Indische Kämpfer 2024

Auf einer Aus­stel­lung des GZV Gro­nau, im Novem­ber 2024, ent­deck­ten wir einen Stamm fasa­nen­brau­ner Indi­scher Kämp­fer – einen Hahn mit drei Hen­nen, des Züch­ters Herr Prinz aus Schöneck.

Eigent­lich waren wir nur als Besu­cher dort und hat­ten nicht vor, Hüh­ner zu kau­fen. Doch die Indi­schen Kämp­fer beein­druck­ten uns auf Anhieb durch ihre Erschei­nung und ihr ruhi­ges Wesen. Wäh­rend wir die Tie­re bewun­der­ten, kamen wir mit dem Ver­eins­vor­sit­zen­den, Bernd Lau­pus – der zugleich einer unse­rer Nach­barn ist – ins Gespräch.

Er erzähl­te uns, dass Herr Prinz die aus­ge­stell­ten Tie­re ver­kau­fen wol­le. Die­se Gele­gen­heit ließ uns nicht mehr los. So fiel ganz spon­tan die Ent­schei­dung, zwei der Hen­nen zu übernehmen.

Noch am sel­ben Tag tra­ten die bei­den fasa­nen­brau­nen Indi­schen Kämp­fer­hen­nen gemein­sam mit uns die Heim­rei­se an – ein unge­plan­ter, aber glück­li­cher Zuwachs für unse­re klei­ne Hühnerschar.

 

Das sind die bei­den Hen­nen (TIKKA und MASALA):

TIKKA (r.) & MASALA (r.)

Aus­tel­lungs-Bewer­tung der Hennen:

TIKKA
MASALA
TIKKA — Aus­tel­lung GZV Gro­nau 2024

Indi­sche Kämpfer:

Die Indi­schen Kämp­fer sind eine eng­li­sche Hüh­ner­ras­se, die in der ers­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts gezüch­tet wur­de. Als bedeu­ten­der Züch­ter ist ins­be­son­de­re Sir Wal­ter Ral­eigh Gil­bert zu nen­nen. Er kreuz­te die eng­li­schen Black-Red Game mit Asil. Die Tie­re der ers­ten Fili­al­ge­nera­ti­on (F1) wur­den anschlie­ßend mit Malai­en verpaart.

Aus die­sen Kreu­zun­gen ent­stan­den die Urah­nen der heu­ti­gen Indi­schen Kämp­fer. Aus der geziel­ten Zucht ent­wi­ckel­te sich schließ­lich die Ras­se „Indi­an Game“. Im Jahr 1896 leg­te der Indi­an Game Club den ers­ten offi­zi­el­len Ras­se­stan­dard fest.

Ent­ge­gen den Erwar­tun­gen der Züch­ter erwie­sen sich die Tie­re jedoch nicht als aus­rei­chend wen­dig. Zudem zeig­ten die Häh­ne nur wenig Kampf­geist, sodass sie sich für den damals ange­streb­ten Ein­satz bei Hah­nen­kämp­fen nicht eig­ne­ten. Statt­des­sen ent­wi­ckel­te sich die Ras­se auf­grund ihres kräf­ti­gen Kör­per­baus und ihrer her­vor­ra­gen­den Fleisch­qua­li­tät zu einer geschätz­ten Nutz- und Ausstellungsrasse.

Farb­schlä­ge:

Fasa­nen­braun, Weiß-Fasa­nen­braun (Jubi­lee), Blau-Fasa­nen­braun, Weiß, Gelb und in Ame­ri­ka White Laced Red (weiß­ge­säumt-rot)

Gewicht:
Hahn: 3,5–4,5 kg
Hen­ne: 2,0–3,0 kg

Brut­ei­ge­wicht: 50 g
Lege­leis­tung: ca. 70 Eier

Ring­grö­ße:
Hahn 27 mm
Hen­ne 22 mm

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