Der Kohl bekommt einen größeren Tunnel

Im April hat­ten wir ja Kohl­ra­bi und Schwarz­kohl im Foli­en-Pflanz­tun­nel ange­baut. Das war ja ein recht klei­ner Tun­nel und beson­ders die Schwarz­kohl Pflan­zen wur­den ein­fach zu hoch und sind über die klei­nen Bögen hin­aus­ge­wach­sen. Wodurch ihre obers­ten Blät­ter gegen die Folie drück­ten und an die­sen Stel­len wärend der letz­ten heis­sen Tage Son­nen­brand bekamen.
Um es dem Kohl dann doch beque­mer zu machen woll­te Arvid unbe­dingt einen bes­se­ren und grö­ße­ren Tun­nel bau­en. Also mal wie­der eini­ge You­tube Vide­os geguckt und wie­der mal ab in den Bau­markt um dort eine Rol­le mit bieg­sa­mer Kalt­was­ser­lei­tung gekauft, sowie zwei Bau­stahl­stan­gen.  Bei Bora­go haben wir ein Gemü­se­schutz­netz und Boden­an­ker (M‑Anker) bestellt.

 

 

Die Was­ser­lei­tung haben wir in 4x50cm Stü­cke geschnit­ten und die Bau­stahl­stan­gen 8 Stü­cke zer­teilt. Die Stä­be rechts und links am Kohl­beet ver­teilt und die Lei­tungs­stü­cke im Halb­bo­gen mit dem jewei­li­gen Ende auf die Stä­be gesteckt. Flies dar­über gezo­gen und mit den Boden­an­kern gesi­chert. Damit der Tun­nel auch nicht beim nächs­ten Sturm davonfliegt.

So im gan­zen kann man bis­her auf jeden Fall schon­mal sagen, der Anbau von Kohl unter Folie/ Schutz­netz hat sich auf jeden Fall bewährt. Unser Kohl hat­te bis­her kei­ne Fraß­schä­den von Schne­cken oder Kohl­weiß­lings-Maden und kei­nen Kohl­flie­gen Befall.

Auf­bau neu­er Tun­nel für den Kohl:

 

Freiland-Gurken und Salat Mischkultur (2019)

Wie schon das gan­ze Jahr über,  wir hän­gen irgend­wie immer hin­ten dran mit unse­ren Pflan­zun­gen. Aber Arvid hat sich ein Self­Bio Video ange­se­hen und da hieß es man kön­ne Gur­ken noch­mal Anfang Juli aus­sä­hen. Super, wir hat­ten ja unser Samen­tüt­chen für die Frei­land Gur­ken fast ver­ges­sen und dann im Juni doch noch vor­ge­zo­gen, waren uns dabei aber nicht sicher ob das noch was wird.

Nun woll­ten wir am ers­ten Juli Wochen­den die klei­nen Gur­ken Pflänz­chen aus­pflan­zen. Also Sams­tag früh mal wie­der noch auf die Schnel­le in den Bau­markt geflitzt, zwei Bau­stahl Stan­gen und ein Armie­rungs­git­ter, sowie ein Tüt­chen mit der Auf­schrift “Ita­lie­ni­sche Salat­wie­se” mit­ge­nom­men. Wel­ches sich als eine Mischung mit Ruco­la, Hirsch­horn­we­ge­rich und ande­rem auf einem Saat­band herausstellte.

Wir mit der Beu­te ab in den Gar­ten, die Höl­len­ma­schi­ne aka Motor Gar­ten­ha­cke ange­wor­fen und ein Stück “Wie­se” neben dem Hoch­beet umge­fräst. Das Armie­rungs­git­ter als Rank­hil­fe für die Gur­ken auf­ge­stellt, Pflan­zerde und etwas Horn­späh­ne in den Boden gege­ben. Dann die fünf Gur­ken­pflänz­chen gesetzt und den “Band-Salat” (aka Ita­lie­ni­sche Salat­wie­se) aus­ge­rollt und alles gut angegossen.

Hat auch bis Mitt­woch gut gehal­ten, dann war irgend­was im Gar­ten und hat sich durch das Beet gewühlt. Clau­dia hat dann den Band-Salat wie­der unter die Erde beför­dern müs­sen und zwei Gur­ken­pflan­zen waren weg. Gut das wir ins­ge­samt 9 Gur­ken vor­ge­zo­gen haben. Als hät­te Arvid das schon geahnt, als er sag­te “da haben wir noch Ersatz-Gur­ken wenn was schief geht”.

Wir pflan­zen Gur­ken und Band-Salat:

 

Tomaten fürs neue Tomatenhaus

Nach­dem wir ja flei­ßig unser Toma­ten­haus gebaut haben, könnt Ihr hier noch­mal nach­le­sen: Pro­jekt: Toma­ten­haus 2019, haben wir  nun soweit alles vor­be­rei­tet damit die Toma­ten­pflän­zen ein­zie­hen können.

Arvid hat flei­ßig die Gras­nar­be abge­tra­gen und den ver­här­te­ten Boden dar­un­ter umge­gra­ben, sowie so gut wie mög­lich das Unkraut entfernt.

Danach haben wir Kom­post, einen Eimer Pfer­de­äp­fel und Horn­spä­ne im Toma­ten­haus verteilt.

Das Dach hat noch zwei Dach­lat­ten erhal­ten, die zum einen die Folie noch mehr stüt­zen, zum ande­ren aber haupt­säch­lich dafür gedach sind dort Haken anzu­brin­gen. An wel­chen wir die Toma­ten-Schnü­re befes­ti­gen werden.

Am Sonn­tag den 19.05.2019 haben wir dann die Toma­ten­pflänz­chen, die wir auf dem Pflan­zen­markt im Hes­sen­park gekauft hat­ten gepflanzt.

 

 

Toma­ten Sor­ten 2019 — Tomatenhaus:

Che­ro­kee Pur­ple — his­to­ri­sche pur­pur-rot­braun-vio­let­te Fleisch­to­ma­te aus Ten­nes­see (USA), wo sie schon vor 1890 von den Che­ro­kee India­nern ange­baut wur­de. ‘Che­ro­kee Pur­ple’ ist eine spä­te Sor­te und braucht nach der Blü­te noch 70 bis 80 Tage bis zur Ernte.

Black & Red Boar — braun-grün gestreif­te gestreif­te Fleisch­to­ma­te aus den USA. Sie ist eine von vie­len her­vor­ra­gen­den Züch­tun­gen von Brad­ley Gates aus den Wild Boar Farms in Kali­for­ni­en. Sie ist eine eher spät­rei­fe Sor­te mit einer Frucht­grö­ße bis zu 250 g.

Honig­sü­ßer Erlö­ser — honig­gel­be Och­sen­herz-Toma­te aus Russ­land. Sie soll eine zei­ti­ge Frucht­rei­fe haben, bei einer Frucht­grö­ße von etwa 50 bis 200 gr. Wir sind sehr gespannt, wir ken­nen sie über­haupt nicht und haben sie nur wegen des lus­ti­gen Namens mitgenommen.

Kasach­stan Rubin — wie der Name schon sagt eine Toma­te aus Kasach­stan. Eine flach­run­de, rote Sor­te mit einer Frucht­grö­ße von etwa 50 bis 200 gr.

Tai­wan Teardrop — eine mit­tel­frü­he hell­rot ova­le Strauch­to­ma­te, mit einer Frucht­grö­ße von ca. 10 bis 50 gr.

Yel­low Sub­ma­ri­ne — gel­be, Bir­nen­för­mi­ge Strauch­to­ma­te mit mit­tel­frü­her Rei­fe. Sie ist eine sehr robus­te Sor­te und trägt klei­ne Toma­ten mit einer Frucht­grö­ße von etwa 20 gr. bis zum Frost. Sie ist eine unse­rer Lieb­lings­sor­ten und wir haben sie auch schon erfolg­reich im Frei­land gehabt. Da wir dort wo wir sie gekauft haben Töpf­chen mit meh­ren Pflan­zen bekom­men haben, wird es auch von ihr zwei Pflan­zen wie­der drau­ßen im Gemü­se­gar­ten zusätz­lich geben.

Porree und Lollo Rosso (2019)

Auf dem Früh­jahrs-Pflan­zen­markt im Hes­sen­park haben wir je 5 Pflan­zen Por­ree und Lol­lo Rosso gekauft und abwech­selnd in eine Beetrei­he gepflanzt. Haben wir bei­des noch nicht gehabt und mal schau­en sie sol­len ja gute Beet­nach­barn sein,  soweit ich gele­sen habe.

Seit zwei Wochen sit­zen sie nun im Beet und  leben noch, also wir sind gespannt wie sich die­se  Misch­kul­tur ent­wi­ckeln wird.

Motorsense mit Dickichtmesser

Habe die Tage mal den Faden­kopf gegen das Dickicht­mes­ser getauscht. Ich woll­te ein­fach mal das Dickicht­mes­ser aus­pro­bie­ren bevor ich mich dem­nächst mal dar­an mache das Gestrüpp hin­ter dem Gar­ten kurz zu mähen.

 

So lang­sam macht es mir mit der Motor­sen­se mehr Spaß auf unse­rem schon recht schma­len Rasen­stück, als wenn ich da mit dem Rasen­mä­her drü­ber muss und da immer rum­ran­gie­ren muss mit dem Ding. Es klappt also immer bes­ser mit dem Umgang mit der Motorsense.

Die Wie­se ist ja wei­ter­hin eh immer noch eher ein Ungraut­feld.  Aber da wir jetzt einen Teil unse­res Gemü­ses auf die vor­de­re Wie­se ver­bannt haben, wird eh ein Teil der Wie­se wei­te­rer Anbau­flä­che zum Opfer fallen.

Brennnessel-Jauche

Her­stel­lung und Ver­wen­dung von Brennnessel-Jauche:

Wir nut­zen zum Dün­gen unse­res Gemü­ses, beson­ders der Stark­zeh­rer selbst­ge­mach­te Brennnessel-Jauche.

Her­stel­lung:

Wir ver­wen­den ein 30L Mai­sche­fass, das wir mit grob geschnit­te­nen Brenn­nes­sel Stän­geln locker befül­len. Ver­wen­den kann man hier­für die gesam­ten über­ir­di­schen Pflan­zen­teil. Häu­fig wird gesagt man sol­le dar­auf ver­zich­ten die Samen­stän­de mit in die Jau­che zu geben, aus Angst die Samen könn­ten den Jauch­e­pro­zess über­ste­hen und man wür­de sich so vie­le Brenn­nes­seln ins Beet holen. Dazu kann ich bis­her noch nichts sagen, ich habe es noch nicht probiert.

Zu den Brenn­nes­seln gibt man 1Kg Urge­steins­mehl, wel­ches auch ver­hin­dert das die Jau­che unan­ge­nehm anfängt zu stin­ken. Dann füllt die Ton­ne mit nicht zu kal­tem Brun­nen- oder Regen­was­ser auf und rührt das gan­ze gut durch.

Die Ton­ne stellt man an einen war­men, son­ni­gen Platz und deckt sie etwa mit einem Git­ter oder Netz ab, damit kei­ne Tie­re hin­ein­fal­len und ertrin­ken kön­nen. Wir haben uns ein­fach damit behol­fen den Deckel des Mai­sche­fas­ses mit ein paar Löchern zu durch­boh­ren. Oben auf die Brenn­nes­seln haben wir einen Stein gelegt, damit das Kraut auch gut unter Was­ser bleibt.

Die Jau­che soll wäh­rend des Gär­pro­zes­ses regel­mä­ßig, am bes­ten sogar täg­lich, umge­rührt wer­den. Der Gär­pro­zess lässt sich sehr gut anhand der Schaum- und Bla­sen­bil­dung erken­nen. Wenn die Jau­che nach eini­ger Zeit kei­ne Bla­sen mehr bil­det ist der Pro­zess abge­schlos­sen und die Jau­che ist fertig.

Inhalts­stof­fe:

Die Brenn­nes­sel lagert gro­ße Men­gen an Stick­stoff ein, sowie Phos­phor und diver­se Spu­ren­ele­men­te wie Kali­um und Eisen. Wäh­rend des Gär­pro­zes­ses wer­den die­se Inhalts­stof­fe aus der Pflan­ze her­aus­ge­löst und in das Was­ser abge­ge­ben, auf die­sem Pro­zess beruht die Dün­ge­wir­kung der Brennnessel-Jauche.

Ver­wen­dung:

Zur Dün­gung der Stark­ze­her, wie etwa Kreuz­blüt­ler (z.B. Kohl), Nacht­schat­ten­ge­wäch­se (z.B. Toma­ten, Tabak), Kür­bis­ge­wäch­se (z.B. Gur­ken, Zuc­chi­ni), Rüben (z.B. Man­gold, Rote Bee­te) oder auch Lauch, Möh­ren u.a., setzt man eine Ver­dün­nung von 1:10 ( 1l Jau­che auf 10l Was­ser) an. Die­se wird dann mit der Gieß­kan­ne an die Pflan­zen gebracht.

Schäd­lings­be­kämp­fung:

Mit Brenn­nes­sel-Jau­che kann man auch gegen Schäd­lin­ge wie Blatt­läu­se, Amei­sen und auch Mehl­tau ver­wen­den, da sie eine anti­fun­ga­le Wir­kung hat. Hier­für die Jau­che in eine Sprüh­fla­sche fül­len und damit die Blatt­läu­se oder den Mehl­tau besprühen.

Illus­tra­ti­on: Otto Wil­helm Tho­mé (1840 — 1925)