
Die Tomaten sind in diesem Jahr leider sehr schnell ein Opfer der Kraut-und Braunfäule geworden, aber die Chrysanthemen sind fleißig gewachsen und haben toll geblüht. Die Blüten sehen irgendwie wie kleine Eidotter aus.



Der Experimental-Permakultur-Garten von Turba Delirantium

Die Tomaten sind in diesem Jahr leider sehr schnell ein Opfer der Kraut-und Braunfäule geworden, aber die Chrysanthemen sind fleißig gewachsen und haben toll geblüht. Die Blüten sehen irgendwie wie kleine Eidotter aus.



Als Sorte haben wir uns dieses Jahr für GNIFF (Bio) entschieden, die wir über Sativa gekauft haben.
Bei der GNIFF handelt es sich um eine alte schweizer Sorte aus dem Tessin. Sie ist von violett-roter Farbe und hat eine kurze, stumpfe Form.


Geschmacklich sind sie wirklich sehr gut gewesen. Wir haben sie halt im Direktverzehr verbraucht. Daher kann ich nichts über die Lagerfähigkeiten berichten. Laut Sortenbeschreibung soll sie eine sehr gute Lagereigenschaft haben. Ich denke wir werden es auf jeden Fall nochmal probieren mit dieser Sorte.


Unsere Sorten für dieses Jahr:
Red Duke of York (Roter Erstling, England 1942)
Gelbfleischige, runde Sorte mit roter Schale. Sie verfügt über einen angenehmen, cremigen Kartoffelgeschmack. Der Red Duke of York ist eine sehr frühe Kartoffel.
Kerkauer Kipfler (Kerkovske rohlicky, Tschechien 1941)
Alte tschechische Spezialität mit fingerlangen, gelbfleischigen Knollen. Die Kerkauer Kipfler haben eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Krautfäule, Schorf und Virus. Sie eignen sich daher gut für den Bio-Anbau. Sie ist eine Mittelfrühe Sorte.
Arran Victory (weil sie so lecker war, dieses Jahr wieder im Anbau)
Eine schottische Sorte von der Insel Arran, 1912 (Zulassung). Sie ist eine sehr späte Sorte, weiss fleischig mit violetter Schale. Sie ist eine sehr Krautfäule resistente Sorte. Die Kartoffel ist eine leckere mehlig kochende, welche sich sehr gut für Röstkartoffeln oder Kartoffelbrei eignet.

a) sie sind überaus lecker und haben die besten Bratkartoffeln ever gegeben.
b) Sie sind bis zum Frost fröhlich gewachsen und haben geblüht. Auch der Ertrag war ansehnlich.

Anfänglich sind die Kartoffeln gut gewachsen. Das Unkraut haben wir mit Mulchen auch anhäufeln recht gut im Griff gehabt. Das Wetter war nicht so dolle, es gab nur selten Sonne, dafür umso mehr Regen.

So ging der Sommer langsam dahin und die andauernde Feuchtigkeit erfreute eigentlich nur allerlei Pilze — davon hatten wir alle möglichen im Garten. Auch die sehr unbeliebten Freunde der Braun-und Krautfäule breiteten sich in Windeseile im Garten aus. In nie dagewesenem Ausmaß raffte die Krautfäule dann, die ohnehin schon geschwächten, Kartoffelpflanzen dahin.

Was machen wir nun, ein leeres Beet ist ja doof und viel Mulchmaterial und so haben wir auch nicht. Von Artur bekamen wir nochmal Rasenschnitt, der kam dann schon mal auf das Beet. Im Oktober sollen dann Knoblauch und Zwiebeln gesteckt werden, für das kommende Jahr.
Buschbohnen Folgekultur:

Sie sind auch noch brav weiter gewachsen und haben uns noch eine Buschbohnen Ernte gebracht.

Es wird sicherlich auch 2022 ein neues Kartoffel Experiment geben. Arvid grübelt schon über neuen Ideen.
Wenn Euch unsere anderen Kartoffel Sorten Experimente interessieren:
Kartoffeln und Melone im Kompost 2019
Kartoffeln im Mistbeet 2020
Bilder:

Wir haben uns in diesem Jahr, als neues Projekt, gedacht eine Vorkultur mit Salaten, Kohlrabi und Rote Beete zu machen. Damit das Tomatenhaus schon vor den Eisheiligen nutzbar zu gestalten.
Nachdem das Saatbett vorbereitet war haben wir auf der linken Seite zwei Reihen eine Asia-Salate Mischung (Bio) ausgesät.
Auf der Rechten Seite wurden zwei Reihen Forellenschluss-Salat gesät.

Eine Reihe rote Kohlrabi Pflanzen haben wir zwischen den Forellenschluss-Salat gesetzt. Diese haben wir als Jungpflanzen zugekauft. Zwei Pflänzchen haben nicht mehr in die Reihe gepasst, die sitzen nun unter dem Vordach des Tomatenhauses.

Die eigene Voranzucht von Rote Beete und Kohlrabi war dieses Jahr eher kläglich. Aber es wollte bisher eh alles nicht so richtig loswachsen.


Von da an konnten wir so alle 1–3 Tage Salate ernten und es wurde immer mehr. Irgendwann ist der Asia-Salat in die Blüte gegangen und der Forellenschluss fing auch an zu schießen. Auch brauchten die Tomaten ihren Platz. Somit haben die Wachteln sich einige Tage über Salat gefreut.

Selbst die beiden Kohlrabis die vor der Tür, unterm Vordach, sitzen mussten sind was geworden.

Bilder:
Unser Kartoffeln im Mistbeet 2020.


Wie genau wir es angelegt haben könnt ihr unter Mistbeet ohne Umgraben (2020) nachlesen.

Drei Sorten haben wir gelegt:
La Ratte eine alte französische Delikatess Hörnchen-Kartoffel von 1872. Sie ist eine sehr frühe Sorte, die etwas anspruchsvoll im Anbau ist. Da sie recht anfällig für Krautfäule ist und über die Kulturdauer eine regelmäßige Wasserversorgung benötigt. Dafür gilt sie als ausgesprochen geschmackvoll mit einem nussigen Aroma. La Ratte hat eine längliche Hörnchenform mit gelber Schale und gelben Fruchtfleich.
Purple Rain eine niederländische Neuzüchtung von 2019, mit feinem violett-weiß marmorierten Fleisch. Es handelt sich hier um eine mittelfrühe Sorte. Sie ist gut als Brat- oder Salatkartoffel geeignet und ihre Farbe bleibt beim Kochen erhalten.
Arran Victory eine schottische Sorte von der Insel Arran, 1912 (Zulassung). Sie ist eine sehr späte Sorte, weiss fleischig mit violetter Schale. Sie ist eine sehr Krautfäule resistente Sorte. Die Kartoffel ist eine leckere mehlig kochende, welche sich sehr gut für Röstkartoffeln oder Kartoffelbrei eignet.

Als Saatvorbereitung kam nur etwas Hornspähne und aktivierte Holzkohle ins Beet.

Dann haben wir erstmal abgewartet was passiert. Über die Kulturdauer haben wir die Kartoffeln mehrmals mit Rasenschnitt gemulcht und zweimal mit Brennessel-Jauche gegossen.

Das eine oder ander Beikraut ist auch aufgewachsen, wie der irgendwie zu Kartoffeln gehörende Stechapfel, aber auch Phazelia, Ringelblumen und eine Sonnenblume haben sich im Beet eingenistet. War aber kein Problem für die Kartoffeln.
Im Sommer gab es einige stürmische Tage und eine Windhose muss wohl quer übers Beet sein und hatte die Hälfte der Pflanzen platt getrückt und es hat eine Weile gedauert bis sie sich davon erholt hatten. Besonders die La Ratte hatten darunter zu leiden.
Kartoffelkäfer haben wir nur einen gesehen, der kam aber irgendwie nur zum Teich und wurde dort von den Wasserläufern erbeutet. Auch von der Krautfäule wurden unsere Kartoffeln gänzlich verschont. Selbst die La Ratte welche dafür anfällig sein sollen hatten nichts.
Besonders erstaunt haben uns die Arran Victory, sie hat wirklich eine sehr lange Wachstumsphase und hat noch Kraut und sogar einige Blüten geschoben bis der Frost eingesetzt hat.
Die Wühlmäuse haben die Kartoffeln nicht angerührt und trotz einiger Engerlinge im Beet hatten wir nur ganze 2 leicht angenagte Kartoffeln.
Alles in allem war das Kartoffel Jahr 2020 ziemlich gut gelaufen und eine deutliche Verbesserung mit dieser Beetform, im Vergleich zum letzten Jahr.
Wenn Euch unsere Kartoffelsorten von 2019 interessieren: Kartoffeln 2019
Kartoffel Jahr 2020:


Dort haben wir die Antzuchtsets im Blumentopf auf Kaffeesatz gefunden und dachten genau das wollen wir jetzt mal ausprobieren. Also haben wir einmal Austern-Seitlinge (Pleurotus ostreatus) und einmal Limonen-Seitlinge (Pleurotus citrinopileatus) bestellt und die Kulturen nacheinander angesetzt.




Die Limonen-Seitlinge haben etwas länger gebraucht bis sie gewachsen sind, aber dann lief das Wachstum auch bei ihnen sehr gut und problemfrei.
Pilzzucht Zuhause 2019: