Wespenspinne (Argiope bruennichi)

Die Wes­pen­spin­ne (Argio­pe bru­en­ni­chi) ist eine Spin­ne aus der Fami­lie der Ech­ten Rad­netz­spin­nen. Die gro­ße und sehr auf­fal­lend gezeich­ne­te Art wur­de 2001 zur Spin­ne des Jah­res gewählt.

Die Weib­chen der Wes­pen­spin­ne wer­den mit bis zu 25 Mil­li­me­tern deut­lich grö­ßer als die Männ­chen, die nur eine Kör­per­län­ge von sechs Mil­li­me­tern errei­chen. Unver­wech­sel­bar ist bei den Weib­chen das gelb-weiß gestreif­te Opis­t­ho­so­ma (Hin­ter­leib), das mit schwar­zen Quer­bän­dern wes­pen­ähn­lich gezeich­net ist, und das silb­rig-weiß behaar­te Pro­so­ma (Vor­der­leib). Die hell­brau­nen Männ­chen mit undeut­li­cher dunk­ler Zeich­nung sind wesent­lich unauf­fäl­li­ger.

Die Wes­pen­spin­ne war bis vor etwa 50 Jah­ren vor allem im süd­li­chen Euro­pa ver­brei­tet, in Mit­tel­eu­ro­pa sehr sel­ten; ihr Vor­kom­men war hier auf weni­ge Ver­brei­tungs­in­seln in der Ober­rhei­ni­schen Tief­ebe­ne, im Rhein-Main-Gebiet und in der Umge­bung von Ber­lin beschränkt. Seit­dem hat die Art ihr Are­al stark ver­grö­ßert und aus­ge­dehnt.

Die Art ist weit ver­brei­tet und in geeig­ne­ten Habi­ta­ten häu­fig. Sie wird in Deutsch­land in der Roten Lis­te als „unge­fähr­det“ ein­ge­stuft.

Die Art bevor­zugt son­ni­ge, offe­ne Stand­or­te mit nied­ri­ger bis halb­ho­her Vege­ta­ti­on und hoher Heu­schre­cken-Popu­la­ti­on auf tro­cke­nem wie feuch­tem Unter­grund; z. B. Tro­cken­ra­sen, lückig bewach­se­nes Ödland oder Feucht­wie­sen. Ab Mai sind jun­ge Spin­nen anzu­tref­fen, von Juli bis August fin­det man erwach­se­ne Tie­re. Die Weib­chen sind bis in den Okto­ber anzu­tref­fen.

Bedingt durch ihren Lebens­raum besteht die Beu­te vor allem aus Heu­schre­cken und Hymeno­pte­ren wie Bie­nen und Wes­pen. Es wer­den jedoch auch fast alle ande­ren Insek­ten geeig­ne­ter Grö­ße erbeu­tet wie Flie­gen, Schmet­ter­lin­ge, Libel­len oder Heu­pfer­de.

Für unser Wes­pen­spin­nen Exem­plar dürf­te das Nah­rungs­an­ge­bot hier im Gar­ten also aus­rei­chend sein.

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