Unsere Schwengelpumpe am Brunnen hat den Dienst verweigert und wollte kein Wasser mehr pumpen. Also ist Arvid nach Karben in den Baumarkt gefahren um ein neues Dichtungsset zu kaufen.
Dann hieß es erstmal die Pumpe abzuschrauben und den Kolben abmontieren. Das habe ich zwar schon irgendwann mal beim Papa gesehen, aber noch nicht selber gemacht.
Denk Kolben habe ich dann in den Schraubstock gespannt um das alte Dichtungsleder herunter zuziehen und den neuen Dichtungsring und Leder aufzuziehen. Es war eine ganz schön fummelige Sache, aber dann war die neue Dichtung drauf.
Den Kolben wieder anmontiert und zurück zum Brunnen um die Pumpe wieder anzubauen. Nun gibt es auch wieder Wasser zum gießen.
Vor einer Weile haben wir von unseren Gartennachbarn eine kleinere Teichwanne, mit 250L Fassungsvermögen, geschenkt bekommen, die sie bei sich ausgebaut hatten. Wir haben ein Weilchen überlegt wo sie einen Platz finden könnte und haben uns entschlossen sie auf der oberen Wiese direkt neben dem Eingang zu platzieren. Dort steht der Teich nicht in der prallen Sonne und wir können am Zaun, wo nicht den ganzen Tag die Sonne scheint auch eine Randbepflanzung ermöglichen. Die es lieber etwas halbschattig verträgt. Einen Teich nur mit verdichtetem Boden würde sich bei uns nicht realisieren lassen, dafür ist es bei uns nicht Tonhaltig genug um einer natürliche Verdichtung zu ermöglichen.
Arvid und Gunter waren schon eine ganze Weile damit beschäftigt um mit Spaten und Wiedehopf-Hacke eine ausreichend großes Loch für die Teichwanne zu graben. Den Boden unter der Wanne haben wir noch mit Sand ausgeglichen und danach die Wanne eingesetzt und wieder angehäufelt.
Eigentlich wollten wir dann auch gleich noch Wasser einlassen, aber ausgerechnet an dem Tag musste die Pumpe ihren Dienst quittieren. Also musste erstmal die Pumpe wieder repariert werden und das Wasser kam dann am anderen Tag hinein.
Eine kleine Solarbetriebene Sauerstoffpumpe hat er auch erhalten.
Um die Teichwanne haben wir ein buntes Sammelsurium an Steinen platziert und im Hintergrund wurden zwei Farne und Löwenmäulchen gepflanzt. Die Bepflanzung soll auch in Zukunft noch erweitert werden.
Im Teich sind Wasserminze (Mentha aquatica), Winter-Schachtelhalm (Equisetum hyemale), Kalmus (Acorus calamus) und Fieberklee (Menyanthes trifoliata) gepflanzt.
Später sind in den Teich noch einige Sumpfdeckel- und Posthorn- Schnecken im Teich eingezogen. Von alleine haben sich recht schnell ein paar Wasserläufer und Schwimmkäfer eingefunden.
Vögel, Bienen und andere Insekten haben den Teich sehr schnell als Tränke angenommen und die Vögel in unserem Garten nutzen den Flachwasser-Rand der Teichschale sehr gerne als Badewanne.
Bilder:
Die Wasserläufer haben auch bald Nachwuchs bekommen und es wimmelte dann auf der Wasseroberfläche:
Posthornschnecke:
Unsere Literatur, die wir vor der Anlage unseres Teiches gelesen haben:
Ende März war es endlich soweit und unser schon länger geplantes Projekt die altersschwache Pracht-Spierstrauch Hecke zu erneuern konnte beginnen. Da der Zaun hinter der Hecke auch schon völlig durchgerostet war haben wir den auch gleich mit erneuert.
Zaun:
Die Zaunpfosten waren noch gut und fest im Boden verankert, somit mussten wir nur noch einen neuen Maschendrahtzaun ziehen. Also erstmal mit dem Bolzenschneider den alten Zaun gekappt und die neue Zaunrolle angeschleppt. Die Zaunrolle haben wir als vergünstigten Restbestand im Baumarkt im schon Winter gekauft.
Dazu noch etwas Spanndraht und drei Drahtspanner. Ein Ende der Zaunrolle haben wir am Eckpfosten angerödelt und dann von Pfosten zu Pfosten ausgerollt, den obersten der drei Spanndrähte eingeflochten und ihn jeweils durch die oberen Löcher in den Zaunpfosten gefädelt. Am Torpfosten haben wir die Drahtspanner angerödelt und dann dort jeweils nach und nach die Spanndrähte eingebaut und festgespannt.
Das Zaunziehen, von dem wir absolut keine Ahnung hatten vorher, hat ganz gut geklappt. Zaun steht, hält fest und wir wissen wie wir es beim nächsten Mal noch besser machen können. Aber im Vergleich zu den Gartenzäunen rechts und links von uns am Weg, waren wir auch nicht dilettantischer am Werk gewesen als die Nachbarn.
Da noch einiges an Zaun auf der Längsseite zu machen sein wird werden wir noch mehr üben können. Aber das wird ein anderes Projekt, in dem wir auch noch Zaunpfähle setzen werden müssen.
Hecke:
Die alte Spierstrauch Hecke ist ja wie schon erwähnt immer weniger geworden. Daher wurde sie, als der alte Zaun ab war, entfernt worden. Bis auf einen kleinen Rest, wo junge Austriebe unter dem Holunder Busch hoch kamen, der sich vor einiger Zeit in der Hecke breit gemacht hat. Der sollte ja bleiben und in die neue Wildvogel-Hecke integriert werden, da er mittlerweile zu einem schönen Busch angewachsen ist.
Für das Heckenentfernen hat Arvid extra eine große Wiedehopfhaue gekauft, mit der man auch stark verdichteten Boden hacken kann und mit der Beilseite Wurzelwerk durchtrennen kann. Sie hat uns dabei sehr gute Dienste geleistet und wir sind viel schneller mit unserer Arbeit voran gekommen als wir das erwartet haben. Es kommt halt doch immer auf das richtige Werkzeug bei der Arbeit an.
Beim Umgraben haben wir ein großes Pilz Myzel entdeckt, das sich unter Kompost und Hecke ausgebreitet hat und scheinbar aus der Nachbarhecke stammt. Zumindest vermuten wir das. Leider wissen wir bisher nicht um was für einen Pilz es sich handelt, er scheint weiße Pilzköpfe zu entwickeln. Vielleicht ein grüner Knollenblätter Pilz? Mal abwarten ob wir mal ausgewachsenen Pilze zu Gesicht bekommen werden.
Nach dem Entfernen der Wurzelstöcke haben wir drei Pflanzlöcher gegraben, die Erde gelockert, Pflanzerde und etwas Hornspähne verteilt. Danach den drei neuen Pflanzen noch je ein Drahtkörbchen verpasst, gegen die allgegenwärtigen Wühlmäuse und sie eingepflanzt.
Nun besteht die neue Hecke aus je einer Gemeinen Hasel (Corylus avellana), Schwarzer Holunder (Sambucus nigra), Schlehdorn (Prunus spinosa) und einer Zuchtform des Schwarzen Holunder Sorte: “Madonna” (Sambucus nigra) mit panaschiertem Laub. Ebenfalls, neben dem Eingangstor, in der Hecke erhalten geblieben ist das hochtämmig gezogene gewöhnliche Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus).
Nun hoffen wir das sich unsere neue Hecke gut einlebt und wir bzw. die Vögel später mal davon was ernten können.
Den Schlehdorn haben wir aus der Permakultur Erlebnis Gärtnerei von Jonas Gampe, bei dem wir ja schon unseren Obstgehölz Schnittkurs gemacht hatten. Die Haselnuss und der Holunder mit den panaschierten Blättern waren eine “Rettungsaktion” von der Resterampe im Baumarkt im Februar. Der andere Holunder und das Pfaffenhütchen sind ja selbst gekeimt hier ihm Garten, sozusagen Wildwuchs von hier.
Als Unterbewuchs der Hecke breitet sich aktuell der Bärlauch hinter dem Kompost zwischen der Hecke aus.
Dieses Jahr probieren wir aus Kartoffeln auf einem Mistbeet ohne Umgraben zu pflanzen. Die Idee zu diesem Beet haben wir aus der Permakulturellen Anbauweise.
Wir haben auf der vorderen Wiese ein Stück mit Pappe abgedeckt, dies soll das weiter wachsen des Grases unterbinden. Wichtig dabei ist das keine Spalten zwischen den Pappestücken offen bleiben, daher haben wir die Pappe überlappend ausgelegt. Evtl. Kleberreste haben wir natürlich vorher entfernt. Auch sollte die Pappe möglichst unbedruckt sein. Glücklicherweise konnte Gunter da einiges an Pappe aus der Firma mitbringen.
Danach sind wir mit unseren beiden Schubkarren einige Male zum benachbarten Reiterhof getingelt und haben dort Pferdemist mit Stroh abgeholt, den wir dort freundlicherweise kostenfrei zur Selbstabholung bekommen haben. Vielen Dank dafür!
Den Pferdemist haben wir dann dick auf der Pappe verteilt und darüber kam dann Kompost. Da unser Kompost nicht ausgereicht hat bekamen wir von Artur (Arvids Vater) noch mehr Kompost.
Irgendwie waren wir dann noch nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis, da es sehr stürmisch wurde als der Orkan Sabine hier durchgezogen ist und das Wetter noch einige Tage anhalten sollte. Was das Beet dann leider schön über die Wiese verteilt hat. Also haben wir noch schnell im Baumarkt einige Bretter gekauft und haben dem Mistbeet noch eine hölzerne Umrandung gebaut.
Nun ist es ja erst Ende Februar und das Beet kann jetzt noch bis zum April ruhen und wir können dann unsere Kartoffeln legen.
Im Februar ist ja Jahreszeit bedingt nicht all zu viel im Garten zu tun und Claudia hat sich ja schon länger eine Wurmkiste auf dem Balkon gewünscht.
Also haben wir mal im Internet nach Bauideen geforscht und waren dann mal wieder im Baumarkt noch passendes Holz zu holen. Zuhause die Werkbank aus dem Keller hochgeholt und Hasendraht Reste.
Wir haben die Bretter und Holzleisten auf passende Längen gesägt und uns dann daran gemacht eine rechteckige Kiste zusammen zuschrauben.
Die Seitenbretter haben wir mit Viereck Leisten stabilisiert und mit einem Bodenbrett verbunden.
Ein weiteres Brett wurde der Kisten-Deckel, für den wir zwei Scharniere angeschraubt haben.
Die Kiste haben wir in der Mitte geteilt um zwei getrennte Wurmkompost-Fächer zu erhalten. Hierfür haben wir aus den Leisten einen passenden Rahmen zusammengeschraubt und darauf den Hasendraht, in passender Größe, fest getackert.
Später haben wir noch zwei Metall Bügelgriffe an die Kistenseiten geschraubt um die Wurmkiste besser transportieren zu können. Etwa wenn sie zum Winter hin vom Balkon herein geholt werden soll. Damit es dann den Kompostwürmer nicht zu kalt wird.
Nun ist die Wurmkiste soweit fertig das wir uns nun daran machen können die Kompostwürmer zu bestellen. Sobald es warm genug ist auf dem Balkon, dann werden wir nochmal berichten wie es mit der Wurmkiste weitergeht.
Vor einer Weile haben wir günstig ein Kleintiergehege bekommen, das nun für die Aufzucht der Wachtel-Küken dienen soll, die wir bekommen.
Dessen Karton hat nun im Winter den Platz in unserer Gartenhütte lange genug für sich beanstprucht, sodass Gunter und Arvid dann am 16.02.2020 sich endlich dazu entschlossen das Gehege mal zusammen zubauen.
Also fix mit Akkuschrauber, Tacker, Volierendraht und Kneifzange in den Garten und den Karton aus der Hütte gekramt. Wo wir mal eine kurze Zeit ohne Dauerregen genutzt haben zum werkeln. Natürlich unter strenger Kontrolle unserer Baustellen-Aufsicht Supernova.
Karton aufgemacht, alle Teile auf Vorhandensein geprüft und ein kurzer Blick auf die Bauanleitung. Das Zusammenbauen war ein Kinderspiel, die Teile haben gut zusammengepasst und haben sich leicht verschrauben lassen.
Wegen der Ratten die wir hier rumlaufen haben wurde das Gehege Rundum noch mit Volierendraht betackert. damit diese Pelztierchen nicht auf die Idee kommen sich irgendwo durchzunagen und die kleinen Wachteln wegfuttern.
Einen größeren Auslauf und so werden sie noch benötigen, aber solange sie noch sehr klein sind wird das gehen. Auf jeden Fall hat es mehrere Türchen wo man auch an ihm erstmal weitere Auslauffläche “anbauen” kann.
Eine Bestellung für weiteres Pflegezubehör wird jetzt noch gemacht und wir werden berichten wie es mit dem Wachtel Projekt weiter gehen wird.
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