Gartenrundgang im Juni 2019

Im Janu­ar hat­te ich ja schon mal einen klei­nen Gar­ten­rund­gang durch den bis dahin noch recht lee­ren Gar­ten gemacht und ich dach­te man könn­te ja jetzt mal einen neu­en machen. Damit man mal einen Über­blick bekommt was sich so alles in der Zeit hier getan hat.

Begin­nen wir doch gleich mal wie­der mit dem Ein­gang, wo an der Tür ja mitt­ler­wei­le das NABU Schild “hier gärt­nern wir ohne Torf” hängt. Das schon eini­ge Auf­merk­sam­keit her­vor­ge­ru­fen hat. Aber zum Nach­den­ken soll es ja auch anre­gen, dafür haben wir es ja auch hier ange­bracht.

Die Blu­men­ra­bat­te neben dem Ein­gang hat­te im letz­ten Jahr ja haupt­säch­lich Haus­wur­ze, eine klei­ne Rose und ein paar Echi­n­acea behei­ma­tet und wur­de mitt­ler­wei­le von Clau­dia lie­be­voll wei­ter bepflanzt. Auch ein klei­nes Zäun­chen hat sie bekom­men, in der Hoff­nung die Hun­de mögen dann nicht wei­ter in der Rabat­te ihre Zaun­krie­ge mit vor­bei­kom­men­den Hun­den füh­ren. Sagen wir mal so, es hilft leid­lich. Es kommt drauf an wie inten­siv das Revier ver­tei­digt wer­den muss.

 

Am Rand der vor­de­ren Wie­se, ent­lang des Weges hat Arvid in den letz­ten Wochen flei­ßig gebud­delt und eine wei­te­re Rabat­te ange­legt. Damit da Pflänz­chen die wir so halt auf irgend­wel­chen Ver­an­stal­tun­gen mit­ge­nom­men haben ein ordent­li­chen Plätz­chen gefun­den haben. Hier sind jetzt so Sachen wie Dip­tam, Kara­mellstrauch, Zahn-Laven­del, pana­schier­te Kapu­zi­ner-Kres­se, zwei bun­te Heu­che­ra und ande­res ein­ge­zo­gen.

Ganz am Anfang des Weges, noch vor der Mira­bel­le, hat er im Früh­jahr eine hoch­stäm­mi­ge rote Johan­nis­bee­re gepflanzt. Die nun sogar schon erstaun­lich vie­le Bee­ren ange­setzt hat. Auch mit ihrer Bei­pflan­zung mit Wer­mut, Rin­gel­blu­men und Mohn kommt sie offen­sicht­lich gut klar.

Die­ses Pro­jekt mit dem Obst auf der vor­de­ren Wie­se hat­ten wir ja schon im letz­ten Herbst begon­nen und hat­ten zu der schon vor­han­de­nen Mira­bel­le und Fei­ge eine Korea­ni­sche Zwerg Maul­bee­re “Morus Mul­le” gepflanzt. Die hat den Win­ter auch gut über­stan­den, wir hat­ten sie nur mit Gras und Laub ange­mulcht. Tra­gen wird sie aber mit Sicher­heit noch nicht, aktu­ell befin­det sie sich noch rein im Wachs­tums­mo­dus. Ich habe auch kei­ne wirk­li­che Ahnung bis­her, wie lan­ge die­se Sor­te benö­tigt bis sie das ers­te Mal trägt.

 

Unser Pro­jekt Toma­ten­haus ist bis­her ein rich­ti­ger Erfolg, die Toma­ten und Pepe­ro­ni wach­sen erstaun­lich gut. Als ers­te die Früch­te ange­setzt haben ist die Sor­te Black&Red Boar und die roten Pepe­ro­ni vom REWE, die das Dis­as­ter-Expe­ri­ment mit dem weg­ge­flo­ge­nen Popup-Gewächs­haus über­lebt hat­ten. An die­ser Pep­pi habe ich, wenn ich rich­tig gezählt habe, 7 Pep­pe­ro­ni hän­gen sehen. Mitt­ler­wei­le stei­gen die Tem­pe­ra­tu­ren so hoch im Toma­ten­haus, das wir die Türen aus­ge­hängt haben und als Hun­de­si­che­rung einen Hasen­draht gespannt haben. Cosi­mo dach­te näm­lich er kön­ne super ein Schläf­chen hal­ten zwi­schen den Toma­ten.

Ansons­ten ist alles beim Alten, die Wie­se ist eine Unkraut­flur die Arvid gele­gent­lich mit der Motor­sen­se kürzt wenn das Zeug wie­der anfängt und mit Blü­hen.  Fei­ge hat schon Früch­te ange­setzt und es wach­sen aktu­ell unmen­gen an Blu­men.

 

Ich glau­be die gro­ßen blau­en Blüm­chen kamen vor ein paar Jah­ren irgend­wie mal aus einer fer­tig Blu­men­wie­sen-Mischung und erwei­sen sich gera­de als extrem Inva­siv.

Eines unser kom­men­den Pro­jek­te wird die geplan­te Regen­rin­ne für die Hüt­te sein. Wir wol­len hier­über Regen­was­ser in einem Fass sam­meln, zum gie­ßen. Nur sind wir uns noch nicht so ganz einig wie wir die Befes­ti­gung der Rin­ne an der Well­blechüt­te machen wol­len. Platz für die Regen­ton­ne hät­te es hin­ter der Hüt­te ja noch genug.

Im schwar­zen Mör­tel­kü­bel vor der Hüt­te wächst aktu­ell das Duf­ten­de Mari­en­gras (Hieroch­loe odo­ra­ta), was Arvid dar­aus zu zau­bern gedenkt berich­ten wir wenn es aktu­ell ist in einem geson­der­ten Bericht.

Unser Miniteich hat sich auch wie­der erholt, dem haben wir vor einer Wei­le einen klei­nen Spring­brun­nen ver­passt. Seit­her ist das Was­ser wie­der kla­rer. Offen­bar hat sogar die Libel­len-Lar­ve vom letz­ten Jahr über­lebt, die benö­ti­gen ja län­ger bis sie das Lar­ven­sta­di­um ver­las­sen. Der Rohr­kol­ben hat­te eine ein­zi­ge Blü­te, bis die Gärt­ne­rin der Höl­le (aka Super­No­va) den Rohr­kol­ben­stän­gel gefällt und abtrans­por­tiert hat. Der Teich muss ganz schön unter ihr lei­den, Spring­brun­nen und Kera­mik Gold­fisch wur­den eben­falls schon von ihr ent­wen­det.

Neben dem Teich haben wir nun auch einen Sumpf-Bot­tich, dar­in wächst aktu­ell Kor­ken­zie­her­bin­se (Jun­cus eff­u­sus ‘Spi­ra­lis’), Win­ter-Schach­tel­halm (Equi­se­tum hye­ma­le) und Was­ser­min­ze (Men­tha aqua­ti­ca).

 

… so sieht er nun aus der neue Sumpf-Bot­tich:

Wir haben es auch noch geschafft ein Boh­nen-Tipi auf­zu­stel­len und haben Meter-Boh­nen gepflanzt. Mal schau­en wie die wer­den, haben wir auch noch nie gehabt. Tipi muss­te natür­lich auch einen Hun­de­si­che­rungs­draht bekom­men, die Horn­spä­ne die wir als Lang­zeit­dün­ger ver­wen­den sind zu ver­füh­re­risch für die Hun­de.

Neun klei­ne Boh­nen Pflänz­chen sind mitt­ler­wei­le auf­ge­wach­sen und wir hof­fen sie wach­sen wei­ter­hin gut.

 

Unse­re Chill-Ecke ent­wi­ckelt sich auch wei­ter. Zu den bei­den Holz­bän­ken hat sich nun auch eine Hän­ge­mat­te gesellt, ganz spon­tan im Bau­markt mit­ge­nom­men. Arvid sprach “was zum lie­gen gibts nicht in unse­rem Gar­ten, dann wird ja nur noch gefau­lenzt und nicht gear­bei­tet” — und schwubs waren wir um die Ecke in der nächs­ten Regal­rei­he und da stand sie. Die Hän­ge­mat­te — mit Schild “rote Hän­ge­mat­te Son­der­an­ge­bot!” Clau­dia: “toll, die ist ja voll güns­tig, ach die neh­men wir mit!”

Come­dy live, bes­ser hät­te man die­sen Sketch nicht skrip­ten kön­nen.

Das medi­ter­ra­ne Tro­cken­beet ent­wi­ckelt sich auch immer flei­ßig wei­ter, auch wenn da eine Amei­sen Kolo­nie ihre Wohn­statt ein­ge­rich­tet hat.

Dafür haben die Vögel hier nun auch eine Vogel-Trän­ke bekom­men. Die müs­sen sie sich evtl. auch mit den Insek­ten tei­len. Auf jeden Fall hat Clau­dia umsich­ti­ger­wei­se gleich mal eini­ge Stei­ne hin­ein gelegt, damit die Insek­ten gefahr­los trin­ken kön­nen.

Zum Schluss des Gar­ten­rund­gangs hier noch ein paar Bil­der aus der “Grü­nen Höl­le” aka dem Gemü­se- u. Kräu­ter Beet:

 

 

 

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