (Euony­mus euro­pae­us).

Nun hof­fen wir das sich unse­re neue Hecke gut ein­lebt und wir bzw. die Vögel spä­ter mal davon was ern­ten kön­nen.

Den Schleh­dorn haben wir aus der Per­ma­kul­tur Erleb­nis Gärt­ne­rei von Jonas Gam­pe, bei dem wir ja schon unse­ren Obst­ge­hölz Schnitt­kurs gemacht hat­ten. Die Hasel­nuss und der Holun­der mit den pana­schier­ten Blät­tern waren eine “Ret­tungs­ak­ti­on” von der Res­ter­am­pe im Bau­markt im Febru­ar. Der ande­re Holun­der und das Pfaf­fen­hüt­chen sind ja selbst gekeimt hier ihm Gar­ten, sozu­sa­gen Wild­wuchs von hier.

Als Unter­be­wuchs der Hecke brei­tet sich aktu­ell der Bär­lauch hin­ter dem Kom­post zwi­schen der Hecke aus.

Unser Zaun und Hecken Pro­jekt:

Mistbeet ohne Umgraben (2020)

Die­ses Jahr pro­bie­ren wir aus Kar­tof­feln auf einem Mist­beet ohne Umgra­ben zu pflan­zen. Die Idee zu die­sem Beet haben wir aus der Per­ma­kul­tu­rel­len Anbau­wei­se.

 

 

Wir haben auf der vor­de­ren Wie­se ein Stück mit Pap­pe abge­deckt, dies soll das wei­ter wach­sen des Gra­ses unter­bin­den. Wich­tig dabei ist das kei­ne Spal­ten zwi­schen den Pap­pe­stü­cken offen blei­ben, daher haben wir die Pap­pe über­lap­pend aus­ge­legt. Evtl. Kle­ber­res­te haben wir natür­lich vor­her ent­fernt. Auch soll­te die Pap­pe mög­lichst unbe­druckt sein. Glück­li­cher­wei­se konn­te Gun­ter da eini­ges an Pap­pe aus der Fir­ma mit­brin­gen.

Danach sind wir mit unse­ren bei­den Schub­kar­ren eini­ge Male zum benach­bar­ten Rei­ter­hof getin­gelt und haben dort Pfer­de­mist mit Stroh abge­holt, den wir dort freund­li­cher­wei­se kos­ten­frei zur Selbst­ab­ho­lung bekom­men haben. Vie­len Dank dafür!

Den Pfer­de­mist haben wir dann dick auf der Pap­pe ver­teilt und dar­über kam dann Kom­post. Da unser Kom­post nicht aus­ge­reicht hat beka­men wir von Artur (Arvids Vater) noch mehr Kom­post.

 

Irgend­wie waren wir dann noch nicht ganz zufrie­den mit dem Ergeb­nis, da es sehr stür­misch wur­de als der Orkan Sabi­ne hier durch­ge­zo­gen ist und das Wet­ter noch eini­ge Tage anhal­ten soll­te. Was das Beet dann lei­der schön über die Wie­se ver­teilt hat. Also haben wir noch schnell im Bau­markt eini­ge Bret­ter gekauft und haben dem Mist­beet noch eine höl­zer­ne Umran­dung gebaut.

Nun ist es ja erst Ende Febru­ar und das Beet kann jetzt noch bis zum April ruhen und wir kön­nen dann unse­re Kar­tof­feln legen.

 

 

 

Mist­beet ohne Umgra­ben:

 

 

Projekt: Wurmkiste bauen (2020)

Im Febru­ar ist ja Jah­res­zeit bedingt nicht all zu viel im Gar­ten zu tun und Clau­dia hat sich ja schon län­ger eine Wurm­kis­te auf dem Bal­kon gewünscht.

Also haben wir mal im Inter­net nach Bau­ideen geforscht und waren dann mal wie­der im Bau­markt noch pas­sen­des Holz zu holen. Zuhau­se die Werk­bank aus dem Kel­ler hoch­ge­holt und Hasen­draht Res­te.

 

 

Wir haben die Bret­ter und Holz­leis­ten auf pas­sen­de Län­gen gesägt und uns dann dar­an gemacht eine recht­ecki­ge Kis­te zusam­men zuschrau­ben.

Die Sei­ten­bret­ter haben wir mit Vier­eck Leis­ten sta­bi­li­siert und mit einem Boden­brett ver­bun­den.

Ein wei­te­res Brett wur­de der Kis­ten-Deckel, für den wir zwei Schar­nie­re ange­schraubt haben.

 

 

 

Die Kis­te haben wir in der Mit­te geteilt um zwei getrenn­te Wurm­kom­post-Fächer zu erhal­ten. Hier­für haben wir aus den Leis­ten einen pas­sen­den Rah­men zusam­men­ge­schraubt und dar­auf den Hasen­draht, in pas­sen­der Grö­ße, fest getackert.

Spä­ter haben wir noch zwei Metall Bügel­grif­fe an die Kis­ten­sei­ten geschraubt um die Wurm­kis­te bes­ser trans­por­tie­ren zu kön­nen. Etwa wenn sie zum Win­ter hin vom Bal­kon her­ein geholt wer­den soll. Damit es dann den Kom­post­wür­mer nicht zu kalt wird.

Nun ist die Wurm­kis­te soweit fer­tig das wir uns nun dar­an machen kön­nen die Kom­post­wür­mer zu bestel­len. Sobald es warm genug ist auf dem Bal­kon, dann wer­den wir noch­mal berich­ten wie es mit der Wurm­kis­te wei­ter­geht.

 

Bau der Wurm­kis­te:

 

Projekt: Kükenstall für Wacheln (2020)

Vor einer Wei­le haben wir güns­tig ein Klein­tier­ge­he­ge bekom­men, das nun für die Auf­zucht der Wach­tel-Küken die­nen soll, die wir bekom­men.

Des­sen Kar­ton hat nun im Win­ter den Platz in unse­rer Gar­ten­hüt­te lan­ge genug für sich beanstprucht, sodass Gun­ter und Arvid dann am 16.02.2020 sich end­lich dazu ent­schlos­sen das Gehe­ge mal zusam­men zubau­en.

 

Also fix mit Akku­schrau­ber, Tacker, Volie­ren­draht und Kneif­zan­ge in den Gar­ten und den Kar­ton aus der Hüt­te gekramt. Wo wir mal eine kur­ze Zeit ohne Dau­er­re­gen genutzt haben zum wer­keln. Natür­lich unter stren­ger Kon­trol­le unse­rer Bau­stel­len-Auf­sicht Super­no­va.

Kar­ton auf­ge­macht, alle Tei­le auf Vor­han­den­sein geprüft und ein kur­zer Blick auf die Bau­an­lei­tung. Das Zusam­men­bau­en war ein Kin­der­spiel, die Tei­le haben gut zusam­men­ge­passt und haben sich leicht ver­schrau­ben las­sen.

Wegen der Rat­ten die wir hier rum­lau­fen haben wur­de das Gehe­ge Rund­um noch mit Volie­ren­draht bet­ackert. damit die­se Pelz­tier­chen nicht auf die Idee kom­men sich irgend­wo durch­zu­na­gen und die klei­nen Wach­teln weg­fut­tern.

Einen grö­ße­ren Aus­lauf und so wer­den sie noch benö­ti­gen, aber solan­ge sie noch sehr klein sind wird das gehen. Auf jeden Fall hat es meh­re­re Tür­chen wo man auch an ihm erst­mal wei­te­re Aus­lauf­flä­che “anbau­en” kann.

Eine Bestel­lung für wei­te­res Pfle­ge­zu­be­hör wird jetzt noch gemacht und wir wer­den berich­ten wie es mit dem Wach­tel Pro­jekt wei­ter gehen wird.

Unser Hochbeet

Wir hat­ten ja die Möh­ren die­ses Jahr in einem rela­tiv fla­chen Hoch­beet Kas­ten ange­baut (sie­he Pro­jekt: “Möh­ren im Hoch­beet-Kas­ten”), was im Prin­zip auch erst­mal gut geklappt hat­te — die Erde war dar­in locke­rer vor­zu­brei­ten -, da wir einen recht schwe­ren Boden haben. Aber die Wühl­maus hat sich trotz­dem locker durchs Beet gefut­tert. Nun dann doch noch­mal ab in den Bau­markt und die Erwei­te­rung gekauft, damit es ein rich­ti­ges Hoch­beet wer­den kann.

Ja, ein Hoch­beet war eigent­lich nicht geplant. Unser Boden ist ja in der Regel sehr gut und auch ohne Stei­ne etc., also eigent­lich ide­al zum direkt da hin­ein pflan­zen. Also war­um, wenn man nicht aus gesund­heit­li­chen Grün­den höher lie­gend gärt­nern will, Arbeit, Geld und Recour­cen dafür ver­wen­den. Das war so unse­re ursprüng­li­che Ansicht. Also dann nun doch ein Ver­such mit einem Hoch­beet, man muss ja immer offen sein für neue Erfah­run­gen.

Da wir nun schon Ende Sep­tem­ber hat­ten war die Über­le­gung was man denn evtl. in die­sem Jahr da noch anbau­en könn­te. Wir haben dann schnell noch ein paar Samen­tüt­chen Win­ter-Pos­te­lein (Clay­to­nia per­fo­li­a­ta) und Mizu­na (Bras­si­ca rapa var. nipo­s­i­ni­ca)(ein Asia-Salat), sowie Win­ter­kres­se (Bar­barea vul­ga­ris) wel­che wir in den Früh­beet-Kas­ten gesetzt haben, gekauft. Das war unse­re ers­te Bestel­lung die wir beim Gar­ten­ge­mü­se Kiosk gemacht haben. Die sind super nett und wir sind über ihren sehr span­nen­den You­tube Kanal, den wir öfter schau­en, auf sie auf­merk­sam gewor­den.

Um die Pflanz­sai­son noch ein wenig hin­aus­zö­gern zu kön­nen in den Herbst, haben wir uns ent­schlos­sen das Beet nicht ganz bis zum Rand mit Erde zu fül­len, son­dern noch etwas Platz für die Pflan­zen zu las­sen. Auf den Beetrand wur­de dann eine Glas­ab­de­ckung gemacht.

Für die Win­ter Abde­ckung haben wir alte Dop­pel-Glaschei­ben genom­men, wel­che wir kos­ten­los von einem Fens­ter­ma­cher erhal­ten haben. Einen klei­nen Rah­men aus Lat­ten haben wir uns noch zusam­men­ge­schraubt, in wel­chem wir die Schei­ben auf­le­gen kön­nen.

Das Hoch­beet haben wir unten mit einer Schicht Pflan­zen­schnitt von unse­ren herbst­lich abge­stor­be­nen Stau­den gefüllt. Dar­auf ein Gemisch aus Torf­frei­er Bio Pflan­zer­de und Sand. Vor der Aus­saat haben wir noch Horn­spä­ne im Hoch­beet ver­teilt. Danach haben wir dann Mizu­na und Win­ter-Pos­te­lein ein­ge­sät und mit Bren­nes­sel­jau­che ange­gos­sen.

Eine gute Woche spä­ter waren schon die ers­ten klei­nen Pflänz­chen auf­ge­taucht und wir schau­en nun wie sich unse­re ers­te “Win­ter-Kul­tur” ent­wi­ckelt.

 

 

Werkzeugschrank und Bohrständer

Von sei­nem Vater hat Arvid einen alten Werk­zeug­schrank aus Holz mit Metall­rah­men geschenkt bekom­men.

Dazu einen alten AEG Bohr­stän­der und einen MAKITA Akku-Bohr­schrau­ber, Modell: 6012HD. Den­ke der könn­te noch aus den 80ern sein.

Der Akku läd und er funk­tio­niert, wie wir gleich mal getes­tet haben. Gerät ist voll­stän­dig, gut gepflegt und im ori­gi­nal Metall-Kof­fer.

Für wei­te­re Fens­ter­schei­ben Repa­ra­tu­ren hat er uns auch noch ein schö­nes altes Kitt­mes­ser mit­ge­ge­ben.

Wir kön­nen also noch eini­ge wei­te­re Bas­tel­ak­tio­nen hier star­ten.