Junghühner beringen 2026 — Teil I.

02. August 2026 – Die ers­ten Bundesringe

Heu­te war es end­lich soweit: Die ers­ten Jung­hüh­ner unse­res dies­jäh­ri­gen Zucht­jahr­gangs haben ihre Bun­des­rin­ge bekom­men. Beringt wur­den die Nach­zuch­ten aus unse­ren bei­den ers­ten Natur­bru­ten – „Die glor­rei­chen Sie­ben“ und das „Trio Infer­na­le“.

Wie so oft in der Geflü­gel­zucht lie­gen Freu­de und Ent­täu­schung dicht bei­ein­an­der. Vom Trio Infer­na­le ist uns lei­der schon vor eini­ger Zeit das klei­ne roten Küken ver­stor­ben. Außer­dem hat sich unser Jung­hahn HARRY  ver­letzt und hum­pelt der­zeit deut­lich. Wir hof­fen, dass es nichts Erns­tes ist und er sich bald wie­der voll­stän­dig erholt. Da wir ihn momen­tan mög­lichst wenig belas­ten möch­ten, haben wir ihn heu­te nicht beringt. Sei­ne Schwes­ter TALITHA hat ihren Bun­des­ring dage­gen ohne Pro­ble­me erhalten.

Bei den Glor­rei­chen Sie­ben wur­de es dage­gen höchs­te Eisen­bahn. Die Jung­tie­re haben in den letz­ten Tagen noch ein­mal einen ordent­li­chen Wachs­tums­schub hin­ge­legt und eini­ge besit­zen bereits erstaun­lich kräf­ti­ge Läu­fe. Beim Auf­zie­hen der Rin­ge wur­de schnell klar, dass wir kei­nen Tag län­ger hät­ten war­ten dür­fen. Glück­li­cher­wei­se pass­ten alle Rin­ge noch gera­de so über die Füße – ein Moment, der jedes Jahr aufs Neue zeigt, wie schnell die Klei­nen groß werden.

 Von jetzt an wird beson­ders span­nend sein zu beob­ach­ten, wie sich jedes ein­zel­ne Tier ent­wi­ckelt – wel­che Merk­ma­le sich zei­gen, wel­che Über­ra­schun­gen noch auf uns war­ten und wel­che Häh­ne und Hen­nen sich am Ende für die wei­te­re Zucht emp­feh­len werden.

Der ers­te Schritt ist geschafft. Jetzt heißt es: wei­ter wach­sen, gesund blei­ben und abwar­ten, was die kom­men­den Mona­te bringen.

Wenn Ihr mehr zu den Bun­des­rin­gen in der Geflü­gel­zucht wis­sen wollt, Gun­ter hat vor einer Wei­le hier­zu einen Arti­kel für die Home­page unse­res Geflü­gel­zucht­ver­eins geschrie­ben: GZV Bin­gen­heim (Arti­kel: Bundesringe)

DIE GLORREICHEN SIEBEN:

N.N. — Sand­schak-Orl­off-Mix (Hahn?)
N.N. — Sand­schak — Orl­off Mix (Hen­ne)
TARZAN (Sand­schak-Kämp­fer-Mix Hahn)
SPEIERLING (Sand­schak — Cou-Nou-Nackt­hals-Mix Hahn / Vollbefiedert)
MORGANA (Sand­schak — Cou-Nu-Nackt­hals-Mix Henne)
SHARON (Sand­schak — Cou-Nu-Nackt­hals-Mix Henne)
WEDNESDAY ( Sand­schak — Kraienkopp/Meierij’s‑Mix Henne)

TRIO INFERNALE:

TALITHA (Sand­schak — Orl­off-Mix Henne)

Wei­te­re Artikel:

2. Natur-Brut 2026 – 19.04.2026 (TRIO INFERNALE)

Hüh­ner 2026

Buch: GENETIK der Hühnerfarben

Buch: GENETIK der Hühnerfarben

Seit wir begon­nen haben, unse­re Hüh­ner selbst nach­zu­züch­ten, beschäf­ti­gen wir uns immer inten­si­ver mit allen The­men rund um die Geflü­gel­zucht. Beson­ders span­nend fin­den wir die Gene­tik der ver­schie­de­nen Far­ben, Zeich­nun­gen und Merk­ma­le unse­rer Tie­re. Immer wie­der stan­den wir vor der Fra­ge, wie bestimm­te Far­ben oder Mus­ter ver­erbt wer­den und war­um man­che Küken ganz anders aus­se­hen als ihre Eltern.

Bei unse­rer Suche nach ver­ständ­li­chen und fun­dier­ten Infor­ma­tio­nen sind wir auf die Home­page der Autorin gesto­ßen. Dort haben wir bereits vie­le ihrer Fach­ar­ti­kel mit gro­ßem Inter­es­se gele­sen. Die ver­ständ­li­chen Erklä­run­gen und die pra­xis­na­hen Bei­spie­le haben uns schnell über­zeugt, sodass wir uns schließ­lich auch ihr Buch bestellt haben.

Schon nach den ers­ten Kapi­teln war klar, dass sich die Anschaf­fung abso­lut gelohnt hat. Das Buch ver­mit­telt die Grund­la­gen der Ver­er­bungs­leh­re beim Huhn auf eine ver­ständ­li­che Wei­se und geht gleich­zei­tig auf vie­le Details ein, die gera­de für Züch­te­rin­nen und Züch­ter von gro­ßem Inter­es­se sind. Es hilft dabei, gene­ti­sche Zusam­men­hän­ge bes­ser zu ver­ste­hen und bestimm­te Zucht­er­geb­nis­se nach­voll­zie­hen zu können.

Wer sich inten­si­ver mit der Farb­ge­ne­tik und der Ver­er­bung beim Huhn beschäf­ti­gen möch­te, dem kön­nen wir die­ses Buch unein­ge­schränkt emp­feh­len. Es ist ein wert­vol­les Nach­schla­ge­werk, das sowohl Ein­stei­gern als auch erfah­re­nen Geflü­gel­züch­tern vie­le inter­es­san­te Erkennt­nis­se ver­mit­telt und in unse­rer klei­nen Züch­ter­bi­blio­thek sicher­lich noch oft zum Ein­satz kom­men wird.

GENETIK der Hühnerfarben

GENETIK der Hühnerfarben

Autoren: Sig­rid van Dort (Über­setzt & Bear­bei­tet: Udo Ahrens)

Auf­la­ge: 2020

Home­page der Autorin (mit wei­te­ren ihrer Hüh­ner-Bücher): https://www.chickencolours.com/

Echter Eibisch (Althaea officinalis)

(Illus­tra­ti­on aus Köhler’s Medi­zi­nal­pflan­zen von 1887)

Der Ech­te Eibisch (Alt­haea offi­ci­na­lis) ist eine aus­dau­ern­de, krau­ti­ge Pflan­ze, die Wuchs­hö­hen von etwa 50 bis 150 Zen­ti­me­tern erreicht. Sämt­li­che ober­ir­di­schen Pflan­zen­tei­le sind dicht sam­tig-fil­zig behaart. Die Laub­blät­ter ste­hen wech­sel­stän­dig am Stän­gel. Sie sind drei- bis fünf­lap­pig und eben­falls dicht behaart.

Die Blü­te­zeit erstreckt sich je nach Stand­ort von Juni bis August, ver­ein­zelt auch bis in den Sep­tem­ber. Die rela­tiv kurz gestiel­ten Blü­ten ste­hen ein­zeln oder in klei­nen Grup­pen in den Blatt­ach­seln sowie end­stän­dig in locke­ren, ris­pi­gen Blütenständen.

Die zwitt­ri­gen Blü­ten wer­den über­wie­gend von Insek­ten bestäubt. Haupt­säch­lich durch Bie­nen, Wes­pen, Hum­meln, Woll­schwe­bern und Schweb­flie­gen. Bleibt eine Fremd­be­stäu­bung aus, kann der Ech­te Eibisch auch Selbst­be­stäu­bung betrei­ben und so Samen bilden.

Als mehr­jäh­ri­ge Pflan­ze über­dau­ert der Ech­te Eibisch den Win­ter mit Erneue­rungs­knos­pen auf Boden­hö­he (Hemi­kryp­top­hyt) und treibt im Früh­jahr erneut aus.

Er bevor­zugt feuch­te, son­ni­ge und war­me Stand­or­te mit nähr­stoff­rei­chen, gut was­ser­ver­sorg­ten Lehm- oder Ton­bö­den. In der Natur wächst er vor allem an Fluss­ufern, auf Feucht­wie­sen sowie in Küs­ten- und Auenbereichen.

Der Ech­te Eibisch ist in Deutsch­land sel­ten gewor­den und steht daher unter beson­de­rem Schutz. Er ist nach dem Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz (BNatSchG) in Ver­bin­dung mit der Bun­des­ar­ten­schutz­ver­ord­nung (BArtSchV) seit dem 31. August 1980 beson­ders geschützt.

In unse­rem Gar­ten wächst und ver­mehrt sich der Eibisch nun schon im drit­ten Jahr:

Quel­le : Wikipedia

Illus­tra­ti­on: Illus­tra­ti­on aus Köhler’s Medi­zi­nal­pflan­zen von 1887

 

 

(Ernte 2026) Juli — September

01.07.2026 — Unse­re Schal­erb­sen haben es nicht geschafft in der dies­jäh­ri­gen star­ken Hit­ze­pe­ri­ode. Wo man mit dem Gie­ßen nicht hin­ter­her­kommt und es an allen Ecken und Enden an Mulch­ma­te­ri­al fehlt. So gab es nur eine klei­ne Ern­te hier­von (und ein Knob­lauch, der wild auf dem Weg gewach­sen ist):

Schal­erb­sen und Knoblauch

03.07.2026 — Him­bee­ren gab es die­ses Jahr bis zum Abwin­ken. So dass wir die­se beru­higt mit den Hüh­nern tei­len konnten.

Him­bee­ren

13.07.2026 — unse­re ers­te Frei­land-Gur­ke in die­sem Jahr (es hän­gen noch eini­ge mehr im Frei­land und im Gewächshaus):

Gur­ke

6.07.2026 — aus­ge­rech­net unser kleins­ter Fei­gen­baum hat als ers­ter rei­fe Fei­gen, die auch sehr lecker sind:

17.07.2026  unse­re gel­ben Zuc­chi­ni wer­den Erntereif:

20.07.2026 — Gur­ken-Ern­te war noch nie so gut wie die­ses Jahr, wir haben schon 10 Stück geern­tet und wei­te­re wach­sen her­an. Wir haben zwei Pflan­zen im Gewächs­haus und 1 Pflan­ze im Freiland:

21.08.2026 — der ers­te Spa­ghet­ti-Kür­bis. Mal sehen ob es noch grö­ßer geben wird. die Pflan­zen lei­den sehr unter der anhal­ten­den Hit­ze und Tro­cken­heit die­ses Jahr:

03.09.2026 — nicht direkt unse­re Ern­te aber hier beim Nach­barn gekauft. Von heu­te frisch gepress­ten Süßen, von sei­ner Streu­obst­wie­se und Wil­liams Christ Birnen:

2. Natur-Brut 2026 – 19.04.2026 (TRIO INFERNALE)

Am 19.04.2026 war es soweit: Unter unse­rer zwei­ten Glu­cke HUNTER MC FLY sind die Küken geschlüpft. Das TRIO INFERNALE. Ins­ge­samt waren es drei Mix­kü­ken. Lei­der ist das klei­ne rote Küken ein ech­ter Küm­mer­ling und möch­te bis­lang nicht rich­tig wach­sen. Ansons­ten wirkt es jedoch fit, ist mun­ter und frisst gut. Nun müs­sen wir ein­fach abwar­ten, wie es sich weiterentwickelt.

HUNTER MC FLY ist eine Nach­zucht­hen­ne aus dem Jahr 2025. Obwohl sie noch recht jung ist, woll­te sie unbe­dingt glu­cken. Daher haben wir ihr pro­be­wei­se eini­ge Eier aus unse­rer gemisch­ten Hüh­ner­grup­pe unter­ge­legt. Sie hat zuver­läs­sig gebrü­tet, aller­dings sind wäh­rend der Brut lei­der zwei Eier zu Bruch gegangen.

Nach dem Schlupf hat sie ihre drei Küken für­sorg­lich geführt und sich gut um sie geküm­mert. Mit etwa sechs Wochen hat sie die Küken jedoch abge­setzt. Ohne ihre Glu­cke hat­ten es die drei anfangs nicht leicht, sich in die bestehen­de Her­de zu integrieren.

Es kommt jedoch häu­fi­ger vor, dass jun­ge Hen­nen das Glu­cken und Füh­ren ihrer ers­ten Brut erst ler­nen müs­sen. Unse­re Indi­sche Kämp­fer­hen­ne MASALA hat­te im ver­gan­ge­nen Jahr bei ihrer ers­ten Brut eben­falls noch eini­ge Anlauf­schwie­rig­kei­ten. In die­sem Jahr macht sie ihre Auf­ga­be dafür umso bes­ser und führt ihre Küken vorbildlich.

TRIO INFERNALE

Glu­cke: HUNTER MC FLY (Mix: Krai­en­kopp x Mei­je­ri­es Hoen)

Vater: OZZY (Sand­schak Kräher)
Mut­ter: FRAU ORLOFF (Orl­off) = von den bei­den bär­ti­gen Küken (rot und Schwarz/Weiss)
Mut­ter: MASALA (Indi­scher Kämp­fer) = von dem schwar­zen Hah­nen Küken

Vater der Küken — OZZY (Sand­schak Kräher):

OZZY (Sand­schak Kräher)

Mut­ter der bei­den bär­ti­gen Küken FRAU ORLOFF (Orl­off):

FRAU ORLOFF (Orl­off Henne)

Mut­ter des schwar­zen Hah­nen Küken MASALA (Indi­scher Kämpfer):

MASALA (Indi­scher Kämpfer)

Bil­der der Küken:

 

Hier unse­re Hüh­ner in desem Jahr: Hüh­ner 2026

Buch: Wunderbare Wachtel-Welt

Mit­ten in der Coro­na-Zeit began­nen wir mit der Hal­tung von Wach­teln. Den Wunsch, eige­nes Geflü­gel zu hal­ten, hat­ten wir bereits seit län­ge­rer Zeit. Die damals gewon­ne­ne Zeit nutz­ten wir schließ­lich, um die­ses Vor­ha­ben in die Tat umzusetzen.

Zur Vor­be­rei­tung woll­ten wir uns nicht aus­schließ­lich auf Infor­ma­tio­nen aus dem Inter­net ver­las­sen. Des­halb kauf­ten wir uns als Ein­stiegs­lek­tü­re die­ses wirk­lich her­vor­ra­gen­de und sehr umfang­rei­che Buch über die Wach­tel­hal­tung. Es hat uns den Ein­stieg erheb­lich erleich­tert und vie­le unse­rer Fra­gen beant­wor­tet. Inzwi­schen ist bereits eine über­ar­bei­te­te 2. Auf­la­ge erschienen.

Die Autoren sind der Grün­der des Wach­tel­shop und sei­ne Frau.

Wun­der­ba­re Wachtel-Welt

Wun­der­ba­re Wachtel-Welt

Autoren: Anne Baresch & Micha­el Volk

Ver­lag: Quailzz Ver­lag

Wie unse­re 1. Wach­tel Zucht ver­lief, mit Brut-Eiern aus dem Wachtelshop:

Wach­tel-Kunst­brut 2020 — Vorbereitung

1. Wach­tel Kunst­brut 2020