Rhabarber (Rheum rhabarbarum) — Kultur 2019

Unser Rha­bar­ber (Rhe­um rha­bar­barum) wächst hier schon seit unzäh­li­gen Zei­ten, oder anders gesagt den haben wir schon vor Jah­ren mit dem Gar­ten übernommen.

Im letz­ten extrem tro­cke­nen Som­mer (2018) sah er sehr erbärm­lich aus, die­ses Jahr ging es ihm wie­der viel bes­ser. So konn­ten wir sogar eine Ern­te ein­fah­ren. Da wir die­ses Jahr einen Ent­saf­ter gekauft haben gab es, das ers­te Mal, Rha­bar­ber-Saft. Wir sind ja alle tota­le Fans von die­sem Saft und der gekauft kommt auch über­haupt nicht mit, der selbst­ge­macht schmeckt viel besser.

Aber offen­bar könn­te dem Rha­bar­ber ein Stand­ort­wech­sel viel­leicht mal gut tun, das soll ja nor­ma­ler­wei­se alle paar Jah­re mal gemacht wer­den. Wir wer­den mal schau­en ob er ein Stück wei­ter zieht und an eine neue, vor­her gut mit Kom­post ver­sorg­te, Stel­le wechselt.

Ansons­ten ist die­se Kul­tur wie immer völ­lig pro­blem­los gelau­fen. Eigent­lich muss man da so ziem­lich nichst machen. Die alten Rha­bar­ber­blät­ter haben uns über die Sai­son sehr gute Diens­te als Mulch­ma­te­ri­al geleis­tet, von dem wir ja immer viel zu wenig haben.

 

Das Obst und Gemüse wächst

Wir haben aktu­ell total die Freu­de dar­an unse­ren Pflan­zen beim Wach­sen zu zuse­hen und freu­en uns schon auf die kom­men­de Ern­te. Hier schon mal ein klei­ner Über­blick was da gera­de am kom­men ist.

Fei­gen:

Kohl­ra­bi:

Pep­pe­ro­ni:

Hoka­i­do-Kür­bis:

Kohl­ra­bi und Schwarzkohl:

Rote Sta­chel­bee­ren:

Scho­ko-Papri­ka (ja der soll noch ein schwar­zer Block-Papri­ka werden):

Hei­del­bee­ren:

Zuc­chi­ni:

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Sowie Toma­ten in Hül­le und Fülle.

Honig­sü­ßer Erlöser:

 

Black&Red Boar:

Thai­wan Teartrop:

 

Der Kohl bekommt einen größeren Tunnel

Im April hat­ten wir ja Kohl­ra­bi und Schwarz­kohl im Foli­en-Pflanz­tun­nel ange­baut. Das war ja ein recht klei­ner Tun­nel und beson­ders die Schwarz­kohl Pflan­zen wur­den ein­fach zu hoch und sind über die klei­nen Bögen hin­aus­ge­wach­sen. Wodurch ihre obers­ten Blät­ter gegen die Folie drück­ten und an die­sen Stel­len wärend der letz­ten heis­sen Tage Son­nen­brand bekamen.
Um es dem Kohl dann doch beque­mer zu machen woll­te Arvid unbe­dingt einen bes­se­ren und grö­ße­ren Tun­nel bau­en. Also mal wie­der eini­ge You­tube Vide­os geguckt und wie­der mal ab in den Bau­markt um dort eine Rol­le mit bieg­sa­mer Kalt­was­ser­lei­tung gekauft, sowie zwei Bau­stahl­stan­gen.  Bei Bora­go haben wir ein Gemü­se­schutz­netz und Boden­an­ker (M‑Anker) bestellt.

 

 

Die Was­ser­lei­tung haben wir in 4x50cm Stü­cke geschnit­ten und die Bau­stahl­stan­gen 8 Stü­cke zer­teilt. Die Stä­be rechts und links am Kohl­beet ver­teilt und die Lei­tungs­stü­cke im Halb­bo­gen mit dem jewei­li­gen Ende auf die Stä­be gesteckt. Flies dar­über gezo­gen und mit den Boden­an­kern gesi­chert. Damit der Tun­nel auch nicht beim nächs­ten Sturm davonfliegt.

So im gan­zen kann man bis­her auf jeden Fall schon­mal sagen, der Anbau von Kohl unter Folie/ Schutz­netz hat sich auf jeden Fall bewährt. Unser Kohl hat­te bis­her kei­ne Fraß­schä­den von Schne­cken oder Kohl­weiß­lings-Maden und kei­nen Kohl­flie­gen Befall.

Auf­bau neu­er Tun­nel für den Kohl:

 

Freiland-Gurken und Salat Mischkultur (2019)

Wie schon das gan­ze Jahr über,  wir hän­gen irgend­wie immer hin­ten dran mit unse­ren Pflan­zun­gen. Aber Arvid hat sich ein Self­Bio Video ange­se­hen und da hieß es man kön­ne Gur­ken noch­mal Anfang Juli aus­sä­hen. Super, wir hat­ten ja unser Samen­tüt­chen für die Frei­land Gur­ken fast ver­ges­sen und dann im Juni doch noch vor­ge­zo­gen, waren uns dabei aber nicht sicher ob das noch was wird.

Nun woll­ten wir am ers­ten Juli Wochen­den die klei­nen Gur­ken Pflänz­chen aus­pflan­zen. Also Sams­tag früh mal wie­der noch auf die Schnel­le in den Bau­markt geflitzt, zwei Bau­stahl Stan­gen und ein Armie­rungs­git­ter, sowie ein Tüt­chen mit der Auf­schrift “Ita­lie­ni­sche Salat­wie­se” mit­ge­nom­men. Wel­ches sich als eine Mischung mit Ruco­la, Hirsch­horn­we­ge­rich und ande­rem auf einem Saat­band herausstellte.

Wir mit der Beu­te ab in den Gar­ten, die Höl­len­ma­schi­ne aka Motor Gar­ten­ha­cke ange­wor­fen und ein Stück “Wie­se” neben dem Hoch­beet umge­fräst. Das Armie­rungs­git­ter als Rank­hil­fe für die Gur­ken auf­ge­stellt, Pflan­zerde und etwas Horn­späh­ne in den Boden gege­ben. Dann die fünf Gur­ken­pflänz­chen gesetzt und den “Band-Salat” (aka Ita­lie­ni­sche Salat­wie­se) aus­ge­rollt und alles gut angegossen.

Hat auch bis Mitt­woch gut gehal­ten, dann war irgend­was im Gar­ten und hat sich durch das Beet gewühlt. Clau­dia hat dann den Band-Salat wie­der unter die Erde beför­dern müs­sen und zwei Gur­ken­pflan­zen waren weg. Gut das wir ins­ge­samt 9 Gur­ken vor­ge­zo­gen haben. Als hät­te Arvid das schon geahnt, als er sag­te “da haben wir noch Ersatz-Gur­ken wenn was schief geht”.

Wir pflan­zen Gur­ken und Band-Salat:

 

Ernte 2019 (Juli — September)

Ern­te 2019 (Juli — September)

07.07.2019 haben wir unse­ren ers­ten blau­en Kohl­ra­bi ern­ten kön­nen, der ein lecke­res Kohl­ra­bi Gemü­se gewor­den ist:

Neben dem Kohl­ra­bi gab es auch im Juli wie­der Radies­chen und Petersilie:

Am WE vom 13.+14.07.2019 haben wir doch noch eini­ges neu­es geerntet.

Rus­si­scher Kohl, Schwarz Kohl und glat­te Petersilie:

Zuc­chi­ni:

Gel­be Rin­gel Beete:

27.07.2019 haben wir unse­re ers­te Kar­tof­fel­sor­te “Blue Con­go” geern­tet. Aus den 5 Saat­kar­tof­feln ist die­ser Eimer blau­er Kar­tof­feln geworden:

Eben­falls an die­sem Sams­tag haben wir noch Gel­be Rin­gel­bee­te, Por­ree, Schwarz­kohl, Rote Zwie­beln und die ers­ten roten Pep­pe­ro­ni geerntet.

28.07.2019 konn­ten wir neben einer roten Pep­pe­ro­ni die aller­ers­ten Toma­ten ern­ten, von den Sor­ten “Kasach­stan Rubin, “Yel­low Sub­ma­ri­ne” und eine win­zi­ge “Tai­wan Tear­trop”. Die Kol­le­gen des Winz­lings sind nor­mal groß und brau­chen noch ein paar Tage.

Ende Juli haben wir auch noch rote Zwie­beln ern­ten können:

… und den ers­ten Knoblauch:

Toma­ten wer­den lang­sam mehr:

Unse­re ers­te Augus­tern­te mit Por­ree, Toma­ten (Sor­ten: Black&Red Boar, Honig­sü­ßer Erlö­ser, Kasach­stan Rubin, Tai­wan Tear­trop und Yel­low Sub­ma­ri­ne), Pep­pe­ro­ni und den ers­ten Feigen:

11.+12.08.2019 haben wir eine rich­tig tol­le Ern­te gehabt. Mit Kohl­ra­bi Toma­ten, sowie den letz­ten roten Zwie­beln und Joha­nis­bee­ren des Jahres:

Toma­ten rei­fen nun so gut, die haben wir das ers­te Mal sozu­sa­gen fast im Überfluss:

und neben immer wie­der Toma­ten gibt es auch wei­ter­hin diver­se Kräu­ter, rote Pep­pe­ro­ni und unse­re ers­te bun­te Karot­ten-Ern­te. Die Karot­ten sind noch zar­te Baby-Möhr­chen, aber wir muss­ten sie etwas aus­lich­ten damit sie genug Platz zum wach­sen haben. Aber auch so klein waren sie geschmack­lich super gut:

Der Herbst macht sich zwar schon etwas bemerk­bar, aber wir konn­ten auch im Sep­tem­ber flei­ßig ernten:

Fünf Sor­ten Toma­ten (Honig­sü­ßer Erlö­ser, Black&Red Boar, Kasach­stan Rubin, Tai­wan Tear­trop und Yel­low Sub­ma­rin). Ein Scho­ko­far­be­ner Block­pa­pri­ka und Schwar­ze Chili.

Einen gro­ßen Por­ree, Meter Boh­nen, Knob­lauch, Rus­si­scher- u. Schwarzkohl:

Meter Boh­nen und Mirabellen:

Es nimmt kein Ende mit den Meterbohnen:

Unse­re bun­ten Möh­ren hät­ten eigent­lich noch wach­sen kön­nenm, aber da die Wühl­maus durch das Beet gefräst hat, haben wir die letz­ten geret­tet. Die sie noch nicht gefres­sen hatte.

Scho­ko­la­den Blockpaprika:

Schwar­ze Chi­li wer­den auch rot wenn man sie zu lan­ge hän­gen lässt:

Wei­ter­hin haben wir hier den Toma­ten-Wahn­sinn! Aber es gab auch Rote Rin­gel­bee­te, glat­te Peter­si­lie und noch einen Scho­ko­la­den Paprika:

Wir konn­ten von unse­rem 2. Bee­te Anbau noch Rote Rin­gel-Bee­te ernten:

Unse­re ers­ten Phy­sa­lis (Andenbeere/ Kapstachelbeere):

Phy­sa­lis, Hoka­i­do-Kür­bis, Rus­si­scher-Kohl, Toma­ten, Pep­pe­ro­ni und Paprika:

Blaue unbe­kann­te Boh­nen, von dem Samen der sich in die Meter­boh­nen-Packung gemo­gelt hatte:

Schwarz-Kohl,  Ruco­la und Feldsalat:

Kar­tof­feln (Bam­ber­ger Hörn­le), Ruco­la und Feldsalat:

Die letz­ten Ern­te Ergeb­nis­se im September:

Ein­mal, Salat (Feld- und Pflück­sa­lat), Toma­ten, Phy­sa­lis, sowie eine Fei­ge und ein Apfel. Davor Schwarz­kohl und Rucola:

und das aller­letz­te Ern­te­körb­chen mit Hoka­i­do, Quit­ten, Rote Rin­gel­bee­te, Bor­retsch-Blü­ten (kom­men in den Salat) und zwei noch gefun­de­ne schwar­ze Stangenbohnen:

 

Zuckererbse (Pisum sativum subsp. sativum convar. axiphium) — Kultur 2019

Zucker­erb­se (Pisum sati­vum sub­sp. sati­vum con­var. axi­phi­um) hat­ten wir 2019 das ers­te Mal ange­baut. Ende April haben wir sie in Direkt­saat eine Rei­he ins Beet gebracht. Gedüngt hat­ten wir nur mit etwas Horn­späh­ne und wir hat­ten einig Wochen vor­her etwas Holz­koh­le und Asche ver­teilt, die wir aus unse­rer Feu­er­scha­le (aus Holz­res­ten aus dem Gar­ten) hat­ten. Ansons­ten wur­den sie nur gele­gent­lich gegossen.

Die Rei­he war rela­tiv dicht bewach­sen und wir haben kei­ne Rank­hil­fe auf­ge­stellt, aber die Erb­sen kamen auch ohne gut zurecht und haben sich gegen­sei­tig gestützt.

Aber für unse­ren recht unpro­fes­sio­nel­len Anbau­ver­such hat es ein schö­nes Ergeb­nis an Erb­sen gege­ben, auch wenn wir sie für Zucker­erb­sen recht spät dann geern­tet haben. Dafür waren die Erb­sen selbst sehr lecker und wir haben ein paar Gerich­te damit berei­chern können.

Saat­gut­ge­win­nung habe ich mich hier noch nicht her­an­ge­traut, da ich gele­sen habe das sie zwar nor­ma­ler­wei­se strik­te Selbst­be­fruch­ter wären aber Holz­bie­nen die Blü­ten auf­beis­sen wür­den. Durch die Holz­bie­nen dann eine Ver­kreu­zung doch vor­kom­men könn­te und unse­re Erb­sen halt sehr aus­gie­big von den Holz­bie­nen “betreut” wurden.