Tomaten Bewässerung via Infusionsbeutel

In Anbe­tracht der aktu­ell immer wie­der­keh­ren­den Tro­cken­pe­ri­oden und dem Pro­blem der rela­tiv gleich­mä­ßi­gen Bewäs­se­rung unse­rer Tomaten-“Schluckspechte” im Toma­ten­haus haben wir hin und her über­legt wie wir die Bewäs­se­rungs­in­ter­val­le ver­kür­zen können.

Immer­hin liegt unser Gar­ten nicht vor der Haus­tü­re, das man da auch zwei­mal am Tag oder so gie­ßen kann. Was­ser­an­schluss haben wir nicht, nur unse­ren Brun­nen mit der Hand­pum­pe. Strom auch kei­nen, somit fal­len auch ele­gan­te Mög­lich­kei­ten wie eine Tröpf­chen­schlauch-Bewäs­se­rung flach. Was sich bei unse­rem klei­nen Mini-Toma­ten-Haus auch sicher­lich in keins­ter Wei­se loh­nen wür­de. Aber dann hat Arvid neu­lich ein Video gese­hen von jeman­dem der sei­ne Pflan­zen mit­tels über ihnen ange­häng­ten Infu­si­ons­beu­teln bewäs­sert. Wir fan­den das irgend­wie eine inter­es­san­te Idee und frag­ten uns ob das wirk­lich klap­pen könn­te, zumin­dest als zusätz­li­che Bewäs­se­rung bei län­ge­rer Hitzeperiode.

Clau­dia kam dann auf die Idee auf ihrer Arbeits­stel­le eini­ge gebrauch­te Beu­tel von der Son­den­er­näh­rung einer Kli­en­tin vor dem Müll zu bewah­ren und zur Toma­ten-Bewäs­se­rungs-Anla­ge upzucyclen.

Nun haben wir unser “Toma­ten-Spi­tal” schon im zwei­ten Monat in Betrieb und es funk­tio­niert sehr gut. Man kann mit­tels Roll­ven­til die Tropf­ge­schwin­dig­keit ein­stel­len und das Schlau­chen­de in der Nähe der Pflan­ze par­ken, somit bekommt sie kon­ti­nu­ier­lich tröpf­chen­wei­se Feuch­tig­keit zuge­führt. Oben drü­ber mul­chen wir den Boden um die Ver­duns­tung etwas zu ver­rin­gern. Als Mulch ver­wen­den wir was wir so bekom­men kön­nen, Stroh, Gras­schnitt, Blät­ter etwa vom Rha­bar­ber, Kohl­pflan­zen, Alant oder Beinwell.

Die Gefahr der Ver­stop­fung des Tropf­schlau­ches haben wir mitt­ler­wei­le auch ganz gut im Griff. Wir befül­len die Son­den­nah­rungs-Beu­tel neben­bei wenn wir mit der Motor­pum­pe den Brun­nen bzw. Was­ser­fäs­ser auf­fül­len. Da wir an der Pum­pe ja einen Sand­fil­ter haben der grö­ße­re Par­ti­kel aus dem Brun­nen­was­ser abfil­tert. Je nach Tropf­ge­schwin­dig­keit hält eine Fül­lung zwei bis max. drei Tage.

Für unser klei­nes Toma­ten­haus ist die­se sozu­sa­gen kos­ten­freie Lösung aktu­ell aus­rei­chend und ein­fach genug in der Bedienung.

Rigotti Garten-Challenge 2019

Die Rigot­ti Gar­ten-Chal­len­ge 2019 (… wer hat die längs­te Boh­nen­scho­te?), da haben wir uns gedacht ob wir da mal einen Ver­such star­ten und Boh­nen zu pflan­zen. Auf die Chal­len­ge sind wir gekom­men da der You­tube Kanal von Rigot­ti sozu­sa­gen unser Sonn­tag Mor­gen Früh­stück Fern­se­hen ist und wir sei­nen Kanal regel­mä­ßig und begeis­tert gucken.

Also haben wir Anfang Juni, da die grü­ne Höl­le schon voll­ge­pflanzt war, vor dem Zaun ein Stück unser Wie­se (aka Unkraut­flur) umge­gra­ben und unser Boh­nen-Tipi auf­ge­baut und haben an jede Stan­ge 5 Meter-Boh­nen gelegt. Wie man sehen kann, an der Stan­ge hin­ten links ist nur eine Boh­ne auf­ge­gan­gen und die war ganz offen­sicht­lich kei­ne Meter­boh­ne, bei den rest­li­chen scheint alles nor­mal zu sein. Aber kei­ne Ahnung was die­se rie­si­ge, rela­tiv Dun­kel­lau­bi­ge Sor­te sein könnte.

Da die Hun­de ja hier wie­der gleich mal das Beet umge­pflügt haben gibt es jetzt einen Hasen­draht außen­her­um. Da auch gleich mal das Unkraut wie wild gespros­sen ist haben wir jetzt mal ver­sucht eine Grün­dungs­aat dazwi­schen zu plat­zie­ren. Mal schau­en wie das so funktioniert.

Wir wer­den dann mal berich­ten ob das so alles geklappt hat und wir eine pas­sen­de Boh­ne für die Chal­len­ge ern­ten konnten.

Der Kohl bekommt einen größeren Tunnel

Im April hat­ten wir ja Kohl­ra­bi und Schwarz­kohl im Foli­en-Pflanz­tun­nel ange­baut. Das war ja ein recht klei­ner Tun­nel und beson­ders die Schwarz­kohl Pflan­zen wur­den ein­fach zu hoch und sind über die klei­nen Bögen hin­aus­ge­wach­sen. Wodurch ihre obers­ten Blät­ter gegen die Folie drück­ten und an die­sen Stel­len wärend der letz­ten heis­sen Tage Son­nen­brand bekamen.
Um es dem Kohl dann doch beque­mer zu machen woll­te Arvid unbe­dingt einen bes­se­ren und grö­ße­ren Tun­nel bau­en. Also mal wie­der eini­ge You­tube Vide­os geguckt und wie­der mal ab in den Bau­markt um dort eine Rol­le mit bieg­sa­mer Kalt­was­ser­lei­tung gekauft, sowie zwei Bau­stahl­stan­gen.  Bei Bora­go haben wir ein Gemü­se­schutz­netz und Boden­an­ker (M‑Anker) bestellt.

 

 

Die Was­ser­lei­tung haben wir in 4x50cm Stü­cke geschnit­ten und die Bau­stahl­stan­gen 8 Stü­cke zer­teilt. Die Stä­be rechts und links am Kohl­beet ver­teilt und die Lei­tungs­stü­cke im Halb­bo­gen mit dem jewei­li­gen Ende auf die Stä­be gesteckt. Flies dar­über gezo­gen und mit den Boden­an­kern gesi­chert. Damit der Tun­nel auch nicht beim nächs­ten Sturm davonfliegt.

So im gan­zen kann man bis­her auf jeden Fall schon­mal sagen, der Anbau von Kohl unter Folie/ Schutz­netz hat sich auf jeden Fall bewährt. Unser Kohl hat­te bis­her kei­ne Fraß­schä­den von Schne­cken oder Kohl­weiß­lings-Maden und kei­nen Kohl­flie­gen Befall.

Auf­bau neu­er Tun­nel für den Kohl:

 

Freiland-Gurken und Salat Mischkultur (2019)

Wie schon das gan­ze Jahr über,  wir hän­gen irgend­wie immer hin­ten dran mit unse­ren Pflan­zun­gen. Aber Arvid hat sich ein Self­Bio Video ange­se­hen und da hieß es man kön­ne Gur­ken noch­mal Anfang Juli aus­sä­hen. Super, wir hat­ten ja unser Samen­tüt­chen für die Frei­land Gur­ken fast ver­ges­sen und dann im Juni doch noch vor­ge­zo­gen, waren uns dabei aber nicht sicher ob das noch was wird.

Nun woll­ten wir am ers­ten Juli Wochen­den die klei­nen Gur­ken Pflänz­chen aus­pflan­zen. Also Sams­tag früh mal wie­der noch auf die Schnel­le in den Bau­markt geflitzt, zwei Bau­stahl Stan­gen und ein Armie­rungs­git­ter, sowie ein Tüt­chen mit der Auf­schrift “Ita­lie­ni­sche Salat­wie­se” mit­ge­nom­men. Wel­ches sich als eine Mischung mit Ruco­la, Hirsch­horn­we­ge­rich und ande­rem auf einem Saat­band herausstellte.

Wir mit der Beu­te ab in den Gar­ten, die Höl­len­ma­schi­ne aka Motor Gar­ten­ha­cke ange­wor­fen und ein Stück “Wie­se” neben dem Hoch­beet umge­fräst. Das Armie­rungs­git­ter als Rank­hil­fe für die Gur­ken auf­ge­stellt, Pflan­zer­de und etwas Horn­späh­ne in den Boden gege­ben. Dann die fünf Gur­ken­pf­länz­chen gesetzt und den “Band-Salat” (aka Ita­lie­ni­sche Salat­wie­se) aus­ge­rollt und alles gut angegossen.

Hat auch bis Mitt­woch gut gehal­ten, dann war irgend­was im Gar­ten und hat sich durch das Beet gewühlt. Clau­dia hat dann den Band-Salat wie­der unter die Erde beför­dern müs­sen und zwei Gur­ken­pflan­zen waren weg. Gut das wir ins­ge­samt 9 Gur­ken vor­ge­zo­gen haben. Als hät­te Arvid das schon geahnt, als er sag­te “da haben wir noch Ersatz-Gur­ken wenn was schief geht”.

Wir pflan­zen Gur­ken und Band-Salat:

 

Tomaten fürs neue Tomatenhaus

Nach­dem wir ja flei­ßig unser Toma­ten­haus gebaut haben, könnt Ihr hier noch­mal nach­le­sen: Pro­jekt: Toma­ten­haus 2019, haben wir  nun soweit alles vor­be­rei­tet damit die Toma­ten­pf­län­zen ein­zie­hen können.

Arvid hat flei­ßig die Gras­nar­be abge­tra­gen und den ver­här­te­ten Boden dar­un­ter umge­gra­ben, sowie so gut wie mög­lich das Unkraut entfernt.

Danach haben wir Kom­post, einen Eimer Pfer­de­äp­fel und Horn­spä­ne im Toma­ten­haus verteilt.

Das Dach hat noch zwei Dach­lat­ten erhal­ten, die zum einen die Folie noch mehr stüt­zen, zum ande­ren aber haupt­säch­lich dafür gedach sind dort Haken anzu­brin­gen. An wel­chen wir die Toma­ten-Schnü­re befes­ti­gen werden.

Am Sonn­tag den 19.05.2019 haben wir dann die Toma­ten­pf­länz­chen, die wir auf dem Pflan­zen­markt im Hes­sen­park gekauft hat­ten gepflanzt.

 

 

Toma­ten Sor­ten 2019 — Tomatenhaus:

Che­ro­kee Pur­p­le — his­to­ri­sche pur­pur-rot­braun-vio­let­te Fleisch­to­ma­te aus Ten­nes­see (USA), wo sie schon vor 1890 von den Che­ro­kee India­nern ange­baut wur­de. ‘Che­ro­kee Pur­p­le’ ist eine spä­te Sor­te und braucht nach der Blü­te noch 70 bis 80 Tage bis zur Ernte.

Black & Red Boar — braun-grün gestreif­te gestreif­te Fleisch­to­ma­te aus den USA. Sie ist eine von vie­len her­vor­ra­gen­den Züch­tun­gen von Brad­ley Gates aus den Wild Boar Farms in Kali­for­ni­en. Sie ist eine eher spät­rei­fe Sor­te mit einer Frucht­grö­ße bis zu 250 g.

Honig­sü­ßer Erlö­ser — honig­gel­be Och­sen­herz-Toma­te aus Russ­land. Sie soll eine zei­ti­ge Frucht­rei­fe haben, bei einer Frucht­grö­ße von etwa 50 bis 200 gr. Wir sind sehr gespannt, wir ken­nen sie über­haupt nicht und haben sie nur wegen des lus­ti­gen Namens mitgenommen.

Kasach­stan Rubin — wie der Name schon sagt eine Toma­te aus Kasach­stan. Eine flach­run­de, rote Sor­te mit einer Frucht­grö­ße von etwa 50 bis 200 gr.

Tai­wan Teard­rop — eine mit­tel­frü­he hell­rot ova­le Strauch­to­ma­te, mit einer Frucht­grö­ße von ca. 10 bis 50 gr.

Yel­low Sub­ma­ri­ne — gel­be, Bir­nen­för­mi­ge Strauch­to­ma­te mit mit­tel­frü­her Rei­fe. Sie ist eine sehr robus­te Sor­te und trägt klei­ne Toma­ten mit einer Frucht­grö­ße von etwa 20 gr. bis zum Frost. Sie ist eine unse­rer Lieb­lings­sor­ten und wir haben sie auch schon erfolg­reich im Frei­land gehabt. Da wir dort wo wir sie gekauft haben Töpf­chen mit meh­ren Pflan­zen bekom­men haben, wird es auch von ihr zwei Pflan­zen wie­der drau­ßen im Gemü­se­gar­ten zusätz­lich geben.

Porree und Lollo Rosso (2019)

Auf dem Früh­jahrs-Pflan­zen­markt im Hes­sen­park haben wir je 5 Pflan­zen Por­ree und Lol­lo Ros­so gekauft und abwech­selnd in eine Bee­trei­he gepflanzt. Haben wir bei­des noch nicht gehabt und mal schau­en sie sol­len ja gute Beet­nach­barn sein,  soweit ich gele­sen habe.

Seit zwei Wochen sit­zen sie nun im Beet und  leben noch, also wir sind gespannt wie sich die­se  Misch­kul­tur ent­wi­ckeln wird.